Wer am internationalen Frauentag
schreibt nicht das, was er grad mag,
sondern allgemein was über Frauen,
kann man ziemlich gut drauf bauen,
dass dann alle schlauen Frauen
Männer nur noch "eit'le Pfauen"
nennen und sie in die Pfanne hauen.
Wollen all die rauen Pfauen
am Frauentag es nicht versauen,
runzeln sie erst ihre Brauen,
schenken dann all ihren Frauen
rote Rosen - keine blauen!
Bloß kann man die im März nicht klauen,
beginnt’s doch gerade erst zu tauen.
Doch die alten Muttersauen
suhlen sich in deutschen Gauen
friedlich in des Waldes Morgengrauen
Und bei ganz genauem Schauen stauen
sich die Frauen, die schlauen und die flauen,
beim Sauen-Schau’n im Morgengrau’n.
Drum hier der Rat zum Tag der Frauen:
Wenn die Frau’n sich trau’n, Sauen zu schauen,
dann lass’ sie sich beim Trauen hauen,
sofern sie sich zu hauen trauen.
DU kannst Dir Dein Bierchen brauen!
... link (0 Kommentare) ... comment ...bereits 594 x gelesen
- "...Dieser Zwiespalt von Musizieroper und Thriller, von strengstem musikalischen Handwerk und und exzessiver Handlung wird in der Bonner Premiere durch Erich Wächter und das gut aufgelegte Beethoven Orchester auf frappierende Weise aufgehoben.
Da hat man es mit einer schlagkräftigen, stürmischen, zumeist vorantreibenden Bühnenmusik zu tun, die den Geist der 20er Jahre atmet, die, fetzig und lakonisch, durchweg über die 90 pausenlosen Aufführungsminuten zu fesseln vermag, auch in ihren fein austarierten lyrischen Episoden.
"Cardillac" kennt zwei Hauptfiguren: den Goldschmied und die Menge, das Individuum und die Masse. Es ist ein faszinierender Zweikampf: Andreas Scheibner bewältigt sein Rollen-Debüt als Cardillac trotz (der am Ende hörbaren) Indisposition mit Intelligenz und vokaler Intensität; der von Sibylle Wagner vorbereitete Chor ist an Präsenz und Ausdrucksstärke schwerlich zu übertreffen.
(Quelle: Ulrich Bumann am 7.3.2006 in Bonner Generalanzeiger)
(Bild bei Theater Bonn)Nur:
die Musik berührt einen ähnlich flach wie die Musik zu einem Hitchcock-Film: sie ist ständig präsent, nie langweilig, gelegentlich mitreißend, machmal schön. Und sie ist mit Ausnahme des ersten und letzten Akkords durchweg atonal. Resultat: die Aufführenden sind von der Musik fasziniert, die Fans moderner Oper sind begeistert, und der Durchschnittszuschauer bleibt unberührt.
Und da es durchweg düster ist und die Bonner Oper auf eine Pause verzichtet, blickt man erst hinterher gründlicher in das Programmheft. Und o Wunder: das Programmheft ist lesenswert: neben einer knappen Inhaltsangabe gibt es etliches zum Werk.
Phänomenal und vielleicht auch eine Erklärung, warum das eigentlich spannende Geschehen einen nicht berührt:
Hindemith hatte seinerzeit (1926) offenbar Schwierigkeiten, für seine Opernmusik ein Libretto zu finden. Die Musik war wohl weitgehend fertig, nur der Stoff fehlte...
- "...Wie aus Briefen Hindemiths hervorgeht, hatte er Schwierigkeiten, den richtigen Librettisten, beziehungsweise den passenden Stoff für seine Oper zu finden. ...
(Quelle: Jan-Philipp Possmann in Hausarbeiten.de)
Varzil vermutet hingegen eher, dass der Autor einfach voreingenommen ist gegenüber atonaler Musik...
... link (0 Kommentare) ... comment ...bereits 1035 x gelesen
CeBIT wird nicht nur der Heise-Newsticker zunehmend mit Messe-News verseucht (aktueller Stand: 6 von 31 Nachrichten sind mit "CeBIT" markiert). Auch
Focus und Co. schwelgen im Messe-Fieber.
Und während man dem elektronischen Reklame-Müll beherzt mit der Löschtaste zu Leibe rücken kann, müllen einen die IT-Firmen auch postalisch und mit Flyern in Zeitungen und Zeitschriften zu.
Manchmal glitzert einem dabei etwas wunderschön Katzengoldiges an:
Da gibt es z.B. den papiernen Newsletter 1/2006 der
Fa. DORMA. Den Link braucht man nicht anzuklicken, den aktuellen Newsletter gibt es offenbar nicht online: die Aktualität endet im August 2005.
In der Papierfassung des Newsletters wird eine alte Geschichte aufgewärmt, die sich einfach nett liest, solange man nicht darüber nachdenkt und an seinen Vorurteilen gegenüber dem us-amerikanischen Rechtssystem festhält:
- "In Charlotte, NC, kaufte ein Rechtsanwalt eine Kiste mit sehr seltenen und sehr teuren Zigarren und versicherte diese dann - unter anderem gegen Feuerschaden. Über die nächsten Monate rauchte er die Zigarren vollständig auf und forderte die Versicherung auf, den Schaden zu ersetzen - die erste Prämienzahlung war noch nicht einmal erbracht. In seinem Anspruchsschreiben führte der Anwalt aus, dass die Zigarren durch "eine Serie kleiner Feuerschäden" vernichtet worden seien.
Die Versicherung weigerte sich zu bezahlen mit der einleuchtenden Argumentation, dass er die Zigarren bestimmungsgemäß verbraucht habe.
Der Rechtsanwalt klagte... und gewann!
Das Gericht stimmte mit der Versicherung überein, dass der Anspruch unverschämt sei, doch ergab sich aus der Versicherungspolice, dass die Zigarren gegen jede Art von Feuer versichert seien und Haftungsausschlüsse nicht bestünden. Folglich müsse die Versicherung bezahlen, was sie selbst vereinbart habe. Statt ein langes und teures Berufungsverfahren anzustreben, akzeptierte die Versicherung das Urteil und bezahlte 15.000$ an den Rechtsanwalt, der seine Zigarren in den zahlreichen "Feuerschäden" verloren hatte.
Nachdem der Anwalt den Scheck der Versicherung eingelöst hatte, wurde er auf deren Antrag wegen 24 Fällen von Brandstiftung verhaftet! Unter Hinweis auf seine zivilrechtliche Klage und seine Angaben vor Gericht wurde er zu 24 Monaten Freiheitsstrafe (ohne Bewährung!) und 24.000$ Geldstrafe verurteilt.
(Quelle: wie gesagt der papierne Newsletter der Fa, Dorma. Außerdem steht die Geschichte natürlich anderswo als modernes Märchen schon lange im Netz z.B. bei www.hoaxbusters.de mit einem Verweis auf diverse englische Versionen)
Vermutlich wieder ein Fall von akuter CeBITitis: Hauptsache schwarzes Hochglanzpapier, und wenn der Nachrichtengehalt des Newsletters gegen Null geht: egal, wir haben drüber gelacht.
... link (0 Kommentare) ... comment ...bereits 1021 x gelesen

