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Mittwoch, 16. August 2006
GraSS und das "ss"
varzil, 16:36h
Mal waSS andereSS zu Günter GraSS:
Das Bekenntnis von Grass zum "ss" ist also nichts Neues. Allerdings unterschreibt er immer noch so ähnlich wie damals:
Die Unterschrift rechts stammt von der Homepage des Deutschen Elternvereins aus einem Aufruf zur "klassischen" Rechtschreibung, und zwar aus dem Jahr 2006.
"Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 als Günther Graß in Danzig-Langfuhr geboren. ..."(Quelle: wikipedia, Text in Wikipedia-Artikel eingefügt am 23.2.2005, als Beleg hier rechts ein Ausschnitt aus der Kriegsgefangenen-Karteikarte:)
- "...Grass war 1996 Mitunterzeichner der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform. Auch in neueren Werken verwendete Grass weiterhin die „alte“ Rechtschreibung..."
(Quelle: wikipedia)
Das Bekenntnis von Grass zum "ss" ist also nichts Neues. Allerdings unterschreibt er immer noch so ähnlich wie damals:
Die Unterschrift rechts stammt von der Homepage des Deutschen Elternvereins aus einem Aufruf zur "klassischen" Rechtschreibung, und zwar aus dem Jahr 2006.... link (1 Kommentar) ... comment ...bereits 1281 x gelesen
Dienstag, 15. August 2006
Taarof: Lüge und Wahrheit im Iran
varzil, 14:16h
Die Papierausgabe der Süddeutschen Zeitung hat montags eine Beilage mit Beiträgen aus der New York Times dabei. Oft liest man die Beilage nicht oder nur oberflächlich,
Aber zurück zu Persien:
Varzil hat sich ja schon mal über Ahmadinedschad gewundert (siehe Eintrag "Israel soll umziehen") - möglicherweise darf man "den" Iraner einfach nicht beim Wort nehmen. Ignorieren wäre auch eine Alternative, zumindest solange, bis plausibel ist, dass er meint, was er sagen.
- weil die Beiträge meist ein paar Tage alt sind,
- weil man frühmorgens lieber deutsch als englisch liest oder
- weil die Artikel dann doch etwas langweilig wirken
- oder weil die Zeit nicht reicht oder
- ...
"..There is a social principle in Iran called taarof, a concept that describes the practice of insincerity—of inviting people to dinner when you don’t really want their company, for example. Iranians understand such practices as manners and are not offended by them.
But taarof is just one aspect of a whole framework for communication that can put Iranian words in a completely different context from the one Americans are familiar with.
“You have to guess if people are sincere, you are never sure,” said Nasser Hadian, a political science professor at the University of Tehran. “Symbolism and vagueness are inherent in our language.”
...
“Speech has a different function than it does in the West,” said Kian Tajbakhsh, a social scientist who lived for many years in England and the United States before returning to Iran a decade ago.
“In the West, 80 percent of language is denotative. In Iran 80 percent is connotative.” Translation: In the West, “yes” generally means yes. In Iran, “yes” can mean yes, but it often means maybe or no. In Iran, Dr. Tajbakhsh said, listeners are expected to understand that words don’t necessarily mean exactly what they mean.
“This creates a rich, poetic linguistic culture,” he said. “It creates a multidimensional culture where people are adept at picking up on nuances. On the other hand, it makes for bad political discourse. In political discourse people don’t know what to trust.”
It is not a crude ethnic joke or slur to talk about taarof, but a cultural reality that Iranians say stems from centuries under foreign occupation. Whether it was the Arabs, the Mongols or the French and the British, foreign hegemony taught Iranians the value of hiding their true face.
(Quelle: Montagsbeilage der Süddeutschen Zeitung, S. 1 und S. 4, online bei New York Times nur gegen Geld lesbar)
Aber zurück zu Persien:
Varzil hat sich ja schon mal über Ahmadinedschad gewundert (siehe Eintrag "Israel soll umziehen") - möglicherweise darf man "den" Iraner einfach nicht beim Wort nehmen. Ignorieren wäre auch eine Alternative, zumindest solange, bis plausibel ist, dass er meint, was er sagen.
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Montag, 14. August 2006
Krass: Grass
varzil, 16:35h
1. Demnächst erscheint eine Autobiographie von Günther Grass "Beim Häuten der Zwiebel".
- Kommenar:
Interessiert das außerhalb des Kreises der begeistert Biographien-Lesenden? Bei Amazon demnächst für 24 oder als limitierte Erstausgabe für 48 Euro zu haben! Coverbild gibt's dort noch nicht.
- "Es ist ein gewagtes Bekenntnis: Günter Grass bekennt sich zu den Schatten seiner Vergangenheit. In einer demnächst erscheinenden Autobiografie schreibt er über seine Mitgliedschaft in der Waffen-SS..."
(Quelle: ähnlich eigentlich ganz viele, aber selten so deutlich wie hier im Stern-online)
- Kommenar:
Zur Waffen-SS:
Eingezogen zur Waffen-SS - na und? Das waren gegen 1945 etliche Hunderttausende andere auch, die meisten von denen sind jetzt wohl tot, und der Rest hält auch meist den Mund.
Zur FAZ:
Die hat sicher ein interessantes Feuilleton, und außerdem noch sicherer eine eher konservative Leserschaft, die sich gerne über dieses verspätetes Bekenntnis ereifert.
- Kommenar:
Warum eigentlich über Grass und nicht über seine Bücher? Sind die zu dick?
- Kommenar:
Wenigstens einer, dem das viele Gerede nutzt.
Nachtrag 18:55 Uhr
5. Grass redet schon wieder oder immer noch, diesmal in der Süddeutschen:- [Statements zur Kritik an seiner Person:]
"...Ich kann nur hoffen, dass einige Kommentatoren jetzt mein Buch genau lesen. ..."
(Quelle: Süddeutsche online)
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