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Sonntag, 26. Juni 2005
Steuererhöhung
varzil, 15:11h
Merkwürdig:
In einem Moment, in dem es gilt, Wähler davon zu überzeugen, dass die jeweilige Partei die richtige zukünftige Regierungspolitik machen wird, diskutieren nahezu alle vernünftiger Weise wählbaren Parteien Steuererhöhungen.
So arm kann Deutschland also gar nicht dran sein, wenn sich niemand dafür stark macht, dass das Wahlvolk zukünftig weniger zu zahlen hat.
In einem Moment, in dem es gilt, Wähler davon zu überzeugen, dass die jeweilige Partei die richtige zukünftige Regierungspolitik machen wird, diskutieren nahezu alle vernünftiger Weise wählbaren Parteien Steuererhöhungen.
So arm kann Deutschland also gar nicht dran sein, wenn sich niemand dafür stark macht, dass das Wahlvolk zukünftig weniger zu zahlen hat.
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Freitag, 24. Juni 2005
Flaggenverbrennung
varzil, 13:41h
§ 90a StGB (Strafgesetzbuch) ist eindeutig:
Und in Deutschland? Wider Erwarten gibt es sogar eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die besagt:
- (1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) ...
- 1. ...
2. die Farben, die Flagge, das Wappen oder die Hymne der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder verunglimpft,
Und in Deutschland? Wider Erwarten gibt es sogar eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die besagt:
- 1. Die Freiheit der Kunst findet ihre Grenzen nicht nur in den Grundrechten Dritter. Sie kann auch mit anderen verfassungsrechtlich geschützten Gütern in Widerstreit treten.
2. Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG schließt eine Bestrafung nach § 90a Abs. 1 Nr. 2 StGB wegen Verunglimpfung der Bundesflagge durch eine künstlerische Darstellung nicht generell aus. (Quelle BVerfG BVerfGE 81, 278, befunden bei Institut für Öffentliches Recht der Uni Bern)
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Donnerstag, 23. Juni 2005
Immer wieder Rechdschraibung
varzil, 18:54h
Diesmal im roten Rathaus und im Bundeskanzleramt in Berlin:
Richtig schön verquer würde die Sache allerdings, wenn sich die EU mal des Themas annähme: ist doch EU, wenn Österreich und Deutschland und Belgien und Liechtenstein und ggf. die Schweiz sich auf eine einheitliche Richtigschreibung verständigen, oder? Wer Tomatengrößen, Gurkenkrümmung und Architektenausbildungen in den Griff bekommt, wird das bisschen Getrennt- und Zusammenschreibung ja wohl auch noch schaffen ...
- Die zum 1. August vorgesehene Einführung der unstrittigen Teile der Rechtschreibreform wird nicht aufgeschoben. Dies bestätigte Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU) an diesem Donnerstag am Rande der Ministerkonferenz der deutschen Presse-Agentur in Berlin. ...(Quelle: Faz.net)
Richtig schön verquer würde die Sache allerdings, wenn sich die EU mal des Themas annähme: ist doch EU, wenn Österreich und Deutschland und Belgien und Liechtenstein und ggf. die Schweiz sich auf eine einheitliche Richtigschreibung verständigen, oder? Wer Tomatengrößen, Gurkenkrümmung und Architektenausbildungen in den Griff bekommt, wird das bisschen Getrennt- und Zusammenschreibung ja wohl auch noch schaffen ...
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Bobby Ewing und Tschernobyl
varzil, 18:14h
Gestern im Kino:
"Am Tag,als Bobby Ewing starb"
Draußen war es heiß, die Biergärten voll, das Kino leer.
Das Fotografieren des todchicen Glitzervorhangs machte die wachhabenden Kinobetreiber mißtrauisch: "wozu machst Du davon ein Foto?" Gegenfrage: "Gute Frage, wozu macht man überhaupt Fotos?"
Das Verhör versandete danach.
Und der Film:
Eine sehr nachdenklich machende Begegnung mit alten Ritualen ("ausreden lassen", "sich entschuldigen", "Toleranz praktizieren") und alten Fernsehschnipseln.
Eine Geschichte, die keinen richtigen Anfang und auch kein Ende hat, sondern irgendwie dahin dümpelt wie die AKW-WG im Film auch.
Eindrucksvoll allerdings, dass der Tschernobyl-Unfall im Film zunächst weniger Aufsehen verursacht als der Tod von Bobby. War das wirklich am selben Tag?
Varzil wurde erst mit dem Wiederauftauchen von Bobby (alles, d.h. 9 Monate Dallas-Fortsetzungen, nur ein schlechter Traum) auf Dallas aufmerksam.
Tschernobyl war da deutlich eindrucksvoller, wenn auch nicht so hysterisch wie im Film. Gibt es eigentlich Tschernobyl-Opfer außerhalb der ehem. UdSSR?
"Am Tag,als Bobby Ewing starb"
Draußen war es heiß, die Biergärten voll, das Kino leer.
Das Fotografieren des todchicen Glitzervorhangs machte die wachhabenden Kinobetreiber mißtrauisch: "wozu machst Du davon ein Foto?" Gegenfrage: "Gute Frage, wozu macht man überhaupt Fotos?"
Das Verhör versandete danach.
Und der Film:
Eine sehr nachdenklich machende Begegnung mit alten Ritualen ("ausreden lassen", "sich entschuldigen", "Toleranz praktizieren") und alten Fernsehschnipseln.
Eine Geschichte, die keinen richtigen Anfang und auch kein Ende hat, sondern irgendwie dahin dümpelt wie die AKW-WG im Film auch.
Eindrucksvoll allerdings, dass der Tschernobyl-Unfall im Film zunächst weniger Aufsehen verursacht als der Tod von Bobby. War das wirklich am selben Tag?
Varzil wurde erst mit dem Wiederauftauchen von Bobby (alles, d.h. 9 Monate Dallas-Fortsetzungen, nur ein schlechter Traum) auf Dallas aufmerksam.
Tschernobyl war da deutlich eindrucksvoller, wenn auch nicht so hysterisch wie im Film. Gibt es eigentlich Tschernobyl-Opfer außerhalb der ehem. UdSSR?
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