Freitag, 16. Dezember 2005
der schlechteste Witz
Das bringt es alles nicht:
Erst fängt Spiegel-online eine Abstimmung an über den schlechtesten Witz und bringt 20 Beispiele,
    "Stolz präsentieren wir nun den absoluten Nullpunkt der Witzkultur, bei dem auch das letzte Lachen gefriert."
    (Quelle:Spiegel online)
dann entschuldigen sie sich auch noch dafür...
    SPIEGEL ONLINE entschuldigt sich

    Zu viel Lachen ist gar nicht gesund. Aber deshalb gleich den Ruf des deutschen Humors ruinieren? Nein, die SPIEGEL-ONLINE-Kür der miesesten Witze ging daneben."(Quelle: Spiegel online)
Dabei bleibt völlig unklar, was eigentlich das Kriterium für einen schlechten Witz ist. Entweder er ist witzig oder nicht. Wenn er nicht witzig ist, dann ist er kein Witz, noch nicht einmal ein schlechter. Und so schlecht waren die Witze dann auch gar nicht, dass man sie als "Nicht-Witz" einordnen könnte.
    Nur so als Kontrollüberlegung:
    Ist das schlechteste Auto in dem Sinne noch ein Ding mit 4 Rädern, oder ginge als das schlechteste Auto auch ein Pferd oder ein großer Stein durch?
Und darum geht die Entschuldigung auch daneben. Wenn man den Entschuldigungs-Text wirklich komplett läse und auch noch ernst nähme, könnte man gar meinen, dass die Entschuldigung witzig gemeint sein sollte. Für einen Witz ist die Story aber einfach zu lang.

Varzil glaubt, dass Spiegel online sich mit dem Beitrag verspätet für seinen eigenen Wettbewerb qualifizieren wollte.

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Donnerstag, 15. Dezember 2005
Kernlos - kastriert
Allenthalben sind auf Märkten und in Obstregalen "kernlose" Weintrauben im Vormarsch. Früher waren sie nur bei Omas und Opas beliebt, weil die Kerne von Weintrauben sich zwischen den dritten Zähnen verklemmten; heute geht das Gerücht um, dass die Kerne sich im Darm sammeln und Übelstes anrichten. Also isst der hippe Mensch "kernlose" Trauben.

Dabei schmecken die doch bloß süß, haben kein eigenes Aroma, sind eigentlich also langweilig.

Varzil meint:
Wie kann man nur von einer kastrierten Frucht mehr erwarten ...

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Dienstag, 13. Dezember 2005
HiFi und Sony CD-Kopierschutz
Über den Sony-Kopierschutz ist ja soviel geschrieben worden (statt vieler siehe nur die Übersicht bei heise online), dass ein weiterer Text hier eigentlich überflüssig ist.
    (Wer es noch nicht oder nicht mehr weiß: Sony hat Audio-CDs mit einem Kopierschutz verkauft, der auf rootkit-Techniken zurückgreift.)
Warum der Autor hier dennoch dazu was schreibt?

Die grandios mißlungene Sony-Aktion war dem Autor, der heute nach längerer Zeit wieder einmal im Archiv gelesen hat, offenbar schon am 1. Juni 05 übel aufgestoßen, als über die verborgenen Virus-Qualitäten des Kopierschutzes noch gar nichts bekannt war.

Der alte Spiegel-online-Artikel ist inzwischen im Bezahl-Kontent verschwunden und das Zitat bei Koriander lässt nur noch den typischen Pressemitteilungsgeschmack erkennen.

Aber es gibt offenbar einige Auswirkungen:
Das PR-Debakel bei Sony in Sachen "Kopierschutz" bremst ganz locker den Media-Center-Hype aus, ohne weitere Beeinträchtigungen auszulösen - im Alltag stört der "Kopierschutz" die allermeisten Menschen kaum. Wer hört schon CDs über seinen PC ...

Gute Musik klingt auf der konventionellen HiFi-Anlage allemal besser.

Und auch der Bericht in der letzten c't, 25 aus 2005 über die Media-Center-PCs (Link zum dem unvollständigen online-Artikel, die Papier-Ausgabe spart dem einen Kauf Erwägenden unter Umständen einige Tausend Euro) motivierte den Autor nicht gerade dazu, auch nur für eine Sekunde über einen nur mäßig gut funktionierenden Ersatz für die problemlos laufende HiFi-Anlage nachzudenken.

Varzil dankt der c't, nicht zuletzt aber auch Sony an dieser Stelle ausdrücklich dafür, zu diese Erkenntnis verholfen zu haben...

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Con und Pute
Da lebt man nun jahrzehntelang Grenze an Grenze und man lernt nicht aus. Es gibt immer wieder was Neues bei den Franzosen:
    "...Or learn that the French invented the word ordinateur in order not to have to say "computer", because con is slang for vagina and pute slang for whore, the combination of which is literally unspeakable in haunts of the chivalrous...."
    (Quelle: The Independent online via Gedanken über Sinn und Zweck...)
Man kann die Franzosen in ihrem (verständlichen) Kampf gegen Anglizismen ja für leicht verklemmt chauvinistisch und puristisch halten, wenn sie "le weekend" und "le picknick" auf den Index der unfranzösischen Worte setzen.

Bei "ordinateur", dem Ersatz für den "computer" geht es allerdings offenbar um die Wahrung eines Minimums an Sprachkultur und Alltagsästhetik. Denn wer würde schon gerne für sein alltägliches Arbeitswerkzeug ein Wort verwenden, das so ähnlich wie (pssst - Flüstermodus) "Fotzennutte" (Flüstermodus aus) klänge.

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