Montag, 24. April 2006
Zurück in die Urlaubsplanung
Zurück aus dem urloup kommen die kleinen Alltagsproblemchen unerwartet schnell auf einen zu.

Zunächst fehlt morgens die heißgeliebte Tageszeitung. Und dann lernt man nach einigen Telefonaten mit dem Aboservice nachmittags eher zufällig, dass der Bote die Zeitung beim Nachbarn in den Briefkasten gesteckt hat. Alles also ok, nur der Frühstückskaffee ohne Zeitung mochte nicht so recht schmecken.

Weiter im Tag: Kind Zwei
    (Exkurs:
    die Nummerierung der eigenen Kinder ist zwar nicht schön, aber ungemein praktisch, weil a) anonym und b) trotzdem individualisiert - abgekuckt bei Sopran
    )
plant eine Reise in die USA zu Tante und Onkel in Detroit. Seit Monaten. Viele Überlegungen wurden angestellt, E-Mails geschrieben und Telefonate geführt. Vorhin dann bei der Buchung eines Flugs fragt der freundliche Herr vom Reisebüro, ob das Kind einen "roten" Pass habe. So wie links sähe er aus (Bild der Bundeszentrale für politische Bildung).

Sowas hat die Zwei natürlich nicht (- wieso auch, ist ja gerade erst 16 Jährchen alt).

Da hat man sich also wochen- und monatelang über biometrische Merkmale in Pässen und Ausweisen theoretische Gedanken gemacht, die USA im allgemeinen und speziellen sonstwohin verwünscht und die alte und die amtierende Bundesregierung gleich mit. Theoretisch weiß man alles (besser) und praktisch steht man dann ohne Pass am Flughafen.

Die Stadt Bonn verspricht an mehreren Stellen ihrer bemerkenswerten Internet-Präsenz Abhilfe, allerdings mit unterschiedlichem Inhalt:
    [In der Sparte Reisepass]
    "Die Fertigstellung des Reisepasses durch die Bundesdruckerei in Berlin dauert ca. vier bis sechs Wochen."
    (Quelle: Stichwort Reisepass bei www.bonn.de)
Bei einem vorgesehenen Abflugtermin am 4.7.2006 könnte das noch gut klappen.

Glaubt man aber der Bürgerservice-Info-/Startseite, liest man dort:
    "Achtung Ferien: Gültigkeit der Reisepapiere jetzt prüfen

    Koffer gepackt und Reisepass ungültig? Das Bürgeramt der Stadt empfiehlt, schon jetzt alle Reisedokumente zu prüfen. Neue Dokumente müssen zwei bis drei Monate vor Reisebeginn beantragt werden.
    (Quelle:Übersichtsseite Bürgerdienste der Stadt Bonn)
"2 bis 3 Monate", also rund doppelt so lang, wie die Bundesdruckerei zum Herstellen braucht: das könnte eng werden bis zum 4. Juli.

Die (geschiedenen) Eltern müssen eine Sorgerechtsentscheidung beibringen und persönlich erscheinen oder zumíndest eine Vollmacht mit Personalausweiskopie vorlegen, bei Namensverschiedenheiten eventuell auch eine Geburtsurkunde. Die Zwei verspricht, derweil schon 'mal nach einem Passbild zu suchen.

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Samstag, 15. April 2006
zu Ostern wird gerettet
Unsere Boulevard-Zeitungen retten, was das Zeug hält.

Im Express rettet eine Katze den raren deutschen Nachwuchs:
    Kater Möhre rettet Baby

    (Quelle: Express)
Das Retten eines Babys dürfte so grade mit den Kräften eines deutschen Durchschnittskaters zu schaffen sein.

Und in BILD? In BILD wird nicht weniger als gleich die ganze Menschheit gerettet:
Dann ist ja alles gerettet - es kann Ostern werden. Varzils Dank gilt den Schlagzeilen in den roten Verkaufskästen der Boulevard-Blätter: nun kann er sich richtig auf Ostern freuen - bis vorhin hatte er ja doch sich einige Sorgen um die deutschen Babys und die Menschheit insgesamt gemacht.

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Donnerstag, 13. April 2006
Urlaub
    Urlaub ist die Zeit, die der Arbeitnehmer von seinem Arbeitsplatz mit der Genehmigung des Arbeitgebers fernbleiben kann. Dabei gibt es bezahlten oder unbezahlten Urlaub. Er soll der Erholung dienen.

    Das Wort Urlaub kommt vom Altmitteldeutschen Wort für „Erlaubnis“. So fragten im frühen Mittelalter Ritter ihren Lehnsherren um urloup, also „Urlaub“, um in eine Schlacht zu ziehen.
    (Quelle: wikipedia)
Der Autor hat "urloup" und der Arbeitgeber hat es genehmigt.

Eine Woche mit 4 halbwüchsigen Töchtern, den besten Töchtern der Welt, unterwegs - da werden altmitteldeutsche Erinnerungen wach:

Auf in die Schlacht!

Auf ein Weiterbloggen nach dem 23. April ...

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