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Dienstag, 21. Juni 2005
Arnold Mendelssohn
varzil, 16:45h
Anlässlich der großen Mendelssohnnacht macht man sich schon mal so seine Gedanken, wenn man 6 Stunden und mehr Zeit hat, Musik zu hören.
Die Biografie Arnold Mendelssohn deutet es nur an, das Programmheft nannte das Drama beim Namen:
Arnold Mendelssohn hatte 4 Kinder (Wilhelm (1886-1890), Helene (1888-1888), Karl (1889-1898), Dorothea (* 1890) (Quelle:www.arnold-mendelssohn.de), von denen 3 Kinder jung starben (an Gehirnhautentzündung) und die jüngste nach der überstandenen Gehirnhautentzündung zeit ihres Lebens ein Pflegefall blieb.
Danach schreibt man keine fröhliche Musik mehr.
Nachtrag:
fúxīng beschreibt eine nette Randepisode:
Der rote Luftballon, der während der wieder erstaufgeführten zweiten Sinfonie durch das Kirchenschiff geisterte, gab der insgesamt ernst-schönen Musik eine heitere "Note".
Irgendwann fischte Dominik ihn aus der Luft.
Varzil meint, er hätte ihn auch da schweben lassen. A. Mendelssohn hätte es wohl nicht gestört.
Update:
"fúxīng" ist inzwischen leider nicht mehr online, warum auch immer.
Die Biografie Arnold Mendelssohn deutet es nur an, das Programmheft nannte das Drama beim Namen:
Arnold Mendelssohn hatte 4 Kinder (Wilhelm (1886-1890), Helene (1888-1888), Karl (1889-1898), Dorothea (* 1890) (Quelle:www.arnold-mendelssohn.de), von denen 3 Kinder jung starben (an Gehirnhautentzündung) und die jüngste nach der überstandenen Gehirnhautentzündung zeit ihres Lebens ein Pflegefall blieb.
Danach schreibt man keine fröhliche Musik mehr.
Nachtrag:
fúxīng beschreibt eine nette Randepisode:
Der rote Luftballon, der während der wieder erstaufgeführten zweiten Sinfonie durch das Kirchenschiff geisterte, gab der insgesamt ernst-schönen Musik eine heitere "Note".
Irgendwann fischte Dominik ihn aus der Luft.
Varzil meint, er hätte ihn auch da schweben lassen. A. Mendelssohn hätte es wohl nicht gestört.
Update:
"fúxīng" ist inzwischen leider nicht mehr online, warum auch immer.
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Briten in Europa
varzil, 16:16h
Wie nennt man es wohl, wenn man das Richtige sagt, um etwas Falsches zu bewirken?
- Tony Blair has said Britain's £3bn EU rebate is an "anomaly that has to go" - but he made clear that its removal had to be linked to farm subsidy reform....(Quelle:BBC)
- Der Rabatt bei den britischen Beitragszahlungen ist nicht in Ordnung.
- Die europäische Agrarordnung ist nicht in Ordnung.
- Blair weiß, dass in Frankreich die Zeichen auf Sturm stehen, sobald das Wort "Agrarsubvention" fällt. Da bewegt sich derzeit nix.
- Konsequenz aus Blairs Verhalten: Solange soviel Unordnung ist, lassen wir es doch bei der Unordnung...
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Warum die USA in der Terrorismusbekämpfung so erfolgreich sind
varzil, 13:48h
- FBI Director Robert Mueller says he doesn't believe his counterterrorism supervisors need to have a background in Arabic, the Middle East or international issues. (Quelle: Yahoo News)
- ...The testimony was given in a lawsuit brought against the FBI by agent Bassem Youssef, considered by some to be one of the FBI's most accomplished pre-Sept. 11 terror-fighting agents. He claims he was passed over for top jobs in headquarters despite his expertise.... (ebenfalls:Yahoo News)
- Der Anti-Terror-Chef der amerikanischen Bundespolizei, Gary Bald, räumte freimütig ein, er habe vor Antritt seines Jobs kaum etwas über Terrorismus gewusst. Seine erste entsprechende Ausbildung habe er im Amt erhalten.
