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Donnerstag, 2. November 2006
Bargeld = Bröselgeld?
varzil, 17:57h
Eigentlich ein Gefühl, das jeder kennt: das Geld zerrinnt einem unter den Fingern! Und in diesem Fall sogar ganz wörtlich:
- "...Für den mysteriösen Zerfall von rund tausend Euro-Geldscheinen, die in der Hand ihrer Besitzer einfach zerbröselten, scheint es keine Erklärung zu geben, die logisch wäre. Das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz hat im Laufe der jetzt bekannt gewordenen Ermittlungen ein Gutachten dazu erstellt. Dabei sei die Behörde zu dem Schluss gekommen, dass die zerstörten Banknoten mit Schwefelsäure in Kontakt gekommen seien, sagte eine Sprecherin des LKA in Mainz.
(Quelle: Spiegel online, ähnlich auch netzeitung)
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Mittwoch, 1. November 2006
Allerheiligen
varzil, 16:43h
Das ist einer der etwas entlegeneren Feiertage - ähnlich wie bei Pfingsten: man weiß nicht so genau etwas damit anzufangen:
Allerheiligen heute:
Heute im Altenberger Dom begegnete einem wieder diese alte Westkirche: Es gab ein gregori- anisches Choralamt einschließlich der Litanei aller Heiligen, gesungen von der Schola Cantorum Coloniensis und mit einem Pastor, der singen konnte, sowie mit einer nach Hunderten zählenden Gemeinde, die sich mit dem Auffinden der lateinischen Texte und Melodien im Gotteslob mindestens so schwer tat wie der Organist mit dem Einblenden der richtiigen Lied-Nummern.
Apropos Orgel: Auch wenn er die Lied-Nummern spät einblendete, das Schlußstück, sozusagen der Rausschmeißer, war ein "Finale furioso" mit allem, was die Altenberger Dom-Orgel bieten konnte - Gänsehaut inklusive.
Damit es aber nicht zu profan wird: Die Predigt nahm auch auf das aktuell vorgelesene Evangelium Bezug (Heilige: das sind die, von denen es heißt: "Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich." (Matth. 5,3), war erfreulich kurz und ging außerdem auch noch auf Halloween ein:
Die Schola hat zu Allerheiligen anständig gesungen - für morgens um 10:30 Uhr kann man ein gelegentliches Absacken um einen Viertel-Ton durchaus akzeptieren, zumal man das Gefühl vermittelt bekam, dass sie wussten, was sie sangen.
Ansonten: großer Bahnhof: Neben den 15 Sängern der Schola gab es 12 Messdiener und 6 andere Gottesdiensthelfer, viel Weihrauch und einen Altenberger Dom, der sich endlich nicht mehr als permanente Baustelle präsentierte.
- "...Das Fest wurde eingeführt, da es unmöglich war, jeden Heiligen an einem besonderen Tag zu feiern.
Jährliche Gedenktage für Verstorbene – ob Märtyrer, Heilige oder „Normalsterbliche“ – gab es bereits im antiken Christentum.
In den östlichen Kirchen finden sich seit Anfang des 4. Jahrhunderts dann ausdrücklich Allerheiligenfeste, die allerdings als „Herrentag aller Heiligen“ am 1. Sonntag nach Pfingsten gefeiert wurden.
(Quelle: Wikipedia zu Allerheiligen, (Pantheon-Bild bei www.uni-erlangen.de))
- "Papst Gregor III. weihte schließlich eine Kapelle in der Basilika St. Peter allen Heiligen und legte daher für die Stadt Rom den Feiertag auf den 1. November.
Ende des 8. Jahrhunderts begann man an diesem Tag dieses Fest vor allem auch in Frankreich zu feiern. Allmählich verbreitete sich in der gesamten Westkirche der 1. November. ..."
(Quelle: Wikipedia zu Allerheiligen)
Allerheiligen heute:Heute im Altenberger Dom begegnete einem wieder diese alte Westkirche: Es gab ein gregori- anisches Choralamt einschließlich der Litanei aller Heiligen, gesungen von der Schola Cantorum Coloniensis und mit einem Pastor, der singen konnte, sowie mit einer nach Hunderten zählenden Gemeinde, die sich mit dem Auffinden der lateinischen Texte und Melodien im Gotteslob mindestens so schwer tat wie der Organist mit dem Einblenden der richtiigen Lied-Nummern.
