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Sonntag, 4. September 2005
Pädagogik und Geld
varzil, 20:58h
Letzte Mittwoch auf dem Elternpflegschaftsabend der Klasse 6 eines Gymnasiums im Rheinland:
Es geht um Klassenfahrten. Sie sind unbestritten wertvoll. Eigentlich sind alle froh, wenn Lehrer so etwas unternehmen.
Aber das liebe Geld: dem Land fehlt es am notwendigen Geld, um den Lehrern die Kosten, die die Klassenfahrt verursacht, zu erstatten. Und jetzt hat das Ministerium sogar verboten, dass die Eltern der Kinder die Reisekosten für die Lehrer übernehmen. Eigentlich hätte der Lehrer ja einen Reisekostenerstattungsanspruch. Damit der nicht entsteht, genehmigt man die Dienstreise nicht.
Konsequenz:
Die Lehrer wollen für ihre Arbeit nicht auch noch drauf zahlen. Also gibt es zur Zeit keine Klassenfahrt mehr ...
Viel kurzsichtiger kann man eigentlich nicht sparen.
Es geht um Klassenfahrten. Sie sind unbestritten wertvoll. Eigentlich sind alle froh, wenn Lehrer so etwas unternehmen.
Aber das liebe Geld: dem Land fehlt es am notwendigen Geld, um den Lehrern die Kosten, die die Klassenfahrt verursacht, zu erstatten. Und jetzt hat das Ministerium sogar verboten, dass die Eltern der Kinder die Reisekosten für die Lehrer übernehmen. Eigentlich hätte der Lehrer ja einen Reisekostenerstattungsanspruch. Damit der nicht entsteht, genehmigt man die Dienstreise nicht.
Konsequenz:
Die Lehrer wollen für ihre Arbeit nicht auch noch drauf zahlen. Also gibt es zur Zeit keine Klassenfahrt mehr ...
Viel kurzsichtiger kann man eigentlich nicht sparen.
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Samstag, 3. September 2005
Das Duell
varzil, 15:23h
Morgen im Fernsehen:
Vier Moderatoren, zwei öffentlich-rechtlich besoldete Frauen und zwei privat besoldete Männer, befragen eine weibliche Politikerin konservativer Provenienz und einen männlichen Politiker eher fortschrittlicher Provenienz.
Rein optisch machen die Moderatorinnen und Moderatoren mehr her als die beiden Politiker.
Man darf gespannt sein:
Vier Moderatoren, zwei öffentlich-rechtlich besoldete Frauen und zwei privat besoldete Männer, befragen eine weibliche Politikerin konservativer Provenienz und einen männlichen Politiker eher fortschrittlicher Provenienz.
Rein optisch machen die Moderatorinnen und Moderatoren mehr her als die beiden Politiker.
Man darf gespannt sein:
- 1. Ob es zwischen Christiansen und Illner zu Anfällen von Stutenbissigkeit kommt?
2. Ob und welches Balz- und Imponiergehabe die beiden männlichen Smarties (haben die eigentlich auch einen Namen?) an den Tag legen?
3. Ob Frau Merkel den Unterschied zwischen "brutto" und "netto" inzwischen auch vor laufenden Kameras erklären kann?
4. Ob Herr Schröder einen Grund nennen kann, warum man ihn nach 7 Jahren Regierungstätigkeit noch mal für 4 Jahre wählen soll? Hat er doch gerade erst dem Bundestag und dem Bundespräsidenten erklärt, dass er so wie bisher, nämlich mit einer knappen Mehrheit im Bundestag und einer Bundesratsmehrheit gegen ihn, auf keinen Fall weiterregieren kann. Ob er ernsthaft damit rechnet, eine grundgesetz-änderungsfähige Mehrheit (=66 % der Bundestagssitze) zu erreichen?
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Freitag, 2. September 2005
New Orleans "gefühllos"
varzil, 13:54h
Der Herr Graf Otto von L. hat geruht, eine Meinung zu haben:
New Orleans war die "unamerikanischste Stadt Amerikas", schreibt die Süddeutsche heute in ihrer Printausgabe.
