Dienstag, 14. November 2006
Exklusive Briefwahl
Dank Finger:ZEIG.net auf eine Geschichte aus dem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten gestoßen:
    "Fort Lauderdale - Die "Invert Jenny" (Bild links) fiel einem Behördenvertreter auf, der in seiner Jugend begeisterter Briefmarkensammler war....

    Auf einem Umschlag seien ihm mehrere Briefmarken ins Auge gestochen, von denen mindestens eine aus dem Jahr 1936 stammte, sagte der Verwaltungsbeamte John Rodstrom der Zeitung "Miami Herald". Auf einer weiteren war ein Flugzeug aus dem ersten Weltkrieg verkehrt herum aufgedruckt - das bekannte Motiv der "Invert Jenny".

    ...Sie ... ist Kennern bis zu 200.000 Dollar wert. Doch zu diesen zählte der Briefwähler, der seinen Stimmzettel mit der über 80 Jahre alten Briefmarke frankierte, offensichtlich nicht. Jetzt ist "Jenny" erstmal für 22 Monate weggeschlossen. ..."
    (Quelle: Spiegel online)
Genaues weiß natürlich die Wikipedia:
    Die Inverted Jenny, manchesmal auch Jenny Invert, ist der Name eines berühmten Fehldruckes einer US-amerikanischen Briefmarke aus dem Jahr 1918.
    ...
    Der Fehldruck unterscheidet sich von der Originalmarke darin, dass das Flugzeug, eine Curtiss Jenny, im Zentrum des Briefmarkenmotives verkehrt herum gedruckt wurde. Dies war möglich, da die Briefmarke in zwei verschiedenen Farben und Druckgängen hergestellt wurde. Das Flugzeug wurde in blauer, der Rand in roter Farbe gedruckt. Dieser Fehldruck zählt zu den größten Raritäten der Philatelie. Es sind nur 100 Exemplare dieser Briefmarke bekannt. Ihr Wert liegt um die 120 000 €.
    (Quelle: Wikipedia zu Inverted Jenny)
Für alle Freunde "postfrischer" Briefmarken bedauerlich ist der Wertverlust der Briefmarke durch das Abstempeln. Otto Normalverbraucher wundert sich eher darüber, dass die US-Post den Brief mit einer Marke aus 1918 überhaupt noch befördert und nicht etwa Nachporto verlangt hat.

80 Jahre alte Deutsche Briefmarken würde die deutsche Post ziemlich sicher nicht akzeptieren, und das nicht nur, weil die Marken jener Zeit oft genug einen Reichspräsidenten (später auch mit Hakenkreuz) zeigten.

Mindestens so erstaunlich ist, dass die Wahlbriefe - nicht etwa die Stimmzettel - 22 (zweiundzwanzig) Monate aufbewahrt werden. Wozu eigentlich?

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Montag, 13. November 2006
Elementarfähigkeiten und Fertiggerichte
Immer wieder wird beklagt, dass die Menschen (die Europäer, die Franzosen, die Deutschen, und die Amis erst ...) immer weniger selber kochen und immer häufiger zu Fertiggerichten greifen.

Der Grund für die Klage:
Die Menschen verlieren sogenannte "Elementar­fähigkeiten" wie das Selbst-Zubereiten einer eigenen Mahlzeit.

Der Grund für das beklagte Verhalten:
Es geht schneller und es schmeckt. Denn Fertiggerichte schmecken heute deutlich besser als vor 20 oder 30 Jahren.
    Exkurs:
    Beim Selber-Kochen erfordern viele Rezepte neben zum Teil exotischen Zutaten, deren Einkauf allein schon eine Exkursion durch mehrere Feinkostgeschäfte erfordert, einfach erstaunlich viel Zubereitungszeit, wie z.B. das Marinieren eines Bratens wenigstens 24 Stunden, besser 48 Stunden vorher. Da ist der Griff zum fertig eingelegten Sauerbraten beispielsweise deutlich einfacher
Solche Mahlzeiten machen sicher Freude, aber sie sind die Ausnahme. Für ein normales Essen am Wochenende für ein bis zwei Personen überlegt man doch nicht schon Mittwoch oder Donnerstag, was man essen will.

Im Gegenteil: Man hat spontan Hunger schiebt die Tiefkühlpizza in den Ofen und öffnet einen Rotwein. Und die Pizza schmeckt dann sogar, vorausgesetzt, man beherrscht die modernen "Elementar­fähigkeiten": Man muss lesen können, um herauszufinden, wie lange die TK-Pizza im Backofen bleiben muss, man muss wissen, wie man den Backofen bedient ("Umluft" oder "normale Ober- und Unterhitze"), und wie man die Verpackungen auf die Mülleimer ("gelbe Tonne", "Altpapier") verteilt.

Und kaum ein Mensch vermisst den Verlust um die Fähigkeit, ein eigenes Feuer mittels Feuerstein, Zunder und Kleinholz zu entfachen, nur weil er z. B. abends vor dem Fern­sehen was Warmes essen will.

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Sonntag, 12. November 2006
Zeitmanagement
Wenn man mal gar keine Zeit hat und eigentlich schon 15 Minuten zu spät dran ist (weil man eigentlich um 13:45 Uhr loswollte) , dann ...
  • lohnt es sich, noch einmal auf die Uhr zu sehen,
  • sollte man sich erinnern, wann man da sein muss und wieviel Zeit zwischen der derzeitigen Zeit und der Ankunftszeit liegt.
  • könnte man mit der Zeit noch was sinnvolles machen, wenn man merkt, dass man sich ursprünglich um 60 Minuten verrechnet hatte, weil man die Panik, man sei zu spät dran, schon um 12:45 hatte. Wenn man Pech hat, rechnet man das erst nach, wenn unterwegs ist. Mit etwas Glück kann man dann aber noch drehen und zuhause in Ruhe einen Kaffee trinken - man hat ja noch 45 Minuten.
Wenn man die gewonnene Zeit dann aber mit Bloggen verbringt, wird es ganz schnell wieder sehr knapp.

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