Montag, 3. April 2006
Todesanzeige vom 1.4.: Gott ist tot?
Satzbau und Zeilenumbruch können den zweifelnden Christen schon mal in die Irre führen:
    Ausschnitt aus Todesanzeige

    (Quelle: Ausschnitt aus einer Todesanzeige in der Süddeutschen Zeitung vom 1.4.2006, S. 42 Deutschlandausgabe)

Gut zu wissen, dass Gott ein langes und erfülltes Leben hinter sich hat und auch jetzt für die Zeit "danach" noch jemand zu sich rufen konnte.

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Freitag, 31. März 2006
Randale in Neukölln
Das klingt ungut, was da gestern und heute durch die Medien ging. Fremdartig klingt es aber nicht:
    ...
    An der Rütli-Schule scheint das Problem besonders drastisch zu sein: „Die Araber haben das Sagen und unterdrücken die Türken“, berichtet eine ehemalige Lehrerin im „Tagesspiegel“. Sie habe das Gefühl, an der Schule würden „Kriminelle und Terroristen“ großgezogen.

    Rund 80 Prozent an der Rütli-Schule sind ausländischer Herkunft....Türen werden eingetreten, Papierkörbe als Fußbälle missbraucht und Knallkörper gezündet. Einige Pädagogen gehen nur noch mit Handy in bestimmte Klassen, damit sie notfalls schnell Hilfe holen können.
    ...
    (Quelle: süddeutsche online)
Die Dimension verschreckt, aber das Prinzip "Angst und Schrecken verbreiten" kennt man auch aus anderen Bundesländern und von anderen Schulen.

Schon in den 80er-Jahren erzählte eine Hauptschullehrerin von einer Kollegin, die über einen längeren Zeitraum während des Unterrichts immer wieder in einen Klassenschrank eingesperrt wurde, wenn sie nicht "spurte".
[Ergänzung vom 3.4.: Zur Klarstellung: die 80er-Jahre-Story ereignete sich in einem kleineren Städtchen der Voreifel mit einer eindeutig und nahezu ausschließlich deutschen Bevölkerung.]

Varzil fragt sich, was bei den Kindern und Jugendlichen alles schief gelaufen sein muss, dass sich eine derartige Agressivität auf Schule und Lehrer entwickeln konnte.

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Donnerstag, 30. März 2006
Bonn: picobello Rechtschreibung
Der Autor hatte es erst für einen Fake oder einen einmaligen Ausrutscher auf irgendeinem Prospekt gehalten: Wie gesagt: das Bild allein ist es nicht, und man muss schon zweimal hingucken, bis einem auffällt, was da nicht so richtig picobello ist. Und wenn man es entdeckt hat, hofft der gebürtige Bonner, dass das eigentlich doch nur irgendwo jotwedeh, da hinter Limperich beispielsweise oder so, auf jeden Fall aber ein dusseliger Einzelfall sein möge. Aber weit gefehlt:

Gestern Abend am Bahnhof gab es mehrere Plakate davon zu sehen, schön groß, bunt und alle schreiben "raümen". Und das steht so auch auf der Homepage der Stadt Bonn , unten rechts bei den bunten Bildchen. Man glaubt es nicht, aber schaut und staunt (verlinktes Bild rechts)!

Ein berufener Mund fragte Varzil, ob das vielleicht Absicht sei. Da kann man nur noch zurückfragen: "wessen Absicht?"

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