Donnerstag, 16. Februar 2017
typisch deutsch und Tesla
Vorgestern hat ein deutscher Tesla-Fahrer sein Auto "geopfert", um damit ein Auto auf der Autobahn zu stoppen, dessen Fahrer anscheinend bewußtlos war. Der Eigentümer von Tesla, Egon Musk, hörte davon und versprach, dem Tesla-Fahrer seinen Schaden zu ersetzen (vgl. Muenchen.de)

Bemerkenswert ist die Kommentierung der Rettungsaktion durch David Tracy auf einer Fanseite für Autos:
It’s an act of total heroism. Not only did the Tesla driver have to sacrifice his own car (the newspaper says that his Tesla and the Passat suffered about 10,000 Euro in combined damage), but he had to do something that Germans are programmed from birth never to do: pass in the right lane—a crime right up there with theft, wasting good beer, and putting bacon on Jaegerschnitzel.
(Quelle: Jalopnik)
Mal sehen, was der Autor davon, was er von Geburt an einprogrammiert bekommen haben soll, niemals zu machen, schon gemacht hat:
  • rechts überholt: ja
  • Diebstahl: ja (Ladendiebstahl, seit langem verjährt)
  • gutes Bier weggeschüttet: nein (schal gewordenes Bier weggeschüttet: ja)
  • Schinken auf ein Jägerschnitzel gepackt: nein! Warum sollte man das machen?
Da waren die Eltern wohl "schlechte Programmierer"...

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Sonntag, 12. Februar 2017
Bundespräsident
Mit einer satten Mehrheit hat die Bundesversammlung Franz-Walter Steinmeier heute zum Bundespräsidenten gewählt.

Wer seine Rede nach der Wahl gehört hat: sie war ok. Wer aber die Begrüßung durch Norbert Lammert gehört hat, konnte den Eindruck nicht ganz unterdrücken, dass es da noch einen besseren gegeben hätte.

Nur mal so ein Höhepunkt:
Wer Abschottung anstelle von Weltoffenheit fordert und sich sprichwörtlich einmauert, wer statt auf Freihandel auf Protektionismus setzt und gegenüber dem Zusammenarbeiten der Staaten Isolationalismus predigt, wer damit zum Programm erklärt: Wir zuerst!, darf sich nicht wundern, wenn es ihm andere gleichtun – mit allen fatalen Nebenwirkungen für die internationalen Beziehungen, die uns aus dem 20. Jahrhundert bekannt sind.
(Quelle: Norbert Lammert )
Der Name "Trump" ist nicht gefallen und stand doch laut im Raum. Leider wollte Herr Lammert nicht Bundespräsident werden. Schade.

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Freitag, 10. Februar 2017
"Eier" hat er ja: Kachelmann
Kachelmann und Schwarzer - Katz und Hund. Frau Schwarzer hält einen Vortrag in der Kölner Uni zum Thema: "(Sexual)Gewalt gegen Frauen und Recht". Zum Abschluss eine Fragerunde:
...
Stimme von ganz hinten: "Vielen Dank, dass ich heute hier sein darf, ich hab' meinen Namen ganz oft gehört."

Schwarzer (mit zusammengekniffenen Augen ins Halbdunkel starrend): "Wer sind Sie denn, Lieber?"

Stimme von ganz hinten: "Jörg Kachelmann ist mein Name!"

Kachelmann trägt Lässiglook: Jeansjacke, Schal, die Haare sagen Wind von Nordnordost voraus. Er adressiert den Saal, jovialer Tonfall, große Geste, es ist ein bisschen wie früher vor der "Tagesschau". Er sagt: "Meine Damen und Herren."

Das Publikum ist zu 70 Prozent weiblich, zu 80 Prozent studentisch und zu schätzungsweise 98 Prozent frauenbewegt. Es hat ihn, den Weatherman, im Affekt der Überraschung mit Jubel empfangen, empfindet ihn jetzt aber doch als Partycrasher.

Das Publikum buht.

Man muss Jörg Kachelmann nicht dringend mögen, um Folgendes zu konzedieren: Er hat 132 Tage in Untersuchungshaft verbracht, vor Gericht und der ganzen geilen Nation die Hosen runtergelassen, er verlor seinen Wetter-Vertrag mit der ARD, seine Firma Meteomedia und nahezu sein gesamtes Vermögen. Er wird diese Sache niemals wieder los.
..."
(Quelle: Tanja Rest in sueddeutsche.de)
Dass Herr Kachelmann sich in den Vortrag der Frau setzt, die als BILD-Reporterin ihn während seines Prozesses vorverurteilt hat, und sich dann zu Wort meldet: Respekt. Das muss man erst einmal bringen.

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Trump 2
Seit dem 20.01.2017 ist Donald Trump Präsident der USA, nach den dort geltenden Regeln in einer demokratischen Wahl gewählt.

Schon vorher und immer noch geht es in den Kommentaren zu Trump hoch her, in Europa und auch in den USA.

Nähert man sich der Kritik an Trump intellektuell, kann man viele Kritikpunkte nachvollziehen. Emotional hingegen gesehen haben die Wähler von Trump genau das bekommen, was man ihnen versprochen hat.

Demokratie: das war und ist keine Garantie dafür, dass der oder die beste gewinnt. Demokratie stellt allerdings sicher, dass die Mächtigen nach der ihnen zustehenden Amtszeit wieder verschwinden...

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