Apropos Orgel: Auch wenn er die Lied-Nummern spät einblendete, das Schlußstück, sozusagen der Rausschmeißer, war ein "Finale furioso" mit allem, was die Altenberger Dom-Orgel bieten konnte - Gänsehaut inklusive.
Damit es aber nicht zu profan wird: Die Predigt nahm auch auf das aktuell vorgelesene Evangelium Bezug (Heilige: das sind die, von denen es heißt: "Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich." (Matth. 5,3), war erfreulich kurz und ging außerdem auch noch auf Halloween ein:
- Als Halloween wird die Feier des Vorabends vom Allerheiligenfest in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November bezeichnet, die vor allem in Irland und Nordamerika traditionell gefeiert wird. Am gleichen Termin wurde zuvor bereits das alte keltische Fest Samhain gefeiert. Daher glauben einige, dass Halloween auf irisches oder gar keltisches Brauchtum zurückgeht. Diese Herleitung ist jedoch umstritten. Das Wort "Halloween" jedenfalls geht auf das Wort "All Hallow's Eve" (Vorabend von Allerheiligen) zurück....
(Quelle: Wikipedia zu Halloween)
Die Schola hat zu Allerheiligen anständig gesungen - für morgens um 10:30 Uhr kann man ein gelegentliches Absacken um einen Viertel-Ton durchaus akzeptieren, zumal man das Gefühl vermittelt bekam, dass sie wussten, was sie sangen.
Ansonten: großer Bahnhof: Neben den 15 Sängern der Schola gab es 12 Messdiener und 6 andere Gottesdiensthelfer, viel Weihrauch und einen Altenberger Dom, der sich endlich nicht mehr als permanente Baustelle präsentierte.
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Dienstag, 31. Oktober 2006
SLED
varzil, 19:09h
Irgendwann wird man ja doch mal neugierig.

Novell hat den Suse Linux Enterprise Desktop (SLED 10) veröffentlicht. Man kann ihn kaufen, man kann ihn aber auch ausprobieren, ohne Geld hinlegen zu müssen (Evaluierungs-Download). Man kriegt eine ziemlich ausgereifte SUSE Linux Distribution mit so ziemlich allem, was man im Büroalltag braucht.
Und dafür, dass es "für umme" ist, ist das, was sich jetzt nach zwei Test-Tagen auf einem immerhin drei Jahre alten Notebook in einer Büro-Umgebung zeigt, schon ganz erstaunlich. Aber der Reihe nach hier die wesentlichen Eindrücke:
Eine echte Empfehlung zum Ausprobieren, aber nur, wenn man eine gute Internet-Anbindung hat und wenn man einen zweiten Rechner zur Verfügung hat, um gegebenenfalls recherchieren zu können, warum das nicht funktioniert, was man gerne funktionierend haben würde.
"oh what fun it is to ride in a Novell Suse SLED"
Nachtrag vom 2.11.2006:
Der Fun von Halloween ist über Nacht verblasst: da hat der SLED etliche Einstellungen z.B. zu Grafik und Maus wieder "vergessen" und das Freischalten der online-Updates funktioniert auch nicht ...

Novell hat den Suse Linux Enterprise Desktop (SLED 10) veröffentlicht. Man kann ihn kaufen, man kann ihn aber auch ausprobieren, ohne Geld hinlegen zu müssen (Evaluierungs-Download). Man kriegt eine ziemlich ausgereifte SUSE Linux Distribution mit so ziemlich allem, was man im Büroalltag braucht.Und dafür, dass es "für umme" ist, ist das, was sich jetzt nach zwei Test-Tagen auf einem immerhin drei Jahre alten Notebook in einer Büro-Umgebung zeigt, schon ganz erstaunlich. Aber der Reihe nach hier die wesentlichen Eindrücke:
Die parallele Installation von SLED 10 neben Windows 2000 bringt einen zunächst ins Schwitzen, weil die Installationsroutine die NTFS-Partition von Windows gerne verkleinern würde, daran aber scheitert und die Maschine sich dann erst einmal weigert, überhaupt zu booten. Erst das Partitionieren von Hand bringt den Master-Boot-Record wieder auf Trab. Windows allerdings ist beleidigt und überarbeitet seine Partition beim ersten Hochfahren nach der SLED-Installation mit Scandisk, um angeblich diverse Fehler zu beseitigen. Nach ein paar Minuten die Entwarnung: alles in Butter - Windows ist unbeschädigt geblieben.
