Dienstag, 11. April 2006
Tarantelnebel
Eigentlich eine Wolfsspinnenart, ist die Tarantel auch Namensgeber für einen Sternennebel:
    "April 7, 2006—This leggy beauty harbors more than 200 massive stars in her brood. And there's more to come—new stars appear to be popping out all over this thousand-light-year-wide star nursery.

    Released today by the European Southern Observatory, this image emphasizes the Tarantula Nebula's luminosity and spidery shape—both whipped into being by the intense radiation and winds of the superhot star cluster at the picture's center.

    At 170,000 light-years away, the nebula hangs above one of the closest galaxies to our own. Though near enough, big enough, and bright enough to be seen with the naked eye, the Tarantula Nebula looks best through a large telescope—in this case, the Very Large Telescope, actually a cluster of four 8-meter-wide (26-foot-wide) telescopes in the Chile's Atacama Desert.
    (Quelle: National Geographic)
Zunächst einfach ein schönes Foto, dann aber auch ein eindrucksvoller Hinweis auf die Leistungsfähigkeit des Teleskops in der Atacama (Chile).

Vorher sahen die Fotos vom Tarantelnebel nämlich ungefähr so aus: (Foto der Wikipedia).

Und damit man es vergleichen kann, hier ein Foto einer Tarantel, ebenfalls aus der Wikipedia

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Montag, 10. April 2006
Killer-BILD
Wenn man morgens die Überschriften der deutsche Boulevard-Presse an den roten Verkaufskästen mustert, ahnt man, woher die vielbeklagte Brutalisierung insbesondere der bildungsfernen Schichten kommen könnte:

Am Samstag (8.4.2006) in BILD:
    Klinsi killt King Kahn

Und heute Morgen (10.4.2006):
    Und Killer-Klinsi schon wieder in den USA

(Quelle: SamstagsBild online nicht gefunden; das zweite (Montags-)Bild gibt es bei Bild.de)

Nur zur Erinnerung:
Jürgen Klinsmann (BILD:"Klinsi") ist zur Zeit DFB-Bundestrainer, bleibt es auch wenigstens bis zur WM, und entgegen den Überschriften lebt Oliver Kahn, auch wenn Bayern am Samstag in Bremen 0:3 verloren hat.

Die BILD-Zeitung nennt Klinsmann einen Killer, weil Klinsmann Jens Lehmann zum Torhüter der National-Elf gemacht hat und Kahn nur noch Reservetorhüter ist. Klinsmann hat also seinen Job gemacht, mehr nicht.

Ganz deutlich und zum Mitschreiben:
Klinsmann hat Kahn nicht umgebracht - auch wenn der sich möglicherweise gerne totstellen würde, wenn es denn ginge.

Varzil meint, es ginge ja auch anders, z.B. wie in der Überschrift der EXPRESS von Sonntag:
    Kölle 3:0, olé!
    Kahn 0:3, o je!

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Freitag, 7. April 2006
keine Erinnerungen an frühere Elbehochwasser
Wer sich nach dem Blick auf das Geburtsdatum in seinem Pass eher zu den Älteren rechnen muss, wird sich in den letzten Jahren das eine (2002) oder das andere Mal (2006) gefragt haben, warum er keine Elbehochwasser aus der Zeit der DDR in Erinnerung hat.

(Bild von www.planeterde.de)

Offenbar hat sich das die FAZ auch gefragt:
    "... Ein Grund dafür, weshalb Elbfluten in unserer Zeit als außergewöhnliche Ereignisse erlebt werden, mag darin liegen, daß es im 20. Jahrhundert eine lange Phase ohne besonders hohe Pegelstände gegeben hat - eine Phase, die fast Deckungsgleich mit dem Bestehen der DDR ist.

    (Quelle: Papierausgabe der FAZ von heute, 7.4.2006, S. 4)
Nun darf man rätseln: Liegt das daran, dass die Braunkohletagebauten den Grundwasserspiegel so massiv abgesenkt hatten? Oder daran, dass zu Zeiten des Kommunismus alles, also auch das Wetter, besser war? Oder hatte die DDR einfach Glück?

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