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Freitag, 29. September 2006
Tabellenkalkulationen
varzil, 14:14h
Excel ist bei Tabellenkalkulationen im Alltag eigentlich das Maß der Dinge: es läuft unaufgeregt, tut das, was man von dem Programm erwartet, und überrascht gelegentlich mit netten Funktionen.
Bei der Auswertung von Auszügen aus Squid-Protokollen stellt Excel (aus dem MS Office 2003 Paket) sich aber störrisch an. Wenn man mit der Funktion "ZÄHLENWENN" in einer andere Excel-Datei (ca. 1 MB groß) mit einer ca 20.000 Zeilen umfassenden Tabelle zählen lassen will, wie oft eine IP-Adresse protokolliert worden ist, streikt Excel mit der Fehlermeldung:
Nun hat der Autor dieselbe Operation (ZÄHLENWENN) mit Calc von "OpenOffice 2.0.3" erfolgreich, wenn auch zäh durchgeführt. Also kauft er sich keinen neuen Rechner, da er nur wegen der Langsamkeit des Programms zu Excel gewechselt war. Vielmehr kehrt er bekehrt zu OpenOffice Calc zurück.
Ist zwar immer noch langsam, aber immerhin - und die .ods-Dateien sind deutlich kleiner als die .xls-Dateien.
Bei der Auswertung von Auszügen aus Squid-Protokollen stellt Excel (aus dem MS Office 2003 Paket) sich aber störrisch an. Wenn man mit der Funktion "ZÄHLENWENN" in einer andere Excel-Datei (ca. 1 MB groß) mit einer ca 20.000 Zeilen umfassenden Tabelle zählen lassen will, wie oft eine IP-Adresse protokolliert worden ist, streikt Excel mit der Fehlermeldung:
- "Microsoft Excel kann diesen Vorgang mit den verfügbaren Ressourcen nicht ausführen. Bitte wählen Sie weniger Daten aus oder schliessen (sic!) Sie andere Programme"
Nun hat der Autor dieselbe Operation (ZÄHLENWENN) mit Calc von "OpenOffice 2.0.3" erfolgreich, wenn auch zäh durchgeführt. Also kauft er sich keinen neuen Rechner, da er nur wegen der Langsamkeit des Programms zu Excel gewechselt war. Vielmehr kehrt er bekehrt zu OpenOffice Calc zurück. Ist zwar immer noch langsam, aber immerhin - und die .ods-Dateien sind deutlich kleiner als die .xls-Dateien.
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Donnerstag, 28. September 2006
Mydra oder Hedusa
varzil, 17:58h
Die Afghanistan-Diskussion läuft - wenn man will, wird Deutschland auch am Hindukusch verteidigt. Deutschland ist überall, so richtig scharf definiert war der Begriff ja noch nie.
Eine klassische Fehlbildung lässt hingegen eine ZDF-Meldung zum Thema erkennen:
Das ZDF hat also eine Chimäre geschaffen, ein Wesen mit den Eigenschaften und Körperteilen eines anderen Wesens.
Varzil weist darauf hin, dass Chimaira laut Wikipedia eine Schwester von Hydra war. So hängt alles mit allem zusammen. Kein Wunder, wenn man da Mydra und Hedusa verdrechselt.
Bleibt zu hoffen, das die Truppen in Afghanistan sich weder mit Medusa noch mit Hydra noch mit einer Chimäre herumschlagen müssen; und mögen sie auch von Skylla und Charybdis verschont bleiben.
Eine klassische Fehlbildung lässt hingegen eine ZDF-Meldung zum Thema erkennen:
- "...
Die NATO-geführte ISAF nannte ihre am Samstag begonnene Offensive in Südafghanistan "Operation Medusa": Kritiker sehen in diesem Namen etwas unbewusst Wahres: Für jeden der mehr als 200 Köpfe, die die ISAF den Taliban abschlug, würden neue nachwachsen. ...
(Quelle: zdf online
...
Die Hydra war eine übergroße Wasserschlange mit neun Köpfen, von denen acht sterblich waren und der in der Mitte stehende neunte unsterblich. ...
