Montag, 29. November 2010
billige Schaulust
Wikileaks: Das ist eine interessante Idee. Wikileaks schaffte Öffentlichkeit für Vorgänge, die von den Machthabern (Regierungen, Konzerne, Diktaturen) gern unter den Teppich gekehrt worden wären. So wurden Korruption, Kriegsverbrechen und ähnliches öffentlich gemacht. Und bis auf die Betroffenen konnten die meisten der jeweiligen Veröffentlichung zustimmen, weil Missstände aufgedeckt wurden.

Anders die jüngste Veröffentlichung: Es werden interne US-amerikanische Papiere veröffentlicht. Diese beschreiben ausländische Politiker ungeschminkt und nennen charakterliche Mängel beim Namen. Die Veröffentlichung ist natürlich peinlich - und kriegt daher derzeit eine massives Medienecho.

Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack: Wozu soll die Veröffentlichung einer eherlichen ungeschminkte Beschreibung eines Politikers gut sein?

Man hat den Eindruck, das dient nur zur Befriedigung der Neugier von Boulevardzeitungslesern.

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Freitag, 26. November 2010
Fehlende Exit-Strategie

(Quelle:Time.com)

Noch ein Haufen Leute, die einfach weitermachen, obwohl sie keine Idee haben, wie man zu einem vernünftigen Ende kommt.

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Kern-Kraft
Nun ist es geschehen:
Die Unionsländer stimmen der Brennelementesteuer im Bundesrat zu. Damit kann Schwarz-Gelb die Verlängerung der AKW-Laufzeiten umsetzen ...
(Quelle: Sueddeutsche.de)
Eine Reihe von alten Kernkraftwerken darf noch länger als ohnehin schon geplant am Netz bleiben.

Bloß:
- Gorleben fungiert als Zwischenlager für Atommüll - ein Endlager fehlt, auch ein Konzept, wie man an ein Endlager kommt, fehlt.
- Allenfalls wie man es nicht machen soll, weiß man: Asse II.
- Der (zu billige, weil die Entsorgungskosten nicht berücksichtigende) niedrige Strompreis macht Gemeinden, die in erneuerbare Energien investiert haben, das finanzielle Leben noch schwerer als ohnehin schon.
- Und ob unsere Kinder schlauer sind, d.h. dem Thema sich auf eine rationale Art nähern, darf angesichts der hochemotionalen Gorleben-Demo bezweifelt werden...

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Donnerstag, 25. November 2010
Schnellschüsse in der Politik
OK, auch hiesige Politiker haben gelegentlich Probleme mit der vertrackten Materie, die sie behandeln müssen, ohne wirklich was davon zu verstehen.

Frau Merkel beispielsweise hat sich mal bei der Frage von "brutto" und "netto" um Kopf und Kragen geredet. Dabei gehört sie sicherlich zu den helleren Lichtern ihrer Zunft.

Eher funzelig scheint es um Sarah Palin bestellt zu sein: So meinte die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin vor 2 Jahren, von Alaska aus könne man Russland sehen. Das kann man von der Insel "Little Diomede" tatsächlich, nur war Sarah Palin nie da.

Jetzt ist die mögliche republikanische Präsidentschaftskandidatin für 2012 angesichts des Artilleriebeschusses von Nordkorea auf Südkorea der Meinung, die schießende Seite sei diejenige, die mit Amerika verbündet sei - im O-Ton:



(via http://blog.fefe.de/?ts=b213ae9f))

Ausgeschrieben etwa:
Palin: 'Obviously, We've Got To Stand With Our North Korean Allies'

Ist ja logo: wer zuerst schießt, hat Recht.

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