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Freitag, 9. Oktober 2009
Frieden für Obama
varzil, 19:54h
Manchmal glaubt man ja einfach nicht, was man da liest:
Offenbar muss man in der Politik noch nichts erreicht haben, um Friedens-ausgezeichnet zu werden. Es reicht, wenn man ankündigt, dass man alles anders macht als der Vorgänger.
Man darf gespannt sein, ob auch ein eventueller Nachfolger von Ahmadinedschad nach einer eventuellen Anerkennung von Holokaust und Israel auch eine Auszeichnung bekommt.
Das norwegische Nobel-Komitee hat beschlossen, den Friedensnobelpreis 2009 an Präsident Barack Obama zu vergeben für seine außergewöhnlichen Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und zur Zusammenarbeit zwischen den Völkern. Das Komitee hat dabei besonderes Augenmerk auf Obamas Vision und seine Arbeit für eine Welt ohne Atomwaffen gelegt.Bei allem Respekt vor dem Komitee: Das wirkt wie ein nachträglicher Fußtritt gegenüber der Politik des ehemaligen US-Präsidenten George Bush.
(Quelle: Wortlaut der Begründung des Komitees bei SPIEGEL online)
Offenbar muss man in der Politik noch nichts erreicht haben, um Friedens-ausgezeichnet zu werden. Es reicht, wenn man ankündigt, dass man alles anders macht als der Vorgänger.
Man darf gespannt sein, ob auch ein eventueller Nachfolger von Ahmadinedschad nach einer eventuellen Anerkennung von Holokaust und Israel auch eine Auszeichnung bekommt.
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Donnerstag, 8. Oktober 2009
Russland ./. Deutschland
varzil, 15:53h
Angesichts der seit Montag täglich intensiveren Berichterstattung zu dem bevorstehenden Match Russland ./. Deutschland hatte der Autor mit einer Fernsehübertragung gestern (Mittwoch) Abend gerechnet.
Da war aber nichts. Gesendet wurde alles Mögliche, aber kein Länderspiel. Eine kurze Recherche ergab dann auch, dass das Spiel erst Samstag stattfindet.
So kann man sich irren. Und so wird das Vorgeplänkel noch bis Samstag zunehmen. Und wir werden jedes Detail der Spieler-Anatomie ("leichte Adduktorenzerrung" im linken Zeigefinger) kennenlernen, die Qualität der russischen Hotels und Taxis sowie die nicht repräsentativen Meinungen einzelner russischer Taxifahrer. Heute hat die Süddeutsche in ihrer Papierausgabe folgerichtig einen Artikel dem "Kunstrasen" gewidmet.
Varzil schlägt vor, dass man den einzelnen Grashalmen in einem Fußballstadion Namen gibt. Dann könnte man auch über Grashalm-Familien herzergreifende Home-Stories schreiben.
z.B.:
Mehr Mitleid bitte mit den getretenen Kreaturen Gottes!
Da war aber nichts. Gesendet wurde alles Mögliche, aber kein Länderspiel. Eine kurze Recherche ergab dann auch, dass das Spiel erst Samstag stattfindet.
So kann man sich irren. Und so wird das Vorgeplänkel noch bis Samstag zunehmen. Und wir werden jedes Detail der Spieler-Anatomie ("leichte Adduktorenzerrung" im linken Zeigefinger) kennenlernen, die Qualität der russischen Hotels und Taxis sowie die nicht repräsentativen Meinungen einzelner russischer Taxifahrer. Heute hat die Süddeutsche in ihrer Papierausgabe folgerichtig einen Artikel dem "Kunstrasen" gewidmet.
Varzil schlägt vor, dass man den einzelnen Grashalmen in einem Fußballstadion Namen gibt. Dann könnte man auch über Grashalm-Familien herzergreifende Home-Stories schreiben.
z.B.:
"Die Halmgruppe "Knorrix 0001 - Knorrix 1124" am südlichen Elfmeterpunkt zeigt allergische Reaktionen auf weiße Farbe. Elfmeterpunkte demnächst in Rot?"
Mehr Mitleid bitte mit den getretenen Kreaturen Gottes!
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Dienstag, 6. Oktober 2009
"Bildung zuerst"
varzil, 19:09h
Die laufenden Koalitionsvereinbarungen für eine neue Bundesregierung haben angeblich auch "Bildung" an vorderer Stelle genannt.
Ob die Beteiligten (CDU/CSU und FDP) sich eigentlich noch an die vor einigen Jahren gelaufene Föderalismusreform erinnern? Damals waren wesentliche Bundeskompetenzen vor allem im Hochschulbereich auf die Länder übertragen worden.
Man darf also gespannt sein, was in der Koalition da ausgehandelt wird: Entweder eine Föderalismusreform III (ohne 2/3-Mehrheit kaum umzusetzen) oder eine Menge heiße Luft.
Ob die Beteiligten (CDU/CSU und FDP) sich eigentlich noch an die vor einigen Jahren gelaufene Föderalismusreform erinnern? Damals waren wesentliche Bundeskompetenzen vor allem im Hochschulbereich auf die Länder übertragen worden.
"... Bildung, Innovation, Integration, Klima – damit soll das Resultat des schwarz-gelben Experiments von Dr. Merkel und Herrn Westerwelle möglichst verbunden werden.Die Bundeskompetenzen im Bereich "Bildung" beschränken sich darauf, dass der Bund Geld weggeben kann. Und (nur) dann sind auch die Länder schnell bereit, ihre eigenen Rechte und Pflichten (= Kompetenzen) zu vergessen.
Bildung soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Dafür müsste der Bund seine Zuständigkeiten freilich erst von den Ländern zurückerobern. ...
(Quelle: Welt.de)
Man darf also gespannt sein, was in der Koalition da ausgehandelt wird: Entweder eine Föderalismusreform III (ohne 2/3-Mehrheit kaum umzusetzen) oder eine Menge heiße Luft.
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