Herakles trat ihr unerschrocken entgegen .... Nun nahm es Herakles in Angriff, mit seiner Keule dem Ungeheuer die Köpfe zu zerschmettern. Anfänglich aber hatte er keinen Erfolg damit, denn kaum hatte er einen Kopf der Hydra zerschlagen, so wuchsen dieser anstatt des einen Kopfes zweie neu hervor.
(Quelle für Text und Bilder: Wikipedia zu Medusa und Hydra)
Varzil weist darauf hin, dass Chimaira laut Wikipedia eine Schwester von Hydra war. So hängt alles mit allem zusammen. Kein Wunder, wenn man da Mydra und Hedusa verdrechselt.
Bleibt zu hoffen, das die Truppen in Afghanistan sich weder mit Medusa noch mit Hydra noch mit einer Chimäre herumschlagen müssen; und mögen sie auch von Skylla und Charybdis verschont bleiben.
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Grenzen des Verstandes
varzil, 15:46h
Der Versuch, im Zusammenhang mit der "Pioneer-Anomalie" die Schwerelosigkeit im Weltall zu erklären, entlockt einer Kollegin den Ausruf:
Was unmittelbar zu der Frage führt:
Was passiert da eigentlich, wenn man etwas nicht Vorstellbares erklärt?
Varzil: Da überschneiden sich die Grenzen von Wissenschaft und Theologie.
- "Das kann man sich ja gar nicht vorstellen!"
Was unmittelbar zu der Frage führt:
Was passiert da eigentlich, wenn man etwas nicht Vorstellbares erklärt?
Varzil: Da überschneiden sich die Grenzen von Wissenschaft und Theologie.
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Mittwoch, 27. September 2006
Die Pioneer-Anomalie
varzil, 14:11h
Pioneer 10 und 11 waren Raumsonden, die in den 70er Jahren starteten und das äußere Sonnensystem untersuchen sollten. Wegen der außerordentlichen Beschleunigung, die nötig war, um dort hin zu kommen, war von Anfang an klar, dass die Sonden unser Sonnensystem verlassen würden. Deshalb hatte man auf die Sonden ein Piktogramm gemalt, das den Autor damals schon faszinierte, das aber eigentlich dazu gedacht war, irgendwelchen außerterrestrischen Nachbarn eine Vorstellung von dem Absender der Sonden zu geben:

(Bild bei univers-revew.ca)
Unwillkürlich denkt man an die wahrhaft grundlegende Erkenntnis von Sokrates
Wikipedia ist inzwischen schlauer:

(Bild bei univers-revew.ca)
- Anmerkung:
Voraussichtlich werden die Sonden erst in mehr als 4 Millionen Jahren benachbarte Sterne erreichen - ob dieses Bild also jemals gelesen wird, werden wir nie erfahren.
- "... Pioneer 10 und 11 sind nicht da, wo sie eigentlich sein sollten. Irgendetwas hält sie zurück. Eine sehr kleine, aber deutlich messbare Kraft. Jede der beiden Sonden ist heute etwa 400.000 Kilometer von dem Ort entfernt, an dem sie sein müsste, ginge alles mit rechten Dingen zu. Oder besser gesagt, ginge es allein mit den heute bekannten Dingen zu.
Die offensichtliche Abbremsung der Sonden ist extrem gering. Sie entspricht einem Zehnmilliardstel der Beschleunigung auf der Erdoberfläche. Die Bahnabweichung ist bei beiden genau gleich groß, obwohl sie sich fast in entgegengesetzter Richtung aus dem Sonnensystem entfernten. Was also ist los da draußen? ..."
(Quelle: Spiegel online)
- "...Die Pioneer-Anomalie beschreibt ein bisher noch ungeklärtes Abweichen der 1972 und 1973 gestarteten NASA-Sonden Pioneer 10 und Pioneer 11 von deren berechneten Flugbahnen. Dieses Phänomen ist derzeit noch ein Rätsel für die Wissenschaftler. Als Lösungsvorschläge kommen eine ganze Bandbreite von Erklärungen in Frage: von so simplen Effekten wie einem Schub durch austretendes Gas bis hin zu einem unbekannten neuartigen physikalischen Effekt, der die Physik verändern könnte. ...
