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Montag, 29. August 2005
Fitzibitz = Pumuckl ist verstummt
varzil, 18:21h
Im Kinderfunk seinerzeit hieß der Kobold "Fitzibitz" und (zumindest aus der Sicht des Autors später) im Fernsehen dann unverständlicherweise völlig anders: "Pumuckl".
Das Schöne am Radio ist ja, dass nur die Stimme eine Person vorstellbar macht. Und "Pumuckl" ist vor allem über die Stimme eine unverwechselbare Vorstellung geblieben.
"Uuuuuuuuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih!"
Die kieksende, stotternde und haspelnde Sprechweise war unverkennbar, auch wenn man sich den Namen des Sprechers "Hans Clarin" (links ein Foto aus der Süddeutschen) erst Jahrzehnte später merkte.
Nun ist die Stimme gestorben.
Varzil fragt: Kann das sein? Kobolde waren schon mal heiser, aber: Waren sie nicht unsterblich?
Siehe auch Update 2016
- (für die Jüngeren:
Kinderfunk war vor etlichen -zig Jahren eine sonntägliche Radio- Kindersendung - mit "Lilipuz" oder "Ohrenbär" vergleichbar. Man fieberte dem Sonntag Nachmittag entgegen, und die Welt war schlecht, wenn die Eltern was anderes hören wollten.)
Das Schöne am Radio ist ja, dass nur die Stimme eine Person vorstellbar macht. Und "Pumuckl" ist vor allem über die Stimme eine unverwechselbare Vorstellung geblieben."Uuuuuuuuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih!"
Die kieksende, stotternde und haspelnde Sprechweise war unverkennbar, auch wenn man sich den Namen des Sprechers "Hans Clarin" (links ein Foto aus der Süddeutschen) erst Jahrzehnte später merkte.Nun ist die Stimme gestorben.
Varzil fragt: Kann das sein? Kobolde waren schon mal heiser, aber: Waren sie nicht unsterblich?
Siehe auch Update 2016
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Samstag, 27. August 2005
Mann, Frau und Kinder
varzil, 17:24h
Eines der billigeren Vergnügen in dieser Welt, ist es, Kurioses und Witziges wahrzunehmen. Und wenn man sich selbst dabei zusieht, wie man sich gerade ein Bein stellt, kann man dann, wenn man strauchelt, möglicherweise sogar drüber lächeln, wenn der Schmerz nachlässt. Auch 9 Jahre nach einer Trennung und 5 Jahre nach der dazugehörigen Scheidung lassen sich altgewohnte Kampfrituale ausführen.
Immer wieder beliebt ist der Vorwurf des jeweils nicht die Aufsicht über die Kinder habenden Elternteils, dass der die Aufsicht Ausübende dies nicht hinreichend sorgfältig macht.
Nun kann man sicher lang darüber streiten und so manches Paar und noch mehr Ex-Paare haben schon ihre Meinungen darüber ausgetauscht, wie lange und in welchem Maß man 11-Jährige, 14-Jährige 15-Jährige oder gar 17 -Jährige oder gemeinsam oder jeweils für sich allein lassen kann.
Man kann prophezeien, dass der andere darüber anderer Meinung ist. Und ähnlich wie Kassandra, deren Prophezeiungen niemand glauben wollte, kann man sich hinterher sich sagen: "Siehste, hätteste mal auf Dich gehört."
Varzil bestätigt:
Der Glaube an das Gute im Menschen wird schwieriger, je älter man wird (und je heftiger die Scheidung war).
Immer wieder beliebt ist der Vorwurf des jeweils nicht die Aufsicht über die Kinder habenden Elternteils, dass der die Aufsicht Ausübende dies nicht hinreichend sorgfältig macht.
Nun kann man sicher lang darüber streiten und so manches Paar und noch mehr Ex-Paare haben schon ihre Meinungen darüber ausgetauscht, wie lange und in welchem Maß man 11-Jährige, 14-Jährige 15-Jährige oder gar 17 -Jährige oder gemeinsam oder jeweils für sich allein lassen kann.
Man kann prophezeien, dass der andere darüber anderer Meinung ist. Und ähnlich wie Kassandra, deren Prophezeiungen niemand glauben wollte, kann man sich hinterher sich sagen: "Siehste, hätteste mal auf Dich gehört."
Varzil bestätigt:
Der Glaube an das Gute im Menschen wird schwieriger, je älter man wird (und je heftiger die Scheidung war).
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Freitag, 26. August 2005
Pilot-Projekt Bahn und e-Ticket
varzil, 14:36h
Gestern in der Regionalbahn von Bonn nach Köln:
Diese Prozedur dauert ca. 10 Minuten (von Brühl bis Köln Süd).
Im Reisezentrum im Bahnhof Köln die Karte kontrollieren zu lassen, ist eigentlich einfach, daaauuuuert aber. Und man muss es den freundlichen Herren am Service-Päunt (früher hieß das wohl mal "Auskunft") lassen: sie sind freundlich. Sie wissen zwar auch nicht, wo man so eine Karte einlesen kann, aber sie sind freundlich und schicken einen in das Reisezentrum: "da kann man auf jeden Fall bezahlen!" Toll.
Die Schlange ist so ca. 10 Leute lang, die 4 Schalter, der die Schlange zugeordnet ist, haben in 15 Minuten gerade 2 (zwei!) Leute abgefertigt. Den ersten Versuch bricht der Autor daher nach 15 Minuten ergebnislos ab, weil der Termin, dessentwegen er nach Köln gefahren war, ansteht.