Auf die Frage, ob er etwas über den Nahen Osten, seine Kultur und Geschichte wisse, sagte Bald: «Ich wünschte, ich wüsste etwas. Es wäre schön.» Doch entscheidend für seine Aufgabe sei kein Fachwissen, sondern Führungsstärke....(Quelle: Finanzen.de)
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Montag, 20. Juni 2005
gediegenes Vorurteil: "Lehrer"!
varzil, 16:51h
Jahre lang hat man gespottet, dass Lehrer zu wenig arbeiten (Stichwort: "wieviel Tage Urlaub haben Sie?")
Das war komplett falsch. Lehrer arbeiten im OECD-Durchschnitt nicht zuwenig, sondern verdienen zuviel.

(Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, Spiegel-online)
Varzil entschuldigt sich an dieser Stelle für alle seine Vorurteile gegenüber dem Lehrerberuf...
Nachtrag:
Eigentlich ging es der OECD darum, das absehbare Ausscheiden von ca. der Hälfte aller Lehrer als Chance für eine Erneuerung des Berufsbildes zu nutzen.
Das war komplett falsch. Lehrer arbeiten im OECD-Durchschnitt nicht zuwenig, sondern verdienen zuviel.
(Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, Spiegel-online)
Varzil entschuldigt sich an dieser Stelle für alle seine Vorurteile gegenüber dem Lehrerberuf...
Nachtrag:
Eigentlich ging es der OECD darum, das absehbare Ausscheiden von ca. der Hälfte aller Lehrer als Chance für eine Erneuerung des Berufsbildes zu nutzen.
- ...In practical terms, this offers a once-in-a-generation opportunity for education systems to shape and benefit from substantial changes in the teacher workforce. But the OECD warns that there is a risk -- if teaching is not seen as an attractive profession and teaching does not change in fundamental ways -- that the quality of schools will decline and a downward spiral will be difficult to reverse.
The report draws on the experiences of 25 countries -- Australia; Austria; Belgium (Flemish Community); Belgium (French Community); Canada (Quebec); Chile; Denmark; Finland; France; Germany; Greece; Hungary; Ireland; Israel; Italy; Japan; Korea; Mexico; the Netherlands; Norway; the Slovak Republic; Spain; Sweden; Switzerland; the United Kingdom; and the United States. -- in one of the largest international studies of teacher policy ever conducte...(Quelle: OECD)
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Freitag, 17. Juni 2005
Deutsche Exzellenz
varzil, 17:14h
Deutschland braucht mehr Spitzenforschung - das ist das Credo aller seit einigen Jahren, viele sagen es schon seit Jahrzehnten.
In 18 (achtzehn) Monaten haben Bund und Länder sich nun darauf verständigt, dass sie was machen wollen: Es gibt insgesamt 1,9 Milliarden Euro, verteilt über 6 Jahre. Der Bund zahlt 75 % das jeweilige Land, dem die Uni/Forschungseinrichtung etc. gehört, zahlt 25 %.
Exzellent ist vor allem das Verfahren zur Verteilung der Gelder. Es sei daher hier im Wortlaut der Entwurfsfassung zitiert:
Zur Belohnung für den Leser hier ein angewandtes Beispiel gelungener Sozialforschung:
wo kommen all die Smilies her?
(Quelle: b3ta)
In 18 (achtzehn) Monaten haben Bund und Länder sich nun darauf verständigt, dass sie was machen wollen: Es gibt insgesamt 1,9 Milliarden Euro, verteilt über 6 Jahre. Der Bund zahlt 75 % das jeweilige Land, dem die Uni/Forschungseinrichtung etc. gehört, zahlt 25 %.
Exzellent ist vor allem das Verfahren zur Verteilung der Gelder. Es sei daher hier im Wortlaut der Entwurfsfassung zitiert:
- ...§ 4 Verfahren
(1) Das Programm wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen einer Bund-Länder-Sonderfinanzierung nach Maßgabe der folgenden Grundsätze durchgeführt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft wirkt dabei mit dem Wissenschaftsrat zusammen.
(2) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bildet zusammen mit dem Wissenschaftsrat eine Gemeinsame Kommission und setzt einen Bewilligungsausschuss ein. Dieser besteht aus der Gemeinsamen Kommission und den für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder.
(3) Die Gemeinsame Kommission besteht aus einer Fachkommission und einer Strategiekommission. Die Fachkommission wird vom Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingesetzt und hat vierzehn Mitglieder. Die Strategiekommission wird von der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrates eingesetzt und hat zwölf Mitglieder. Jeweils die Hälfte der Mitglieder sollen Expertinnen und Experten mit langjähriger uslandserfahrung in der Forschung, im Hochschulmanagement oder in der Wirtschaft sein. Die Gemeinsame Kommission kann externen Sachverstand hinzuziehen.
