Donnerstag, 11. Januar 2007
"Blechkiste" ./. "Drahtesel"
Gestern in Bonn auf der Adenauerallee, DER vierspurigen stadtinternen Nordsüdverbindung:

Laut und ständig hupend fährt ein Mercedes-Coupé aus Köln im Feierabendverkehr langsam neben einer Radfahrerin auf einem Hollandrad her. Die Radfahrerin biegt nach rechts in die Weberstraße ab und fährt weiter in die Niebuhrstraße.
    Die Niebuhrstraße ist eine Einbahnstraße in Richtung Adenauerallee, die von Fahrradfahrern auch in Gegenrichtung befahren werden darf.
Das Mercedes-Coupe bemerkt offenbar sehr spät, dass die Fahrradfahrerin in die Weberstraße abbiegt und biegt spontan ebenfalls ab; dummerweise steht dort aber ein PKW vor der roten Ampel. Also setzt der Mercedes zurück - rückwärts auf die vierspurige Adenauerallee (!) und biegt dann korrekt in die Weberstraße ein und verfolgt das Hollandrad, das inzwischen in der Niebuhrstraße verschwunden ist, weiter - gegen die Einbahnstraße, wohlgemerkt.

Nach 15 Sekunden hört man den Mercedes wieder hupen - offenbar hat er die Fahrradfahrerin entdeckt und hupt sich seine Wut aus dem Leib.

Der Beobachter weiß nicht, was die Radfahrerin dem Mercedes-Coupe getan hat. Aber es muss etwas Schlimmes sein, dass der Fahrer so ausrastet.

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Dienstag, 9. Januar 2007
Noch mal was zum Aufregen
Gibt es da eigentlich noch irgendwo irgendwelche Hemmungen, einfach draufzuschlagen, wenn man meint, man sei dazu berechtigt?
    "...Bei einem amerikanischen Luftangriff auf mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen im Süden Somalias sind nach Informationen der Regierung des ostafrikanischen Landes mindestens 30 Menschen getötet worden.

    „Amerikanische Kampfflugzeuge haben drei Dörfer im Grenzgebiet zu Kenia angegriffen“, sagte Colonel Omar Addi am Dienstag in der Hafenstadt Kismayo. „Die Angriffe waren mit uns abgesprochen.“

    Der stellvertretende somalische Ministerpräsident Hussein Aideed sagte am Dienstagmorgen, Ziel des Angriffs sei es gewesen, die Verantwortlichen für die Bombenanschläge auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania zu töten. Die somalische Regierung unterstütze dieses Vorgehen voll und ganz. Zuvor hatte bereits ein Regierungsbeamter in Washington den Angriff bestätigt....
    (Quelle: faz.net)
[Salvatorische Klarstellung:]Hier soll kein Mitleid gepflegt werden mit Terroristen und deren Sympathisanten. Aber allmählich wird es zur Gewohnheit: Israel (im arabischen Umland), die USA (Grenada, Panama, Libyen, Mogadischu, Afghanistan, Irak I und II), Russland (in Afghanistan, Tschetschenien, Georgien): Staaten bombardieren im Ausland irgendwelche Ziele, was das Zeug hält.

Und regelmäßig sterben dabei Menschen, oft (meist?) auch und gerade die, die mit der Ursache für die Bombardierung nichts zu tun haben außer, per Pech gerade mal zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Daran sollte man sich eigentlich nicht gewöhnen, oder ist das schon so wie mit dem Toten im Straßenverkehr? Das ganze wird nicht besser, wenn stimmen sollte, dass die somalische Regierung dem Prozedere vorher (? glaubt das einer, dass die USA vorher gefragt haben?) zugestimmt haben.

Wenn Staaten sich schon so unzivilisiert benehmen, wen wunderts, wenn es der einzelne Amok laufende Staatsbürger nicht besser macht?

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Callando
Man könnte sich ja ärgern und wieder eine böse Glosse schreiben.
    "...Hallo [Varzil]

    wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr beantragter callandoDSL-Anschluss voraussichtlich an folgendem Tag von der T-Com geschaltet wird:

    Schalttermin DSL-Anschluss: 22.12.2006 ....

    (Quelle: Callando e-mail vom 9.1.2007 als Antwort auf eine Reklamation bezüglich Zugangsdaten)
Jetzt könnte man sich also wirklich ja so was von ärgern: zwischen dem 22.12. und dem 2.1. hätte man Zeit und Muße gehabt, die ganze Chose in Ruhe einrichten und ausprobieren zu können. So artet das wieder in eine Abend-/ oder Wochenende-wenn-die-Kinder-mal-nicht-da-sind-Aktion aus.... Kundenfreundlich geht anders.

Varzil meint, dass das gerade sehr familienfreundlich von Callando war - so hatte Vattern Zeit für die Pänz.

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Montag, 8. Januar 2007
Indiskretion Ehrensache schreibt über Daylife:
    "..."Ich habe die Zukunft der Nachrichten im Internet gesehen und ihr Name ist Daylife."
    (Quelle: Indiskretion Ehrensache)
Wenn man sich das mal ansieht, sieht man nicht ganz ein, was daran so zukunftsträchtig sein soll. Es wirkt wie eine interessante Sammlung von Nachrichten mit Links auf weitere Nachrichten zum Thema. Nicht schlecht, wahrscheinlich auch eine Menge Arbeit.

Und? Die Zukunft sieht offenbar so aus wie die Gegenwart ... Aber vielleicht sieht die Gegenwart bei Herrn Knüwer ja auch ganz anders aus.

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