Freitag, 7. September 2007
sogenannte Marktforscher
Aldi erhöht Lebensmittelpreise. Kommt schon mal vor.

Spiegel online berichtet darüber.

Und SPON zitiert Wolfgang Twardawa, Marktforscher bei der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) wie folgt:
..."Der Verbraucher akzeptiert nur bestimmte Preisschwellen - etwa Preise, die auf 99 Cent enden." Es gelte als unmöglich einen Liter Milch von 99 Cent auf 1,03 Euro anzuheben. Wahrscheinlicher sei hier gleich ein Preisruck auf 1,19 Euro - was 20 Prozent entspräche.
(Quelle: Spiegel online )
Was auch immer Herr Twardawa da erforscht haben mag, die Milchpreise bei Aldi sind jedenfalls nicht gerade sein Spezialgebiet. Zu DM-Zeiten gab es da eine 1 DM-Schwelle für Milch, zur Zeit krebst der Milchpreis um die 60 Cent. ...

Vielleicht hat aber der Herr Twardawa alles korrekt erforscht und SPIEGEL-online hat sich einfach vertippt...

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Tempo 200
Seit Jahren war es quasi Gewohnheitsrecht, auf der A 555 zwischen Köln und Bonn die Geschwindigkeitsgrenze des jeweiligen Gefährts auszutesten. Das war einfach: die Autobahn hat 3 Fahrspuren und geht einfach nur geradeaus.

Seit kurzem allerdings gibt es aus Lärmschutzgründen bei Wesseling eine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Auf der "freien" Strecke gab es gestern einen schweren Unfall:
"...Nach eigenen Angaben [des BMW-Fahrers] zeigte sein Tacho annähernd 200 km/h an. Aus bisher noch nicht geklärten Gründen kam der BMW-Fahrer plötzlich auf Höhe Bornheim von der linken auf die mittlere Spur ab und kollidierte dort mit dem nur zirka 130 km/h schnell fahrenden Toyota des Rheinland-Pfälzers. Dieser hatte keine Chance zu reagieren. Durch die Wucht des Aufpralls wurden ganze Teile des PKW herausgerissen. Auch die B-Säule des Toyotas wurde völlig zerstört. Da hieran das Gurtsystem angebracht war, wurde der 62-Jährige aus dem Auto in eine Böschung geschleudert. Alle Reanimationsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos. Der Fahrer verstarb noch an der Unfallstelle.
(Quelle: Kölner Stadtanzeiger)
Schon bemerkenswert: Schlafstörungen der Anwohner führen (richtigerweise) zu Tempolimits. Todesfälle unter Beteiligung von Fahrzeugen mit extrem hoher Geschwindigkeit werden hingegen toleriert, und zwar seit Jahrzehnten (Wikipedia zur "Diplomatenrennbahn") . Google listet zur Suche "Tödlicher Unfall auf der A 555" immerhin 958 Fundstellen - man sagt da wohl besser nicht "Treffer" - auf - längst nicht alle von heute oder gestern ...

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Donnerstag, 6. September 2007
Mager"sucht"
Wie man auch mit "Krankheit" umgehen kann:
"Pro-Ana"
Die Anhänger von Pro-Ana, fast ausschließlich junge Frauen, tauschen sich über spezielle Pro-Ana-Websites aus. Sie stellen dort die Magersucht bildhaft als extremes Schlankheitsideal dar, dem sie sich mit radikalen Maßnahmen nähern, um schließlich Zufriedenheit mit sich und ihrem Aussehen zu erreichen. Die Magersucht erhält dabei den Anklang einer Art der Selbstverwirklichung, der Souveränität und der Macht über den eigenen Körper, die gegen eine feindselige Umwelt verteidigt werden muss. ...
(Quelle: Wikipedia zu "Pro-Ana")
So definiert man eine Krankheit weg. Um Klassen deutlicher schreibt Cornelia Laufer zum selben Thema:
Die ProAna-Bewegung verherrlicht eine tödliche Krankheit. Statt Hilfe zum Gesundwerden erhalten Mädchen Rituale und Gebote, die sie in ihrer Sucht bestätigen.
(Quelle: Cornelia Laufer in Zeit.de)
Mit dem Stempel "Krankheit" und "Sucht" hat man allerdings schon ein Großteil der Probleme umschifft. Magersucht ist sicherlich psychisch bedingt. Ob bei psychischen Problemen von Krankheit gesprochen wird, hängt damit stark davon ab, was als "normal" empfunden wird. Und "normal" ist das Verhalten einer Magersüchtigen nicht. Ist dann aber das Verhalten anderer Gruppen, die sich über das Essen definieren (Vegetariarier oder Veganer) normal? Den Unterschied macht wohl das Selbstgefährdungspotential der Magersüchtigen. Vegetarier sterben schließlich nicht an ihrer Einstellung zum Essen.

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Dienstag, 4. September 2007
Culture-Clash und Toiletten-Kultur
Die Hygiene-Standards im Islam sind anerkanntermaßen streng.

Und trotzdem: Nach dem Besuch von ca. 30 würdigen Vertreterinnen und Vertretern des Islams herrschen auf den Besuchertoiletten chaotische Zustände.
  1. Eine Toilette ist total verstopft. Ein Klempner muss die Kloschüssel abschrauben, um "verhärtete Fäkalien" zu entfernen.
  2. Tags drauf finden sich in den Toilettenschüsseln der Herrentoilette ca. 15 Rollen durchgeweichtes Klopapier; in einer Kloschüssel auf der Damentoilette schaukelt ein komplettes Paket Papierhandtücher.
  3. Nach dem ersten Tag wird die Küche zu den Tagungsräumen verschlossen, wenn die Sitzungsbetreuung nicht anwesend ist. Denn Tagungsteilnehmer hatten Meßbecher und Trichter auf die Toiletten mitgenommen. Außerdem wurden größere Mengen von Mineralwasserflaschen aus der Küche entnommen. Eine Tagungsteilnehmerin erklärte in very broken english den Zweck: "for pipi".
Nebenbei: Der Besuch des Klempners kostete ca. 85 €.

Bei allem Respekt vor islamischen Gebräuchen: Sind die hiesigen Hygiene-Regeln für bekennende Moslems inakzeptabel?

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