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Samstag, 25. November 2006
Weihnachtsmarkt im Straßencafé
varzil, 20:20h
Während letztes Jahr um diese Zeit reihenweise Strommasten umfielen, ein nicht unbeträchtlicher Teil Westfalens tagelang ohne Strom war und auch ansonsten man sich nicht über zu wenig Schnee und Eis oder überhaupt über zu wenig Winter beklagen konnte, sieht das in diesem Jahr ganz anders aus.
Zwar ist es genauso dunkel wie letztes Jahr, es ist grau und ziemlich nass, auch der Weihnachtsmarkt ist wieder da, es gibt Glühwein etc. Aber was tun die Leute? Sie sitzen in den Straßencafés beim Bier und an den Tischen der Kneipen und gucken den ersten Weihnachtseinkäufern zu.
Und recht haben sie. Die aktuelle Temperaturkurve (Grafik von der Wetterstation des Bonner Generalanzeigers) für heute in Bonn zeigt, dass die 20° Grad-Marke nur ganz knapp verfehlt wurde. So warm war es wohl den ganzen August nicht ...... link (0 Kommentare) ... comment ...bereits 679 x gelesen
Freitag, 24. November 2006
"Alien"
varzil, 14:26h
"Alien" ist nicht nur eine Folge guter SF-Filme (Bild rechts bei: german.imdb.com). "Alien" hat im amerikanischen Englisch die Bedeutung von "fremd".Fremdsprachen sind tückisch und Gesetzestexte nicht minder. Wer als Deutscher den "Military Commissions Act of 2006" von September 2006 liest, den beschleicht ein mulmiges Gefühl bei der Definition von "alien". Im Kern enthält der MCA die Rechtsgrundlage dafür, dass Kafka und die CIA zusammen finden. Und da passt die (deutsche) Assoziation einfach unheimlich gut:
- "...
(3) ALIEN- The term `alien' means a person who is not a citizen of the United States...."
(Quelle: Military Commissions Act of 2006 Sec. 3 Chapter 47a Subchapter I Sec. 948a (3))
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Kafka und die CIA
varzil, 13:09h
Gelegentlich gibt es Meldungen, die machen auch den regelmäßigen Nachrichtenleser sprachlos (via 1115.org):
Wer das alles schon wieder verdrängt hat, hier nur eine kleine Erinnerung:
- " [... Guantanamo Bay inmate Majid Khan...]
Mr. Khan was one of the al-Qaeda suspects who was detained in a secret prison of the CIA and subjected to "alternative" interrogation tactics -- the administration's chilling phrase for methods most people regard as torture. Now the government is arguing that by subjecting detainees to such treatment, the CIA gives them "top secret" classified information -- and the government can then take extraordinary measures to keep them quiet about it. ..."
(Quelle: Washington Post online vom 21.11.2006)
Wer das alles schon wieder verdrängt hat, hier nur eine kleine Erinnerung:
- "Folter sei, sagt der amerikanische Geschichtsprofessor Alfred McCoy, auf dem besten Weg, „zum ersten Mal in über 200 Jahren amerikanischer Rechtsgeschichte Einzug in unser Justizsystem zu halten“.
...
Zwei „klassische Varianten“ seien „Stresspositionen“ wie stundenlanges Kauern in der Hocke sowie „Desorientierung“. Dabei wird der Gefangene in völliger Stille gehalten und dann von einem Moment auf den anderen mit extrem lauter Heavy-Metal-Musik beschallt, aus absoluter Isolation geht es in extrem intensive Befragung, von völliger Dunkelheit in gleißendes Licht. Sogar das sogenannte „Waterboarding“, sagt McCoy, sei nicht verboten. „Waterboarding“, auf Deutsch „Wasserkur“, läuft darauf hinaus, dass der Gefangene am Ende fest davon überzeugt ist, zu ertrinken. ..."
(Quelle: Tagesspiegel)
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Mittwoch, 22. November 2006
"zu"
varzil, 17:10h
Worüber man so stolpert im Alltag: heute das kleinewörtchen "zu". Und es geht nicht um den alten Spruch:
Warum eigentlich nicht?
"Zu" ist offenkundig kein Adjektiv, funktioniert aber als Adverb. Aber wieso? Die Duden-Suche zeigt an, dass sie über sieben verschiedene Bedeutungen von "zu" etwas sagen möchte - natürlich nur gegen Geld -, nirgends aber gibt es eine Andeutung, dass eine der Bedeutungen "zu" im Sinne von "geschlossen" meint.
Wictionary ist eher noch weniger schlau.
Verflixt und zugenäht: keiner sagt was zu "zu". Um zu verzweifeln, ist das doch zu blöd. Zu dem Thema noch mehr zu schreiben, auch. Also sagen wir zu "zu" nichts, weder zu Wasser noch zu Lande, zur Hälfte freiwillig, zur Hälfte notgedrungen und machen den Sack hier zu.
-
“Wer "brauchen" ohne "zu" gebraucht, braucht "brauchen" überhaupt nicht zu gebrauchen.”
Warum eigentlich nicht?
"Zu" ist offenkundig kein Adjektiv, funktioniert aber als Adverb. Aber wieso? Die Duden-Suche zeigt an, dass sie über sieben verschiedene Bedeutungen von "zu" etwas sagen möchte - natürlich nur gegen Geld -, nirgends aber gibt es eine Andeutung, dass eine der Bedeutungen "zu" im Sinne von "geschlossen" meint.
Wictionary ist eher noch weniger schlau.
Verflixt und zugenäht: keiner sagt was zu "zu". Um zu verzweifeln, ist das doch zu blöd. Zu dem Thema noch mehr zu schreiben, auch. Also sagen wir zu "zu" nichts, weder zu Wasser noch zu Lande, zur Hälfte freiwillig, zur Hälfte notgedrungen und machen den Sack hier zu.
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