Donnerstag, 5. Januar 2006
Google und das Beseitigen erkannter Fehler
Ohne konkreten Anlaß: Texte, die man so vor sich hin schreibt, weil man sich geärgert hat, entwickeln ein Eigenleben. Thesen, d.h. Irrtümer, die man löschen möchte, auch...

Sie stehen im Blog, zwar nicht unveränderlich, aber dank Google-Cache doch kaum noch aus der Welt zu schaffen.

Man kann im Blog also einen Beitrag zwar offline stellen oder auch löschen, aber der Google-Cache behält den Blödsinn dennoch ...

Google macht es einem nicht gerade leicht, erkannte Fehlern auszumerzen. Vermutlich dauert es ziemlich lange, bis der Blog-Artikel, in dem man Buße tut ("ich habe mich geirrt, durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroß0e Schuld"), ein ähnliches Ranking erreicht hat wie der Sündenfall.

Eine moderne Form der Buße bleibt einem übrig: man schreibt unter den als Blödsinn erkannten Blogeintrag eine Ergänzung, dass man das, was man da geschrieben hat, inzwischen für Blödsinn hält. Sozusagen virtuelle Asche auf das Haupt!

Früher, als die Welt noch ausschließlich katholisch war, ging das mit dem "mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa ...." ja relativ einfach, in der Welt des Webs allerdings ist tätlige Buße und Reue schwieriger geworden. Wie so vieles im Leben...

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Mittwoch, 4. Januar 2006
Einigung
Was ist denn daran nun so schwer gewesen?
    "...Die beiden Nachbarländer haben im Gas-Streit einen Kompromiss erzielt: Statt wie bisher 50 Dollar wird die Ukraine künftig 95 Dollar für 1000 Kubikmeter importiertes Gas bezahlen. ..."
    (Quelle:sueddeutsche.de)
Warum dreht man dem Geschäftspartner erst einmal den Saft ab und lässt ihn frieren, bevor man sich mit ihm dann doch einigt? Russland bewegt sich im internationalen Geschäft offenbar ähnlich tölpelhaft wie in manchen bereichen die USA.

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Montag, 2. Januar 2006
Russland und der vernünftige Umgang mit Freunden
Russland - hat jetzt den Vorsitz in der G8-Runde - hat einen Gaskonzern, der seit gestern, also mitten im Winter, der Ukraine das Gas abstellt (Quelle: statt vieler Netzeitung).

Die Argumentation der Russen ist schlüssig:
Die Ukraine hat sich dem Westen zugewendet und damit von Russland distanziert. Damit ist der Grund für billige Energielieferungen (die ehemalige sowjetische Völkerfreundschaft) weggefallen - und es gelten Weltmarktbedingungen.

Das vervierfacht bis verfünffacht die Energiekosten in der Ukraine - und es macht die Russen nicht gerade beliebter, weder bei den Ukrainern noch beim Rest der Welt. Denn wer einem im kontinental kalten Winter das Gas abdreht, aus was für Gründen auch immer, ruft negative Emotionen hervor.

Beunruhigend ist, dass Russland und Ukraine nicht einmal über eine Übergangsregelung ins Gespräch kommen.

Eine zusätzliche Gasleitung, die nicht durch die osteuropäischen Länder, sondern durch die Ostsee nach Deutschland geht, macht es in Zukunft noch einfacher, die Osteuropäer frieren zu lassen (weil Westeuropa dann nicht mehr so betroffen ist).

Was verspricht sich Russland davon? Und was will so ein Verhalten uns sagen?

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