(Quelle: Wikipedia zur Pioneer-Anomalie)
- Das Jet Propulsion Laboratory oder kurz JPL baut und steuert Satelliten und Raumsonden für die NASA. Es ist eine der angesehensten Raumfahrteinrichtungen der Welt.
Das JPL gehört zum California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena (Kalifornien); unter seiner Federführung wurden die erfolgreichsten Raumsonden-Projekte der NASA durchgeführt. Um den Kontakt zu den Sonden aufrecht erhalten zu können, betreibt das JPL das Deep Space Network...."(Quelle: Wikipedia)
- "Our previous analyses of radio Doppler and ranging data from distant spacecraft in the solar system indicated that an apparent anomalous acceleration is acting on Pioneer 10 and 11, with a magnitude aP 8×10-8 cm/s², directed towards the Sun. Much effort has been expended looking for possible systematic origins of the residuals, but none has been found. A detailed investigation of effects both external to and internal to the spacecraft, as well as those due to modeling and computational techniques, is provided. We also discuss the methods, theoretical models, and experimental techniques used to detect and study small forces acting on interplanetary spacecraft. These include the methods of radio Doppler data collection, data editing, and data reduction.
There is now further data for the Pioneer 10 orbit determination. The extended Pioneer 10 data set spans 3 January 1987 to 22 July 1998. [For Pioneer 11 the shorter span goes from 5 January 1987 to the time of loss of coherent data on 1 October 1990.] With these data sets and more detailed studies of all the systematics, we now give a result, of aP = (8.74 ± 1.33) × 10-8 cm/s². (Annual/diurnal variations on top of aP , that leave aP unchanged, are also reported and discussed.) ..."
(Quelle: John D. Anderson, Philip A. Laing, Eunice L. Lau, Anthony S. Liu, Michael Martin Nieto, Slava G. Turyshev in "Study of the anomalous acceleration of Pioneer 10 and 11")
Unwillkürlich denkt man an die wahrhaft grundlegende Erkenntnis von Sokrates
- "Ich weiß, dass ich nichts weiß".
Wikipedia ist inzwischen schlauer:
In den Pioneer-Sonden erzeugen Radioisotopenbatterien elektrische Energie und produzieren Wärme von 2 bis 5 kW. Vieles deutet darauf hin, dass die Wärme nicht isotrop abgestrahlt wird. Stattdessen wird sie von der Rückseite der Parabolantenne reflektiert. Da die Antenne zur Erde ausgerichtet ist, lenkt sie die Strahlung in Flugrichtung und verursacht eine Verzögerung. Nimmt man eine Wärmequelle von 3 kW an und eine Masse der Sonde von 250 kg, erhält man:na dann - wir wissen jetzt also ein bisschen mehr.Unter der Annahme, dass nur ein Teil der Strahlung in Flugrichtung fokussiert wird, liegt die Abschätzung in der Größenordnung des beobachteten Effekts von 1·10−9 m/s².
- Schub = Strahlungsleistung / Lichtgeschwindigkeit: 10 µN
- Verzögerung = Schub/ Masse: 4×10−8 m/s²
Im April 2011 konnte ein Team portugiesischer Forscher auf Basis neuer, detaillierter Modelle für die Wärmeabstrahlung mittels Computersimulationen den Effekt vollständig auf eine ungleichmäßige Wärmeabstrahlung, insbesondere der Reflexion der Wärmestrahlung an den unterschiedlichen Bauteilen der Sonde zurückführen. Ebenfalls im April 2011 präsentierten Bremer Forscher ein auf der Finite-Elemente-Methode basierendes Verfahren, mit dem die gemessene anomale Beschleunigung komplett als thermaler Rückstoßeffekt beschrieben werden kann.
(Quelle: Wikipedia zur naheliegenden Lösung)
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