Freitag, 21. Oktober 2005
Dinge, die die Welt nicht braucht
Nach Murphys Gesetz (Link zur Wikipedia) geht alles, was schief gehen kann, irgend wann einmal schief.

Ob man das als Gesetzmäßigkeit akzeptiert oder ob man dagegen ankämpfen kann, - wenn ja, wie -, nimmt momentan die Aufmerksamkeit des Autors in Anspruch.

Daher ist hier erst einmal Pause.

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Donnerstag, 20. Oktober 2005
Boa in Manchester
Das Zusammenleben von Mensch und Tier nimmt bisweilen eigenartige Formen an. Und bislang hatte der Autor es zu den neuen Legenden gezählt: zum Beispiel die Geschichte vom Krokodil im Kanal, die bis in die Wikipedia als "urban legend" vorgedrungen ist. Besser noch klingt das, was jetzt in Manchester sich als Realität herausstellte:
    "Zwei Monate lang wurden die Mieter eines Hauses in Manchester von den Behörden nur belächelt. Aus den Kloschüsseln blicke ihnen immer wieder eine Boa constrictor entgegen, behaupteten die irritierten Bewohner. Erst als sie die Würgeschlange eigenhändig einfingen, glaubte ihnen die Polizei.
    ...
    Zwei Monate lange hatten die Hausbewohner immer wieder Feuerwehr und Polizei alarmiert, wenn die Schlange kurz gesehen wurde. Aus Angst deckten viele ihre Toilettendeckel mit Steinen und Sandsäcken ab. Schließlich fand ein Hausbewohner das Ungetüm auf dem Fußboden vor seiner Badewanne. Der mutige 19-Jährige hielt der Boa einen verschließbaren Behälter hin, und sie schlängelte sich bereitwillig hinein. (Quelle: Spiegel online)
Jetzt muss nur noch die Schwarze Witwe in der Yukka-Palme auftauchen - Märchen werden wahr. Und wer lieber einem Foto glaubt, auch das gibt es bei der BBC.com

Varzil glaubt eher, dass da in Manchester weiter an der erwähnten Legende gestrickt wird. ...

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Dienstag, 18. Oktober 2005
Der Defensiv-Minister
Wir kriegen ein neues Kabinett, u.a. einen neuen Verteidungsminister namens Franz Josef Jung. Der Autor kannte ihn bislang nicht. Gerne liest er daher unter dem Titel "Koch-Kunst" in der FAZ.net einen Artikel über den "Neuen".

Folgenden Satz daraus muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen:
    [Grundtendenz: ein treuer Parteisoldat von Roland Koch]...... Bei den Ermittlungen in der CDU-Finanzaffäre waren Punkte erkennbar geworden, die die Schlußfolgerung als nicht abwegig erscheinen ließen, Jung habe von den geheimen Auslandskonten im Gegensatz zu seinen wiederholten Behauptungen doch etwas gewußt, wissen müssen..."(Quelle: FAZ.net)
Also noch mal zum Mitdenken:
  • Es sind "Punkte erkennbar geworden".
  • Diese lassen eine Schlussfolgerung "als nicht abwegig" erscheinen.
  • Die Schlussfolgerung hat zum Thema, dass Jung etwas von den Auslandskonten gewußt habe oder habe wissen müssen.
Ob dieser Satz nun aus dem Schatzkämmerlein der Textbausteine des Justiziars der FAZ stamm oder ob schon Günter Mick, der Autor des Artikels, selbst sich da in salvatorischen Salbadereien ergeht:
Was der Leser versteht, ist doch doch folgendes: Jung hatte Dreck am Stecken.

Dass er jetzt ministrabel ist, beweist, welche Voraussetzungen heute für den Job eines Verteidigungsministers gefragt sind.

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