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Dienstag, 6. September 2005
GMail
Jetzt übertreiben sie es aber:
Nach dem Einstieg des Autors bei Google Mail im Januar - es gab damals noch die in Deutschland inzwischen domainrechtlich nicht mehr verfügbaren gmail.com-Adressen - waren es zunächst 5 Einladungen, im April dannr 50 Einladungen, die man verschicken konnte. Jetzt sind es also 100 Einladungen ...

Wer auf dieser Welt hat Bedarf für 100 Einladungen? Und was kommt als nächste Stufe?

GMail ist ja ganz ok:
  • GMail kostet derzeit nix. Soll angeblich auch so bleiben.
  • 2 GB werbefrei sind wirklich kein schlechtes Argument.
  • Die Suche ist meist schnell und zielsicher und funktioniert wie bei Google sonst schon üblich,
  • Die Oberfläche im Browser leuchtet unmittelbar ein, es gibt auch eine deutsche Oberfläche, allerdings sind die deutschen Hilfetexte doch noch etwas dünn (Stand Juli 2005),
  • Man kann die E-Mails (auch automatisch) mit (selbstdefinierten) Tags versehen, und auch eine E-Mail mit mehreren Tags auszeichnen,
  • das Importieren von Adressen geht problemlos.
  • der Spam-Filter ist ziemlich effektiv (= 99 % zuverlässig).
  • es gibt fast keine Probleme mit den Zeichensätzen - € ist €, ein § bleibt ein § usw.
  • es gibt einen (passwortgeschützten) RSS-Feed für den E-Mail-Account.
Was nicht geht:
  • Gelegentlich ist GMail ziemlich langsam (so 1 x pro Woche)
  • Man kann keine E-Mails von anderen E-Mail-Servern mit pop imap o.ä. durch GMail abholen. (Allerdings kann eine der web.de-Server sowohl POP als auch die gepopten E-Mails dann weiterleiten :-))
  • Man kann die E-Mails nur nach dem Eingangsdatum sortieren, nicht aber nach Absender (das kann man aber wohl über die Suche kompensieren)
Insgesamt macht GMail da einen ziemlich guten Job.

Nachtrag vom 26.10.2007
Inzwischen kann GMail nicht nur POP, sondern auch IMAP. Das passiert einfach so, ohne große Ankündigung. Man blättert in den Einstellungen des Accounts herum und liest auf einmal:
Forwarding and POP/IMAP
Früher stand da nur "Forwarding", seit geraumer Zeit steht da "Forwarding and POP", seit heute (letzte Woche stand das da jedenfalls noch nicht) ergänzt um "IMAP". Schön so. Außerdem hat das Postfach jetzt 3,4 GB Speicherplatz, davon sind (nach 2 Jahren) ca. 17 Prozent belegt...

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Montag, 5. September 2005
Der Kreisel lebt
So wie hier jüngst an der Kreuzung K 12n mit der K 5 nahe Alfter (Bild: Generalanzeiger Bonn) wird seit etlichen Jahren nun eine Ampel-Kreuzung nach der anderen durch einen Kreisverkehr ersetzt.
    "...Wie berichtet, war ihre 19-jährige Tochter Linda im August 2004 auf dem Weg von Oedekoven, wo ihr Freund wohnte, ins heimatliche Lohmar tödlich verunglückt. Ein Zeitpunkt, zu dem der Verkehr an der stark frequentierten Stelle lediglich per Stoppschild geregelt war. Seit der Eröffnung der K 12n am 1. April vergangenen Jahres bis Anfang Oktober hatten sich auf der Strecke 23 Verkehrsunfälle ereignet, zumeist verursacht durch überhöhte Geschwindigkeit.

    Der 35 Meter breite Kreisel, den die Stadt Bonn finanziert, kostete rund 230 000 Euro. Empfohlen hatte die Anlage die Unfallkommission, der Vertreter aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis angehören.
    ..."(Quelle: Generalanzeigers Bonn)
In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte die Republik noch viel Mühe aufgewendet, um diverse alte Kreisverkehre zu Ampelkreuzungen umzubauen. Zuletzt hatte es Ende der Neunziger den Verteilerkreis im Süden Kölns erwischt - er wurde zwar nicht abgebaut, aber durch eine Ampelanlage sozusagen "kastriert".

Seit Ende der Achtziger ist allerdings auch schon wegen der Unterhaltskosten der Ampelanlagen ein Umdenken und ein erneutes Umbauen im Gang. Denn ein Kreisverkehr geht weniger schnell kaputt als eine Ampel, funktioniert auch bei Stromausfall und kostet alle Beteiligten weniger - in der Regel braucht der Autofahrer auch nicht vollständig anzuhalten (= Benzinersparnis). (Details zur Geschichte des Kreisverkehrs bei wikipedia.de).
Inzwischen hat selbst der Gesetzgeber geschaltet und ein neues Verkehrszeichen, das ungefähr so wie das alte aus den Fünziger Jahren aussieht, geschaffen. Nur die alte Wirkung: "Kreisverkehr hat Vorfahrt" hat das Zeichen nicht mehr. Dafür braucht man heute ein weiteres Verkehrszeichen "Vorfahrt gewähren"
    "§ 9a StVO:
    (1) Ist an der Einmündung in einen Kreisverkehr Zeichen 215 (Kreisverkehr) unter Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren!) angeordnet, hat der Verkehr auf der Kreisfahrbahn Vorfahrt. Bei der Einfahrt in einen solchen Kreisverkehr ist die Benutzung des Fahrtrichtungsanzeigers unzulässig....(Quelle:Juris)
Übrigens: Über die weiße durchgezogene Linie innen im Kreisverkehr (s.o.) darf man nur drüber fahren, wenn das bauartbedingt unvermeidbar ist (vgl. § 41 Abs 3 Nr. 3 StVO:
    " ...Begrenzt die durchgehende Linie die Mittelinsel eines Kreisverkehrs,darf sie nur im Fall des § 9a Abs. 2 Satz 2 überfahren werden."
Varzil wundert vor allem, dass beim Neubau der K 12n bei Alfter nicht direkt ein Kreisverkehr, sondern erst eine Stoppstraße gebaut wurde.

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Sonntag, 4. September 2005
Pädagogik und Geld
Letzte Mittwoch auf dem Elternpflegschaftsabend der Klasse 6 eines Gymnasiums im Rheinland:

Es geht um Klassenfahrten. Sie sind unbestritten wertvoll. Eigentlich sind alle froh, wenn Lehrer so etwas unternehmen.

Aber das liebe Geld: dem Land fehlt es am notwendigen Geld, um den Lehrern die Kosten, die die Klassenfahrt verursacht, zu erstatten. Und jetzt hat das Ministerium sogar verboten, dass die Eltern der Kinder die Reisekosten für die Lehrer übernehmen. Eigentlich hätte der Lehrer ja einen Reisekostenerstattungsanspruch. Damit der nicht entsteht, genehmigt man die Dienstreise nicht.

Konsequenz:
Die Lehrer wollen für ihre Arbeit nicht auch noch drauf zahlen. Also gibt es zur Zeit keine Klassenfahrt mehr ...

Viel kurzsichtiger kann man eigentlich nicht sparen.

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