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Donnerstag, 8. September 2005
Irak-Krieg völkerrechtswidrig
varzil, 15:54h
Man könnte meinen, die SPD packe die Debatte aus dem Wahlkamp 2002 wieder aus der Mottenkiste aus:
Der Major hatte in zwei Fällen seine Mitarbeit im Dienstbetrieb unter Hinweis darauf verweigert, dass er eine indirekte Förderung des Irak-Krieges nicht ausschießen könne.
Hinweis:
Schade, dass die Politik das voraussichtlich wieder einmal ignoriert.
Bemerkenswert, dass die Bundeswehr den Soldaten zunächst einmal einer stationären psychiatrischen Untersuchung ("Klapsmühle" steht da tatsächlich S. 20 im Urteil) unterzogen hat.
Motto: wer eine eigene Meinung zu Recht und Gesetz hat, muss verrückt sein.
- "...Gegen den am 20. März 2003 von den USA und vom Vereinigten Königreich (UK) begonnenen Krieg gegen den Irak bestanden und bestehen gravierende rechtliche Bedenken im Hinblick auf das Gewaltverbot der UN-Charta und das sonstige geltende Völkerrecht. Für den Krieg konnten sich die Regierungen der USA und des UK weder auf sie ermächtigende Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates noch auf das in Art. 51 UN-Charta gewährleistete Selbstverteidigungsrecht stützen. ...
Der Major hatte in zwei Fällen seine Mitarbeit im Dienstbetrieb unter Hinweis darauf verweigert, dass er eine indirekte Förderung des Irak-Krieges nicht ausschießen könne.
Hinweis:
- Wer die 136 Seiten des Urteils nicht lesen mag, sei die Story bei Spiegel online empfohlen. Viel bleibt danach von der angeblich neutralen Einstellung Deutschlands im Irak-Krieg nicht übrig.
Schade, dass die Politik das voraussichtlich wieder einmal ignoriert.
Bemerkenswert, dass die Bundeswehr den Soldaten zunächst einmal einer stationären psychiatrischen Untersuchung ("Klapsmühle" steht da tatsächlich S. 20 im Urteil) unterzogen hat.
Motto: wer eine eigene Meinung zu Recht und Gesetz hat, muss verrückt sein.
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Mittwoch, 7. September 2005
Straßenmusik
varzil, 15:55h
Die Öffnung nach Osten hat für den westlichen Teil der Republik nur Nachteile die Gelegenheit gebracht, einen Solidarbeitrag zu leisten. Aber die Öffnung hat noch mehr Vorteile:
Seit 1990 gibt es kaum noch schlechte Straßenmusik! All die Petersburger, Kaliningrader, Moskauer Musikstudenten, die - wie heute Mittag auf dem Bonner Münsterplatz - mal eben die d-moll Toccata auf zwei Akkordeons herunterfetzen, lassen für den eine Blockflöte misshandelnden Penner mit Hund kaum noch Raum.
Varzil ergänzt:
Die Musiker aus dem Osten haben auch noch Spaß an ihrer Musik ...
Seit 1990 gibt es kaum noch schlechte Straßenmusik! All die Petersburger, Kaliningrader, Moskauer Musikstudenten, die - wie heute Mittag auf dem Bonner Münsterplatz - mal eben die d-moll Toccata auf zwei Akkordeons herunterfetzen, lassen für den eine Blockflöte misshandelnden Penner mit Hund kaum noch Raum.
Varzil ergänzt:
Die Musiker aus dem Osten haben auch noch Spaß an ihrer Musik ...
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Dienstag, 6. September 2005
GMail
varzil, 20:42h
Jetzt übertreiben sie es aber: 
Nach dem Einstieg des Autors bei Google Mail im Januar - es gab damals noch die in Deutschland inzwischen domainrechtlich nicht mehr verfügbaren gmail.com-Adressen - waren es zunächst 5 Einladungen, im April dannr 50 Einladungen, die man verschicken konnte. Jetzt sind es also 100 Einladungen ...
Wer auf dieser Welt hat Bedarf für 100 Einladungen? Und was kommt als nächste Stufe?
GMail ist ja ganz ok:
Nachtrag vom 26.10.2007
Inzwischen kann GMail nicht nur POP, sondern auch IMAP. Das passiert einfach so, ohne große Ankündigung. Man blättert in den Einstellungen des Accounts herum und liest auf einmal:

Nach dem Einstieg des Autors bei Google Mail im Januar - es gab damals noch die in Deutschland inzwischen domainrechtlich nicht mehr verfügbaren gmail.com-Adressen - waren es zunächst 5 Einladungen, im April dannr 50 Einladungen, die man verschicken konnte. Jetzt sind es also 100 Einladungen ...
Wer auf dieser Welt hat Bedarf für 100 Einladungen? Und was kommt als nächste Stufe?
GMail ist ja ganz ok:
- GMail kostet derzeit nix. Soll angeblich auch so bleiben.
- 2 GB werbefrei sind wirklich kein schlechtes Argument.
- Die Suche ist meist schnell und zielsicher und funktioniert wie bei Google sonst schon üblich,
- Die Oberfläche im Browser leuchtet unmittelbar ein, es gibt auch eine deutsche Oberfläche, allerdings sind die deutschen Hilfetexte doch noch etwas dünn (Stand Juli 2005),
- Man kann die E-Mails (auch automatisch) mit (selbstdefinierten) Tags versehen, und auch eine E-Mail mit mehreren Tags auszeichnen,
- das Importieren von Adressen geht problemlos.
- der Spam-Filter ist ziemlich effektiv (= 99 % zuverlässig).
- es gibt fast keine Probleme mit den Zeichensätzen - € ist €, ein § bleibt ein § usw.
- es gibt einen (passwortgeschützten) RSS-Feed für den E-Mail-Account.
- Gelegentlich ist GMail ziemlich langsam (so 1 x pro Woche)
- Man kann keine E-Mails von anderen E-Mail-Servern mit pop imap o.ä. durch GMail abholen. (Allerdings kann eine der web.de-Server sowohl POP als auch die gepopten E-Mails dann weiterleiten :-))
- Man kann die E-Mails nur nach dem Eingangsdatum sortieren, nicht aber nach Absender (das kann man aber wohl über die Suche kompensieren)
Nachtrag vom 26.10.2007
Inzwischen kann GMail nicht nur POP, sondern auch IMAP. Das passiert einfach so, ohne große Ankündigung. Man blättert in den Einstellungen des Accounts herum und liest auf einmal:
Forwarding and POP/IMAPFrüher stand da nur "Forwarding", seit geraumer Zeit steht da "Forwarding and POP", seit heute (letzte Woche stand das da jedenfalls noch nicht) ergänzt um "IMAP". Schön so. Außerdem hat das Postfach jetzt 3,4 GB Speicherplatz, davon sind (nach 2 Jahren) ca. 17 Prozent belegt...
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