Samstag, 11. November 2006
Auto-Sensor
Bei einem neuen Auto freut und wundert man sich ja über vieles:
  • Wo ist das Licht, der Rückwärtsgang, der Scheibenwischer-Schalter?
  • Wie verstellt man den Sitz?
  • Wo ist der Benzintank-Einfüllstutzen?
  • Wie geht die Motorhaube auf?
Und dann die Automatischen Helferlein:
  • Radio: wie kriegt man die Staumeldungen in das Programm von WDR 3?
  • Funktioniert die automatische Temperaturreglung auch ohne das Einschalten der Klimaanlage?
  • Und wie geht das mit der Automatik für Licht-Einschalten und Scheibenwischer-Einschalten? Muss man die Automatik einschalten - oder bleibt sie eingeschaltet, auch wenn man den Motor aus- und wieder angemacht hat?
  • Ganz zu schweigen von dem obskuren Navi...
Aber es ist schon einfach toll, ein Auto mit dem Kilometerstand "9" zu fahren...

Und warum schafft Toyota es (in der Fotogalerie hinter dem Foto oben) nicht, den silbernen Kombi Auto wenigstens einmal in horizontaler Position zu fotografieren? (Mit dem schwarzen Kombi gehts doch).

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Freitag, 10. November 2006
Lilith: die paradiesischen Zustände
Gespräch beim Mittagessen:

These:
Adam hatte es mit den Zehn Geboten noch vergleichsweise leicht. Zum einen kamen sie erst später auf die Welt, zum anderen gab es nur eine Frau, Eva, sodass Adam die Norm "Du sollst nicht ehebrechen" gar nicht verletzen konnte, selbgst wenn er gewollt hätte.

Einwand: In einigen eher apokryphen Schriften gibt es Hinweise darauf, dass Eva gar nicht die erste und einzige Frau war. Adam hätte also genau die Probleme schon gehabt, die alle Adams nach ihm auch hatten:
    Jüdische Legenden um Lilith

    Auf hebräisch bedeutet der Name Lilith (לילית) die Nächtliche.

    Laut traditionellem Midrasch erschuf Gott Adam und Lilith aus dem selben Lehm, um Adam eine Partnerin zu schenken. Gott holte Lilith vor der ersten Nacht noch zu sich und sagte ihr, sie solle Adam untertan sein, was bedeute, dass sie beim Geschlechts­akt unten zu liegen habe. Dies wurde von Lilith nicht akzeptiert. Denn der Lehm, aus dem Lilith erschaf­fen worden war, war durch den Speichel des verstoßenen Samael verunreinigt worden.

    Lilith stritt sich mit Adam und verschwand dann aus dem Paradies in die Wüste. ... Adam beklagte sich bei Gott über seine Einsamkeit, welcher ihm dann Eva aus seiner Rippe erschuf. Die ursprüngliche Übersetzung war "Seite" statt "Rippe". Die Rippe ist im Gegensatz zur Seite ein verzichtbarer Teil, woraus in der ursprünglichen Version, doch eine Gleich­berech­tigung von Adam und Eva, sprich Mann und Frau, abgeleitet werden kann.

    Lilith aber blieb unsterblich, da sie nie die verbotene Frucht vom "Baum der Weisheit" aß und vereinigte sich in einer Schlucht nahe dem Paradies mit Dämonen, um Dämonenkinder, genannt Lilim, zu gebären. ..."
    (Quelle: Wikipedia zu Lilith; Bild rechts "Lilith" von John Collier)
Mehrere Dinge sind an dieser Legende interessant: Neben der göttlichen Empfehlung der Missionarsstellung ist auch der erste Zoff zwischen Mann und Frau bemerkenswert. Lilith geht aus dem Paradies in die Wüste. So richtig toll kann das Paradies für sie nicht gewesen sein - für Adam vermutlich dann aber auch nicht.

"Paradiese Zustände" in einem ganz neuen Licht.

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Donnerstag, 9. November 2006
Kreisverkehr (2)
Schon vor mehr als einem Jahr hatte sich Koriander dem Kreisverkehr gewidmet.

Nun tut es auch der Bonner Generalanzeiger, offenbar weil der städtische Verkehrsplaner Helmut Haux sich an die Öffentlichkeit wandte:
    "...Haux nennt die Vorteile: höhere Verkehrssicherheit, flüssiger Verkehrsablauf und geringe Kosten: "Für uns Verkehrsplaner ist die Sicherheit das Wichtigste." In einen Kreisel fährt der Autofahrer langsam rein, es kommt bei Zusammenstößen meist nur zu kleinen Blechschäden. Bei Kreuzungen sind alle schneller, es kommt zu schwereren Verletzungen. Besonders häufig passiert es in Bonn, wenn Linksabbieger nicht auf den Gegenverkehr achten. "Das scheint typisch deutsch zu sein", sagt Haux.

    Kreisel sind unter dem Strich billiger als Ampeln. Eine neue mit aktueller Leuchtdioden-Technik kostet je nach Kreuzungsgröße zwischen 25 000 und 150 000 Euro. Jedes Jahr kommen nochmal 3 000 bis 10 000 Euro Wartungskosten hinzu. Ein Minikreisel wie demnächst an der Ecke Waldenburger Ring/ Oppelner Straße schlägt mit rund 60 000 Euro zu Buche. Für die Unterhaltung muss nur bei größeren Kreiseln gezahlt werden, wenn etwa eine Grünfläche in der Mitte gepflegt werden muss.
    (Quelle: Bonner Generalanzeiger)
Schön, dass sich diese Erkenntnis jetzt auch in Deutschland verbreitet hat.

Schade nur, dass es so lang gedauert hat - denn diese Argumente sind doch eigentlich zeitlos... Manchmal verhilft die Knappheit der Kassen ja doch zu ungeahnten Einsichten.

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