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Montag, 6. November 2006
(Un-)Zuverlässigkeit
Gestern Abend gegen 19:35 Uhr am Bonner Busbahnhof: ein kleinerer, rundlicher Mann taucht aus dem Nichts an der Haltestelle der Linien 622, 630, 632 auf und murmelt - ohne weitere Einleitung, Erklärung oder irgendwelche Abzeichen oder Uniform - folgendes vor sich hin:
    "Für die Fahrgäste der Linie 622:

    Wegen Personalmangel fällt die nächste Fahrt der 622 aus."
Spricht's, dreht sich um und geht wieder. Gerade der minimalistische Auftritt - ohne Vorstellung, Begrüßung oder ein Wort des Bedauerns - überzeugt. Man darf noch einmal 30 Minuten auf die nächste Fahrt warten.

Vor einigen Wochen wurde schon einmal eine S-Bahn-Strecke bei Düsseldorf gesperrt, weil zwei Leute kurzfristig erkrankten (Kölnische Rundschau vom 29./30.10.2006). Die vergleichsweise kleine Panne von gestern Abend belegt wieder: Der öffentliche Personennahverkehr ist offenkundig damit zufrieden, gerade diejenigen zu befördern, die aus welchen Gründen auch immer nicht Auto fahren können bzw. wollen.

Besonders bei den Jugendlichen kommen solche Lektionen ("wenn es einmal eng wird, verlass Dich lieber nicht auf Bus und Bahn") gut an.

Varzil hingegen meint, dass so eine unfreiwillige Pause zur Entschleunigung der ohnehin viel zu schnell verfliegenden letzten Stunden des Wochenendes beiträgt. Letztlich eine Verbesserung von Lebensqualität.

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Freitag, 3. November 2006
Berliner Wunder
Die Stadt bzw. das Land Berlin ist immer wieder für eine Schlagzeile gut.

Zunächst reklamierte Berlin eine außergewöhnlich hohe Verschuldung und behauptete, man könne die Schulden nicht aus eigener Kraft abtragen. Also klagte man beim Bundesverfassungsgericht auf Hilfe durch den Bund.

Daraufhin entschied das Gericht, Berlin sei gar nicht so außergewöhnlich verschuldet (Koriander vom 19.10.2006) und wies die Klage ab.

Und jetzt das "Wunder von Berlin":
    "... Nun soll die Hauptstadt ganz ohne Bundeshilfe trotzdem 2007 einen verfassungsgemäßen Haushalt bekommen

    ...Die Konjunktur zieht an, und auch das arme Berlin profitiert vom Steuersegen – so einfach ist das. Alle Katastrophenszenarien der Berliner Verfassungsklage erscheinen plötzlich wie Gruselmärchen. ...
    Geht der Geldsegen die nächsten Jahre so weiter, entspräche das einer Sanierungshilfe des Bundes von 32 Milliarden Euro. Auf mehr hätte Berlin auch bei einem positiven Votum der Verfassungsrichter nicht hoffen dürfen....
    (Quelle: Berliner Tagesspiegel online)
Vor Gericht mit Pauken und Trompeten verloren - und dennoch Geld bekommen:
    Das gibt es nur in Berlin.
Da hat man doch schnell den Eindruck, dass Berlin vor dem Gericht nicht die (volle) Wahrheit gesagt hat. Erst hat man sich künstlich arm gerechnet und - nachdem das keinen Erfolg hatte - rechnet man sich wieder reich.

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Donnerstag, 2. November 2006
Bargeld = Bröselgeld?
Eigentlich ein Gefühl, das jeder kennt: das Geld zerrinnt einem unter den Fingern! Und in diesem Fall sogar ganz wörtlich:
    "...Für den mysteriösen Zerfall von rund tausend Euro-Geldscheinen, die in der Hand ihrer Besitzer einfach zerbröselten, scheint es keine Erklärung zu geben, die logisch wäre. Das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz hat im Laufe der jetzt bekannt gewordenen Ermittlungen ein Gutachten dazu erstellt. Dabei sei die Behörde zu dem Schluss gekommen, dass die zerstörten Banknoten mit Schwefelsäure in Kontakt gekommen seien, sagte eine Sprecherin des LKA in Mainz.
    (Quelle: Spiegel online, ähnlich auch netzeitung)
Geld, das einem in der Hand zerbröselt: ein gutes Argument, mit der ec-Karte zu bezahlen...

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