Zurück zu SLED 10:
Die Hardware-Unterstützung läuft von Anfang an gut, wenn auch die USB-Maus erst beim 6. Mal Booten erkannt und akzeptiert wird - eigentlich ein typisches Windows-Phänomen, dass man solange booten muss, bis es endlich geht ... Die Grafik-Karte heißt anders als im Windows-Geräte-Manager. Aber die Möglichkeiten, zwei Bildschirme mit dem Notebook zu betreiben, sind im SLED deutlich vielseitiger als unter Windows 2000.-
Die klassischen Programme aus OpenOffice wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und so weiters sind kein Problem, wie erwartet. Selbst die Dateien von der "besten Textverarbeitung der Welt" (nach Meinung des Autors: WordPerfect) lassen sich in OpenOffice öffnen und bearbeiten.
Das Bearbeiten ist aber auch nötig, weil die Tabulatoreinstellungen und Ränder nicht mehr stimmen. ... - Die Novell-Netware-Unterstützung ist zunächst wieder Anlass für Ärger: man muss den Novell-Client für die Anbindung an Novell-Netware-Server extra runterladen. Er ist nicht auf der Demo-DVD drauf. Schön aber, dass der Client, wenn er mal läuft, seine Arbeit ziemlich sauber erledigt und nur bei Sonderzeichen in Datei- und Verzeichnisnamen (Umlaute) meckert - anstelle von ä, ö oder ü malt er schöne Rechtecke...
Die Groupwise-Unterstützung (für die Nicht-Novell-Fans: das ist eine E-Mail-Anwendung, die mit vergleichsweise wenig Administration einen ziemlich guten Job macht, zumindest wenn man das mit den Erfarungen, die andere Firmen mit Microsoft Exchange gemacht haben, vergleicht):
Erst freut man sich, dass SLED 10 einen Groupwise-Clent dabei hat. Dann ärgert man sich, dass man damit nicht auf ältere Groupwise-Versionen als Groupwise 7 zugreifen kann. Dann ärgert man sich schon wieder, dass man auch hier den Groupwise-Client für die Version 6.5 extra runterladen muss (hat so seine paar -zig MB). Dann aber hat man die Freude, dass der Client sauber läuft. Bis man entdeckt, dass er die Junkmail-Behandlung nicht unterstützt ...- Wunderschön einfach ist die Installation von Netzwerkdruckern über TCP/IP. IP-Adresse eingeben, Druckertyp auswählen, testen und 3 von 4 Druckern laufen auf Anhieb! Lediglich der OCE Digitalkopierer OCE 3165 tut sich schwer und möchte einen gesonderten Installationsweg beschritten haben. (Das war aber unter Windows auch schon so...)
- Zu Multimedia: Das läuft anscheinend auch, besteht hier aber kein Bedarf - wer kann schon auf der Arbeit Musik hören und Filme gucken

Die schwierige Entscheidung zum Destktop: "KDE" oder "GNOME"? Das kann man um gehen, indem man erst einmal beide benutzt. Der erste Eindruck: GNOME ist wunderbar aufgeräumt, KDE dagegen vielseitiger ...- Was noch nicht läuft:
- Die Anmeldung am lokalen Rechner und die Anmeldung im Netz lässt sich nicht ohne weiteres zusammenfassen.
- Die Zeitsynchronisation über das Netz ist noch optimierbar, funktioniert aber über den ntp-Client inzwischen (19:50 Uhr) ganz gut.
- Microsoft-Access-Datenbanken lassen sich nicht mit OpenOffice bearbeiten.
- Etliche Bereiche begegnen einem auf Englisch - insbesondere "root" sollte Englisch können.
Eine echte Empfehlung zum Ausprobieren, aber nur, wenn man eine gute Internet-Anbindung hat und wenn man einen zweiten Rechner zur Verfügung hat, um gegebenenfalls recherchieren zu können, warum das nicht funktioniert, was man gerne funktionierend haben würde.
"oh what fun it is to ride in a Novell Suse SLED"
Nachtrag vom 2.11.2006:
Der Fun von Halloween ist über Nacht verblasst: da hat der SLED etliche Einstellungen z.B. zu Grafik und Maus wieder "vergessen" und das Freischalten der online-Updates funktioniert auch nicht ...
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