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Donnerstag, 4. November 2010
Castor - der Dreck muss weg
varzil, 23:32h
Man kann zur Kernkraft ja stehen, wie man will: es ist sicherlich heikel, Atommüll zu produzieren, der Jahrzehntausende braucht, um nicht mehr zu strahlen, oder der extrem giftig ist.
Aber wieso protestiert man dagegen, dass man versucht, diesen Dreck vorläufig ordentlich unterzubringen? Soll der Atommüll etwa auf offener Straße liegen bleiben?
Aber wieso protestiert man dagegen, dass man versucht, diesen Dreck vorläufig ordentlich unterzubringen? Soll der Atommüll etwa auf offener Straße liegen bleiben?
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Donnerstag, 7. Oktober 2010
Stuttgart 21
varzil, 00:43h
Man kann sich über das Bahnhofsprojekt offenbar eine Menge Gedanken machen, aber es kann auch eine Menge Emotionen freisetzen:
a) Meine Gedanken:
Ich bin früher häufiger als derzeit Bahn gefahren. Und Stuttgart ist als Kopfbahnhof ähnlich bescheuert wie München, Frankfurt oder Leipzig. Diese Bahnhöfe kosten Zeit, wenn man von einem Bahnsteig auf den andern wechselt - da dackelt man ziemlich lang hin und her. Sie kosten Zeit auch dann, wenn man im Zug eigentlich nur an Stuttgart vorbeifahren will. Ein Stop dauert auf einem Kopfbahnhof zwei- bis dreimal so lang wie auf anderen Bahnhöfen. Also weg damit.
b) Gefühle:
Der vorhandene Bahnhof ist einfach nicht schön. Und das Projekt hat alle Segnungen der parlamentarischen Demokratie und des Rechtsstaats erhalten. Laut schreien = Demonstrieren ist ok, aber das sind doch Diskussionen, die schon im letzten Jahrtausend geführt worden sind. Laaaangweilig.
Und wenn jetzt die, die immer dagegen sind, jetzt auch gegen den Bahnhof sind, und zwar nur, weil es Wählerstimmen bringt, dann bin ich erst recht dafür.
a) Meine Gedanken:
Ich bin früher häufiger als derzeit Bahn gefahren. Und Stuttgart ist als Kopfbahnhof ähnlich bescheuert wie München, Frankfurt oder Leipzig. Diese Bahnhöfe kosten Zeit, wenn man von einem Bahnsteig auf den andern wechselt - da dackelt man ziemlich lang hin und her. Sie kosten Zeit auch dann, wenn man im Zug eigentlich nur an Stuttgart vorbeifahren will. Ein Stop dauert auf einem Kopfbahnhof zwei- bis dreimal so lang wie auf anderen Bahnhöfen. Also weg damit.
b) Gefühle:
Der vorhandene Bahnhof ist einfach nicht schön. Und das Projekt hat alle Segnungen der parlamentarischen Demokratie und des Rechtsstaats erhalten. Laut schreien = Demonstrieren ist ok, aber das sind doch Diskussionen, die schon im letzten Jahrtausend geführt worden sind. Laaaangweilig.
Und wenn jetzt die, die immer dagegen sind, jetzt auch gegen den Bahnhof sind, und zwar nur, weil es Wählerstimmen bringt, dann bin ich erst recht dafür.
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Mittwoch, 18. August 2010
Privates dank Google, Facebook und Co
varzil, 13:46h
Etwas Richtiges ist an der Aufregung über Googles Streetview ja dran: Die Anonymität des Einzelnen in der Großstadt geht ein Stückweit verloren. Und im Unterschied zu Facebook, Amazon und Payback hat der Einzelne daran nicht mitgewirkt.
Microsofts Birdview, Googles Streetview und wahrscheinlich noch ein paar Dienste mehr wollen es dem Nutzer einfacher machen, sich in der Welt zurecht zu finden. Und es wäre mal interessant zu erfahren, wer von den jetzt so eifrig Protestierenden bislang noch nicht die Lage eines Urlaubsquartiers, die Umgebung einer potentiellen neuen Wohnung oder einer Immobilie gegoogelt hat.
Und noch was: Die in den Siebzigern und Achtzigern oft beklagte "Anonymität" der Großstadt ist ja relativ jung - Jahrhunderte- oder gar Jahrtausende lang hat Mensch in kleinen Gruppen gelebt. Da war buchstäblich jeder Furz eine öffentliche Angelegenheit - wenn auch die damalige Welt erheblich kleiner war als die heutige...
In gewisser Weise kehren wir also mit Google, Facebook, Amazon ("User, die XYZ gekauft haben, haben sich auch für ABC interessiert") zur kuscheligen, aber auch indiskreten Situation von vor 200 Jahren zurück. Und das muss nicht nur schlecht sein - vielmehr bietet das auch die Chance zu einer dem Menschen eigenen sozialen Nähe - "Homo est animal sociale".
Microsofts Birdview, Googles Streetview und wahrscheinlich noch ein paar Dienste mehr wollen es dem Nutzer einfacher machen, sich in der Welt zurecht zu finden. Und es wäre mal interessant zu erfahren, wer von den jetzt so eifrig Protestierenden bislang noch nicht die Lage eines Urlaubsquartiers, die Umgebung einer potentiellen neuen Wohnung oder einer Immobilie gegoogelt hat.
Und noch was: Die in den Siebzigern und Achtzigern oft beklagte "Anonymität" der Großstadt ist ja relativ jung - Jahrhunderte- oder gar Jahrtausende lang hat Mensch in kleinen Gruppen gelebt. Da war buchstäblich jeder Furz eine öffentliche Angelegenheit - wenn auch die damalige Welt erheblich kleiner war als die heutige...
In gewisser Weise kehren wir also mit Google, Facebook, Amazon ("User, die XYZ gekauft haben, haben sich auch für ABC interessiert") zur kuscheligen, aber auch indiskreten Situation von vor 200 Jahren zurück. Und das muss nicht nur schlecht sein - vielmehr bietet das auch die Chance zu einer dem Menschen eigenen sozialen Nähe - "Homo est animal sociale".
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