(4) Das Programm wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft einheitlich für alle drei Förderlinien ausgeschrieben. Die Gemeinsame Kommission legt die Förderbedingungen unter Berücksichtigung der nach § 3 maßgeblichen Kriterien fest.
(5) Antragsberechtigt sind Universitäten, jeweils vertreten durch ihre Leitung. Anträge sind über die zuständigen Wissenschaftsbehörden der Länder an die Deutsche Forschungsgemeinschaft zu richten. Es können Anträge für eine oder mehrere Graduiertenschulen und/oder für ein oder mehrere Exzellenzcluster und zusätzlich ein Antrag in der dritten Förderlinie gestellt werden.
(6) Die Ausschreibung erfolgt zweistufig (Antragsskizzen bzw. Vollanträge). Die Gemeinsame Kommission entscheidet, zu welchen Vorhaben Vollanträge vorgelegt werden sollen.
(7) Die Gemeinsame Kommission gibt zu den Anträgen für alle drei Förderlinien eine abschließende gemeinsame Empfehlung auf der Grundlage fachwissenschaftlicher Begutachtungen ab. Dabei werden die nach § 3 maßgeblichen Kriterien berücksichtigt.
(8) Der Bewilligungsausschuss entscheidet auf der Grundlage der Empfehlungen nach Absatz 7 über die Anträge. Die Mitglieder der Gemeinsamen Kommission führen je eineinhalb Stimmen und die Ministerinnen und Minister der Länder je eine Stimme; die Bundesministerin oder der Bundesminister führt sechzehn Stimmen.
(9) Die Förderentscheidungen werden von den für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder gemeinsam bekannt egeben. (Quelle:Vertragsentwurf in Anlage zur Pressemitteilung der BLK
- 1. Antragsberechtigt sind Universitäten, jeweils vertreten durch ihre Leitung (§ 4 Abs. 5 Satz 1).
- (wahrscheinlich macht das nicht der Rektor oder der Präsident selbst und allein, sondern der Institutsdirektor Prof. Fleißig, der wiederum auf die Zuarbeit von Dr. Strebsam und der Wissenschaftlichen Hilfskraft Dipl. xyz Genial zurückgreift. Dann beraten Fakultät und Senat; der Rektor darf dann deren Beschlüsse umsetzen...)
- Ein ordentliches Ministerium hat einen für die Hochschule zuständigen Hochschulreferenten, wird aber wegen der politischen Bedeutung der Sache vermutlich auch eine Exzellenz-Stabsstelle einrichten.
Anm.:
wer hier die Arbeit macht, hängt von jeweiligen Konstellation ab: am unwahrscheinlichsten ist, dass die Stabsstelle, Frau Tanja-Anja Supi-Dupi-Bullimi, alles selbst liest; vermutlich ist der Hochschulreferent, Dr. Grauer-Anzug, wieder auf das Textverständnis und die Hochschulkontakte von Oberamtsrat von Achtbisfünf zu Dipl. xyz Genial angewiesen.
- Anm.:
Die DFG ist natürlich ein ganz schlank und rank arbeitendes Forschungsförderungsinstitut mit einer ganz übersichtlichen Organisationsstruktur. Wer allerdings glaubt, die DFG entscheide mittels dieser Strukturen jetzt über die "Exzellenz"-anträge, hat sich geschnitten, bzw. § 4 Abs. 2 nicht gelesen oder nicht verstanden. ("Gehe zurück zur Badstraße! Gehe nicht über Los ...)
- Kommentar:
Es werden also Wissenschaftsrat (in dem unter anderem - Überraschung! - Bund und Länder vertreten sind) , DFG, alle 16 Länder und der Bund zusammen entscheiden. Und weil man sich so schrecklich inkompetent fühlt, kann man noch "externen Sachverstand" hinzuziehen. Vielleicht ruft aber auch die zuständige Sachbearbeiterin in der DFG, Frau Süsse-Motte mal den inzwischen promovierten Dr. Dipl.xyz Genial an und fragt, was er denn eigentlich will.
Zur Belohnung für den Leser hier ein angewandtes Beispiel gelungener Sozialforschung:
wo kommen all die Smilies her?

(Quelle: b3ta)
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