Freitag, 29. Juli 2005
Bonner Pranger
Bonner PrangerLange Zeit stand da eine Säule, zwischen Bonner Münster und Dresdener Bank.

(Das Foto bei Bonner Generalanzeiger zeigt den Zustand von vor etlichen zig-Jahren, so geschätzt ca. 1965.)

Bonner Pranger Ein Bonner Lastwagen hat die Säule umgefahren. Jetzt ist sie weg und hinterlässt ein Loch im Pflaster.

(Foto bei Express.de)

Allerdings soll sie restauriert werden. Denn die Säule war nicht irgend eine Säule, sondern der mittelalterlicher Pranger (mehr bei Stadt Bonn).

Wenn ein Laster den Pranger, an dem "das Laster" angeprangert wurde, aus dem Pflaster hebelt, dann hat das was von einem Kalauer, aber auch etwas Symbolhaftes.

Die moderne Form des Prangers (vor allem der Boulevard-Jounalismus zu Papier und im Fernsehen, aber auch so eine Art von Sexualverbrecher-Kartei, wie sie jüngst in den USA im Netz zu finden sein soll) lässt sich leider nicht so leicht beseitigen.
Nachtrag vom 23.08.2006:
Die Stadt Bonn hat sich jetzt (August 2006 !) wohl mit der Allianz-Versicherung ds LKWs über die Schadensbeseitigung geeinigt. Nach einem Bericht im Bonner Generalanzeiger wird ein Restaurator die Säule aus 150 Bruchstücken zusammensetzten, weitere 100 Bruchstücke, die nicht größer sind als eine Walnuss, werden nicht wieder verwendet. Fehlende Teile werden durch "Kunstsandstein" ersetzt ...

Da wurde dem Restaurator das Puzzeln zu mühselig ...

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Donnerstag, 28. Juli 2005
Polen ./. Weißrußland
In grauer Zeit - so irgendwann im Gefolge der Völkerwanderung von 1945 (wir in Deutschland nennen es inzwischen wohl wieder "Vertreibung") - wurde eine Vielzahl von Polen umgesiedelt, und zwar in die ehemals deutschen Gebiete.

Die UdSSR schnitt sich größere Teile aus dem Osten Polens, verleibte sich den Teil in einer Republik ein, die heute Weißrußland heißt, und kompensierte Polens Landverlust im Osten mit dem Zugewinn für Polen im Westen. Das machte man damals unter Siegern so.
    "...On Wednesday, Belarussian police raided the headquarters of an organisation representing ethnic Poles in Belarus and briefly detained its leader.

    Each country has expelled the other's diplomats in recent months.

    About 400,000 ethnic Poles live in Belarus, in areas that were part of Poland until World War II..." (Quelle: BBC)
Ein beliebtes Spiel: wenn es innenpolitisch kompliziert wird, macht die Regierung Stimmung gegen ethnische Minderheiten.
    Rotfeld (der polnische Außenminister) hatte das Vorgehen der weißrussischen Behörden scharf kritisiert. Die jüngsten Ereignisse zeigten, dass Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko seine Macht bedroht sehe. Das Verhalten der Behörden könne nicht toleriert werden, sagte Rotfeld. (Quelle: Spiegel online)
1945 ist dieser Tage immerhin seit 60 Jahren vorbei, aber manche lernen es nie ...

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Mittwoch, 27. Juli 2005
Zeitvertreib
Eigentlich sollte man ja froh sein, wenn man Zeit hat; meistens ist es ja eher so, dass man zu wenig Zeit hat, im Extrem hat man gar keine Zeit. Warum sollte man also die Zeit sich vertreiben?

Und dennoch:
Mancher Zeitvertreib macht einfach Spaß, so auch Planarity, ein einfaches online-Spiel, bei dem der Autor immer irgendwo, spätestens bei Level 10 12 hängenbleibt ...

Der Autor empfiehlt, sich eine Strategie zuzulegen und nicht einfach draufloszuprobieren - und Varzil hält das für Klugscheißerei, solange man keine taugliche Strategie hat.

(Gefunden bei an argh.

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