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Montag, 10. Oktober 2005
Helfen - aber wie?
varzil, 16:30h
Schon bald nach dem Seebeben vor Indonesien hatte der Autor an der Sinnhaftigkeit der immensen hiesigen Hilfsprogramme gezweifelt.
Die Organisation "Internationales Rote Kreuz und Roter Halbmond" untersucht in Kapitel 4 des "World Desaster Report 2005" die Organisation des Hilfseinsatzes in Indonesien. (gefunden bei nja). Klar, dass angesichts von Naturkatastrophen nicht alles "nach Plan" gehen kann. Aber kann man aus Fehlern lernen?
Eine der Ursachen für eine fehlerhafte Koordinierung:
Schon das katastrophenerfahrene Mittelalter wußte:
"Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!"
Die Organisation "Internationales Rote Kreuz und Roter Halbmond" untersucht in Kapitel 4 des "World Desaster Report 2005" die Organisation des Hilfseinsatzes in Indonesien. (gefunden bei nja). Klar, dass angesichts von Naturkatastrophen nicht alles "nach Plan" gehen kann. Aber kann man aus Fehlern lernen?
Eine der Ursachen für eine fehlerhafte Koordinierung:
- "... At the root of coordination problems was one key factor: too much money. Nearly everyone could hire a helicopter or boat, make their own needs assessments and distributions... (Quelle: World Desaster Report 2005; Hervorhebung durch den Autor)
- "...The highly ‘visible’ health sector attracted the most agencies: 22 health NGOs were operating in one area on the west coast. Ten international field hospitals were set up in Banda Aceh, none of which worked at full capacity. There were too many surgeons. One UN witness in Meulaboh saw “20 surgeons competing for a single patient”. Yet midwives and nurses were in short supply....(Quelle: World Desaster Report 2005)
- "...Survivors are ‘victims’ dependent on external aid. After 30 years of armed insurrection, the Acehnese have developed considerable survival capacities. But rather than talk of local resilience – including the strength of extended families and the Islamic community – most media simply painted a picture of hopeless catastrophe and loss. Images of tented camps predominated, whereas most survivors sheltered with host families. Of 67 BBC reports on Aceh, self-reliance was scarcely mentioned more than three times. Only Indonesian media emphasized the courage and solidarity of the Acehnese.(Quelle: World Desaster Report 2005)
Schon das katastrophenerfahrene Mittelalter wußte:
"Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!"
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Samstag, 8. Oktober 2005
Grönemeyer
varzil, 16:21h
Grönemeyer:
Wenn man den Film „Das Boot“ sieht, fragt der Autor sich, warum da ein Pop-Sänger mitmimt. Und spätestens, wenn man den Song „Bochum“ hört, fragt er sich, warum wieder einmal ein Schauspieler versucht zu singen.
Und seit dem vergangenen Donnerstag fragt er sich auch, warum Grönemeyer ausgerechnet ein „european hero“ ist und es zum Titelbild, zumindest in Deutschland, gebracht hat. (Donnerstags kommt das TIME-Magazin in der Papier-Version ins Haus, mit Grönemeyer auf dem Titel - offenbar macht Time Europe je nach Region ein anderes Titelbild). Der Artikel in der Papierausgabe, für den „Theunis Bates“ und „Regine Wosnitza“ verantwortlich zeichnen, bezeichnet Grönemeyer als jemanden, der die deutsche „popular culture“ seit fast 25 jahren „dominiert“. Grönemeyer wird als „musician“ und „rock star“ bezeichnet, der eine Reihe von wichtigen Initiativen begründet habe, so z.B. eine Anti-FCKW-Kampagne, „ich bin ein Ausländer“, „Deine Stimme gegen Armut“ etc. - Ausführlich wird beschrieben, dass er mit mehreren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens durch einen Offenen Brief Gerhard Schröder veranlasst habe, seine ablehnende Einstellung zum Schuldenerlass durch die G8 aufzugeben.