Um 19:20 Uhr (also nach dem Termin) ist die Schlange im Reisezentrum Köln 8 Leute lang, aber es sind auch nur noch 2 der vier Schalter geöffnet. Also waaaartet der Autor dann 40 Minuten, bis er sein Anliegen vortragen kann.
Der Reisezentrum-Service-Operator (oder wie auch immer die Schalterbeamten heute heißen) steckt die Karte in einen Kartenleser (er hat einen!) und stellt fest:
"Aber da ist doch das Jobticket drauf!" - Mit vorwurfsvollem Unterton "Wieso kommen Sie überhaupt?" - vielleicht meint er auch "Wieso hat das bei der Kontrolle im Zug nicht geklappt?": diese Untertöne sind manchmal nicht einfach zu unterscheiden.
Er notiert auf dem Wisch über das erhöhte Beförderungsentgelt, dass das elektronische Ticket in Ordnung sei. Er legt es zu einem Stapel und verschwindet in den Kulissen, um das e-Ticket noch mal an einem anderen Gerät zu prüfen. Nach ca. 3 Minuten (= gefühlte 10 Minuten) erscheint er wieder, erklärt, dass auch da alles in Ordnung sei und wünscht einen schönen Abend.
Zahlen muss der Autor nichts - nur hat er etwa 55 Minuten in der Schlange des Reisezentrums gestanden, für nichts und wieder nichts. Kein Wunder, dass die Bahn auf keinen grünen Zweig kommt.
Soviel zu einem 2 Jahre alten Pilotprojekt ...
- Exkurs:
Das Ding hat auch einen netten Namen (so was wie "Rhein-Wupper-Bahn"), der aber bei dieser Geschichte nichts zur Sache tut.

Nur zur Illustration: so ein Zug war das - das Bild selbst stammt von Florian Derwarf bei bahnbilder.de.
Exkurs-Ende
- Exkurs 2:
- "...Eine Besonderheit gilt für JobTicket-Kunden aus Bonn: Im Rahmen eines Pilotversuches der Stadtwerke Bonn (SWB) ist es möglich, das JobTicket auch auf den Geldkartenchip etwa der ec-Karte oder auf unpersönlichen Geldkarten wie der BonnCard zu speichern....
Für Fahrausweiskontrollen werden die Prüfer künftig mit einem Lesegerät ausgestattet, das erkennt, ob die Chipkarte ein gültiges Ticket enthält. Dabei werden nur die für die Gültigkeit des Tickets relevanten Daten wie zum Beispiel die zeitliche Gültigkeit der Chipkarte, der Name des Inhabers und der Geltungsbereich angezeigt. Persönliche Daten oder Ticketdaten werden aber nicht im Prüfgerät gespeichert.(Quelle: Pressemitteilung VRS vom 20.3.2003)
Diese Prozedur dauert ca. 10 Minuten (von Brühl bis Köln Süd).
Im Reisezentrum im Bahnhof Köln die Karte kontrollieren zu lassen, ist eigentlich einfach, daaauuuuert aber. Und man muss es den freundlichen Herren am Service-Päunt (früher hieß das wohl mal "Auskunft") lassen: sie sind freundlich. Sie wissen zwar auch nicht, wo man so eine Karte einlesen kann, aber sie sind freundlich und schicken einen in das Reisezentrum: "da kann man auf jeden Fall bezahlen!" Toll.
Die Schlange ist so ca. 10 Leute lang, die 4 Schalter, der die Schlange zugeordnet ist, haben in 15 Minuten gerade 2 (zwei!) Leute abgefertigt. Den ersten Versuch bricht der Autor daher nach 15 Minuten ergebnislos ab, weil der Termin, dessentwegen er nach Köln gefahren war, ansteht.
Um 19:20 Uhr (also nach dem Termin) ist die Schlange im Reisezentrum Köln 8 Leute lang, aber es sind auch nur noch 2 der vier Schalter geöffnet. Also waaaartet der Autor dann 40 Minuten, bis er sein Anliegen vortragen kann.
Der Reisezentrum-Service-Operator (oder wie auch immer die Schalterbeamten heute heißen) steckt die Karte in einen Kartenleser (er hat einen!) und stellt fest:
"Aber da ist doch das Jobticket drauf!" - Mit vorwurfsvollem Unterton "Wieso kommen Sie überhaupt?" - vielleicht meint er auch "Wieso hat das bei der Kontrolle im Zug nicht geklappt?": diese Untertöne sind manchmal nicht einfach zu unterscheiden.
Er notiert auf dem Wisch über das erhöhte Beförderungsentgelt, dass das elektronische Ticket in Ordnung sei. Er legt es zu einem Stapel und verschwindet in den Kulissen, um das e-Ticket noch mal an einem anderen Gerät zu prüfen. Nach ca. 3 Minuten (= gefühlte 10 Minuten) erscheint er wieder, erklärt, dass auch da alles in Ordnung sei und wünscht einen schönen Abend.
Zahlen muss der Autor nichts - nur hat er etwa 55 Minuten in der Schlange des Reisezentrums gestanden, für nichts und wieder nichts. Kein Wunder, dass die Bahn auf keinen grünen Zweig kommt.
Soviel zu einem 2 Jahre alten Pilotprojekt ...
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