Dienstag, 19. Dezember 2006
Dezember-Tag
Der Tag beginnt im Dezember etwas später - wenn er denn überhaupt beginnt.

Schon in der Dusche poltert auf den Boden, was da nur poltern kann.

In der Küche schwappt der Kaffeesatz aus dem Kaffeefilter in die Tasse...

Parallel zu einer vielbefahrenen Straße ohne Straßenlampe verläuft der Radweg. Im Sommer ist das ok. Im Winter blenden die entgegen kommenden Autos jeden Radfahrer. Gott sei Dank gibt es auf dem Radweg im dunklen Dezembermorgen keine - womöglich gar dunkel gekleidete - Fußgänger ...

Im Büro: mit zunehmender Berufserfahrung nimmt auch die Einsicht in die Sinnlosigkeit des täglichen Einerleis zu. Man könnte sich wundern, warum der Mann da tagein, tagaus hinein in die Innenstadt und wieder hinausradelt. Und bei der allmorgendlichen Pflicht-Lektüre (Dilbert) steht der Wahnsinn des Alltags auch in voller Blüte.

Sonnenaufgang wäre übrigens gegen 8:30 Uhr, wenn es nicht so grau wäre.

Der Jahres-Akku ist ist nahezu leer. Und wann ist noch mal Weihnachten?

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Sonntag, 17. Dezember 2006
Humpel-Erfahrungen
Ein Vorteil des Alters ist, dass man Erfahrungen an Jüngere, vorzugsweise auch die eigenen Kinder weitergeben kann.

Nachdem der Autor sich vor 3 Jahren gründlich den Unterschenkel in Einzelteile zerlegt hatte, gab es im Rahmen der "Rehabilitation" auch Anleitungen zum Humpeln mit Krücken "Unterarmgehstützen".

Nach einem Bänderriss im Sprungegelenk bei der Zweitältesten kann der Autor nun seine Erfahrungen weitergeben.

Und die Tochter ist dankbar.

Trotzdem: eine Erfahrung, auf die man gerne verzichtet hätte: sowohl das Humpeln-Lernen wie auch das Weitergeben.

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Freitag, 15. Dezember 2006
Bombenidee
Man mag sie erst gar nicht glauben, die folgende Geschichte. Aber sie hat etwas Beruhigendes. Es gibt offenbar Gegenden in Deutschland, da ist die Welt noch in Ordnung:
    "Als ein Reisender aus Niederbayern mit seiner Frau und einer Bekannten am Samstag im Terminal 2 durch die Sicherheitskontrolle wollten, fanden die Mitarbeiter der Sicherheitsgesesellschaft am Flughafen München in seinem Handgepäck eine mit Schwarzpulver gefüllte und mit einer Zündschnur versehene CO²- Gaskartusche. Der Passagier gab an, dass er den Kracher selbst gebastelt habe und ihn zu Silvester an seinem Urlaubsort Hurghada zünden wollte.

    Das Pulver stammte aus handelsüblichen Silvesterkrachern. Der "Böller" wurde von der Flughafenpolizei sichergestellt. Ein Spezialistenteam kam im Rahmen ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass es sich bei dieser Gaskartusche um einen funktionsfähigen Sprengkörper handelte. Der Passagier wurde wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt. Er hat dann die Flugreise nicht mehr angetreten. Seine Frau und deren Bekannte mussten alleine in den Urlaub fliegen.

    (Quelle: münchen24.info)
Die Süddeutsche Zeitung nennt den Niederbayern naiv:
    "...Ein offenbar ziemlich naiver Passagier ist am Münchner Flughafen mit Sprengstoff im Handgepäck festgenommen worden - für einen selbstgebastelten Silvesterböller....

    Der Mann habe mit seiner Frau und einer Bekannten nach Ägypten fliegen wollen. Er sei „ohne sich was zu denken“ zur Handgepäckkontrolle marschiert, da ihm nicht bewusst gewesen sei, dass er den Böller in die Reisetasche gesteckt hatte.

    Spezialisten stellten fest, dass die mit einem Zünder versehene Kartusche als Sprengkörper taugt....
    (Quelle: Süddeutsche vom 11.12.2006 online)
Varzil hat eine viel rationalere Erklärung:

Der Niederbayer war nämlich alles andere als naiv. Er handelte nach einer ziemlich alten Erkenntnis aus der Statistik. Die Wahrscheinlich dafür, dass sich EINE Bombe ausgerechnet in dem Flugzeug befindet, in dem man selbst sitzt, ist sehr sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich zwei Bomben in ein- und demselben Flugzeug befinden, geht gegen Null. Will man also nahezu sicher sein, dass sich keine (weitere) Bombe im Flugzeug befindet, muss man selbst eine Bombe mitbringen...

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