An dem Autor, der sich redlich bemüht, den Hauptsträngen der gesellschaftlichen Bewegungen in Deutschland auf der Spur zu bleiben, sind diese Initiativen zum größten Teil vorbei gegangen, noch seltener erinnert er sich an eine Beteiligung von Herbert Grönemeyer.
Er erinnert sich an „Bochum“, „Boot“ und „Mensch“, eine CD, mit der Grönemeyer auch bei vielen Menschen beliebt machte, die von einem Sänger etwas mehr als schlichte Blues-Schemata und „Herz-Schmerz“-Texte erwarten. Und der Autor erinnert sich noch weiter:
Auf den Autogramm-Wunsch eines Teenies etwa 1985 in Bad Honnef reagierte Grönemeyer mit der Frage:
Wenn man den Film „Das Boot“ sieht, fragt der Autor sich, warum da ein Pop-Sänger mitmimt. Und spätestens, wenn man den Song „Bochum“ hört, fragt er sich, warum wieder einmal ein Schauspieler versucht zu singen.
Und seit dem vergangenen Donnerstag fragt er sich auch, warum Grönemeyer ausgerechnet ein „european hero“ ist und es zum Titelbild, zumindest in Deutschland, gebracht hat. (Donnerstags kommt das TIME-Magazin in der Papier-Version ins Haus, mit Grönemeyer auf dem Titel - offenbar macht Time Europe je nach Region ein anderes Titelbild). Der Artikel in der Papierausgabe, für den „Theunis Bates“ und „Regine Wosnitza“ verantwortlich zeichnen, bezeichnet Grönemeyer als jemanden, der die deutsche „popular culture“ seit fast 25 jahren „dominiert“. Grönemeyer wird als „musician“ und „rock star“ bezeichnet, der eine Reihe von wichtigen Initiativen begründet habe, so z.B. eine Anti-FCKW-Kampagne, „ich bin ein Ausländer“, „Deine Stimme gegen Armut“ etc. - Ausführlich wird beschrieben, dass er mit mehreren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens durch einen Offenen Brief Gerhard Schröder veranlasst habe, seine ablehnende Einstellung zum Schuldenerlass durch die G8 aufzugeben.
An dem Autor, der sich redlich bemüht, den Hauptsträngen der gesellschaftlichen Bewegungen in Deutschland auf der Spur zu bleiben, sind diese Initiativen zum größten Teil vorbei gegangen, noch seltener erinnert er sich an eine Beteiligung von Herbert Grönemeyer.
Er erinnert sich an „Bochum“, „Boot“ und „Mensch“, eine CD, mit der Grönemeyer auch bei vielen Menschen beliebt machte, die von einem Sänger etwas mehr als schlichte Blues-Schemata und „Herz-Schmerz“-Texte erwarten. Und der Autor erinnert sich noch weiter:
Auf den Autogramm-Wunsch eines Teenies etwa 1985 in Bad Honnef reagierte Grönemeyer mit der Frage:
- „Was soll ich denn schreiben?“ -
Antwort des Teenies: „'was Nettes!“
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Freitag, 7. Oktober 2005
Autofah'n
varzil, 14:18h
Wenn man so mit 100 - 110 km pro Stunde über deutsche Autobahnen fährt, erlebt man mehreres:
Eine Tankfüllung hält fast 100 km länger, als wenn man mit 130 bis 140 unterwegs ist.
Benzin ist offenbar noch nicht teuer genug...
- Es gibt kaum PKWs, die man überholen müsste.
- Es gibt viele PKWs, die einen überholen, zum Teil ungefähr doppelt so schnell wie man selbst.
- Es gibt eine Reihe von Kleinlastern, die mit geschätzten 140 bis 160 Sachen an einem vorbeirauschen.
- Auch im angeblich so "armen" Osten Deutschlands brettert das Volk genauso hemmungslos wie im Westen.
Eine Tankfüllung hält fast 100 km länger, als wenn man mit 130 bis 140 unterwegs ist.
Benzin ist offenbar noch nicht teuer genug...
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