Mag sein, das hat sich dann aber über Nacht geändert:
Das Astrodome in Houston galt gestern noch als das Ziel für all die Leute, die im Superdome in New Orleans Zuflucht gefunden hatten. Das Hauptproblem schien zu sein, wie man die 25.000 bis 30.000 von New Orleans nach Houston transportiert.
Gestern nacht ist das Astrodome wegen Überfüllung geschlossen worden.
Und es sind ur-amerikanische Verhaltensweisen, die die Situation haben entgleiten lassen:
- das Recht für jedermann, Waffen zu besitzen und benutzten zu dürfen,
- der fehlende Wille, auf die Begrenztheit natürlicher Resourcen Rücksicht zu nehmen,
- das Nebeneinander diverser Kulturen, das in der Not nicht zu einer Gemeinsamkeit, sondern zu einem Gegeneinander führt ...
Varzil wundert das nicht:
Wo einerseits jeder eine Pistole oder ein Gewehr haben kann, andererseits aber ein Fußgänger eine Straße außerhalb von Fußgängerübergängen nicht überqueren darf, da stimmen elementare gesellschaftliche Wertungen nicht ...
- ...Der Ehrenvorsitzende der FDP Otto Graf Lambsdorff fordert die Entlassung von Umweltminister Trittin. Die Äußerungen des Grünen-Politikers über eine angebliche Mitschuld der US-Regierung an Naturkatastrophen wie dem Hurrikan "Katrina" seien "selbstgerecht und gefühllos" ....(Quelle: Spiegel online)
New Orleans war die "unamerikanischste Stadt Amerikas", schreibt die Süddeutsche heute in ihrer Printausgabe.
Mag sein, das hat sich dann aber über Nacht geändert:
- Anarchy has spread through the city, where thousands of people are stranded with no food or water, in increasing desperation and fear.
...Horrific reports have emerged from the Louisiana Superdome, where up to 20,000 people have been corralled, mainly without power and sanitation, since Hurricane Katrina struck.
"People were raped in there. People were killed in there. We had multiple riots," one police officer told the AFP news agency. ...
(Quelle: BBC online)
Das Astrodome in Houston galt gestern noch als das Ziel für all die Leute, die im Superdome in New Orleans Zuflucht gefunden hatten. Das Hauptproblem schien zu sein, wie man die 25.000 bis 30.000 von New Orleans nach Houston transportiert.
Gestern nacht ist das Astrodome wegen Überfüllung geschlossen worden.
- ...The Houston Astrodome in Texas, where thousands of refugees had been bused over the past couple of days, stopped accepting refugees late Thursday. Officials said the facility had reached capacity. Buses were diverted elsewhere....(Quelle: cnn.com)
- Police officers told CNN that some of their fellow officers had simply stopped showing up for duty, cutting manpower by 20 percent or more in some precincts. Before Thursday night fell, police were stopping anyone they saw on the street and warning them that they were not safe from armed bands of young men who were attacking people and attempting to rape women. ...
Federal Emergency Management Director Michael Brown told CNN that federal officials were unaware of the crowds at the convention center until Thursday, despite the fact that city officials had been telling people for days to gather there.
"We just learned about that today, and so I have directed that we have all available resources to get to that convention center to make sure that they have the food and water, the medical care that they need," he said.
Brown also said his agency was attempting to work "under conditions of urban warfare."
An effort to evacuate patients and staff from downtown's Charity Hospital had to be suspended after a sniper opened fire on rescuers....
(Quelle: cnn.com)
Und es sind ur-amerikanische Verhaltensweisen, die die Situation haben entgleiten lassen:
- das Recht für jedermann, Waffen zu besitzen und benutzten zu dürfen,
- der fehlende Wille, auf die Begrenztheit natürlicher Resourcen Rücksicht zu nehmen,
- das Nebeneinander diverser Kulturen, das in der Not nicht zu einer Gemeinsamkeit, sondern zu einem Gegeneinander führt ...
Varzil wundert das nicht:
Wo einerseits jeder eine Pistole oder ein Gewehr haben kann, andererseits aber ein Fußgänger eine Straße außerhalb von Fußgängerübergängen nicht überqueren darf, da stimmen elementare gesellschaftliche Wertungen nicht ...
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