Dienstag, 24. Januar 2006
Koalitionen
Letztes Jahr am 17.1.2005 wurde in Koriander noch festgestellt, dass nahezu alle Parteien im Land miteinander koalieren.

Eine Bestandsaufnahme für dieses Jahr zeigt: es hat sich etwas getan im Land.

CDU SPD Grün FDP Die Linke
CDU HH, HE, TH, BY, SL Bund, BE, BB, HB, MV, SH, SN - Ni, ST, BW, NRW -
SPD - - - RP BE
Infos von www.election.de

Fazit:
2006 regieren die Grünen gar nicht und die Linken kaum noch und die SPD entweder nur noch mit der CDU oder mit der FDP bzw. mit der LINKEN.

Da tut sich offenkundig in der Politik etwas: die überkommenen Schemata (A-Länder und B-Länder) verblassen. Das "Neue", das sich abzeichnen könnte, ist aber wohl auch so blass, dass man es kaum erkennt.

Immerhin eine Sache wird klar:
die Grünen sind nicht mehr dabei - es regieren ausschließlich die "klassischen" Parteien CDU, SPD und FDP. Auch eine Art von Restauration.

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Dotcomtod wird BooCompany
So ab ca. 2001 spielten sich bei ".com"-tod (dotcomtod) die In- und Outsider der sogenannten "New Economy" die Infos und Bälle über schlechte Business-Nachrichten zu.

Irgendwann war dann da Schluss, vermutlich vor allem deshalb, weil nahezu alle Seifenblasen der New Economy geplatzt waren.

Dann, nicht mehr irgendwann, sondern im November 2004 freute sich Varzil über Dotcomtod reloaded, unter www.dotcomtod.org/. Richtig viel geschah da aber nicht.

Nun aber ein weiterer Neustart bei boocompany.com mit erweitertem Gesichtsfeld:
    "BooCompany ist der einzig legitime dotcomtod-Nachfolger und somit Europas führender Anbieter und Distributor für exitorientierte Unternehmensmeldungen. ..."
    (Quelle: boocompany.com)
Sozusagen die globalisierte Dotcom-Welt - boocompany läuft allerdings unter der gleichen Adresse wie Dotcomtod-reloaded.

Varzil rät: "Öfter mal neu anfangen!"

PS:
Das Blog von lanu (lanu.blogger.de) lebt aber auch - noch.

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Montag, 23. Januar 2006
Mond über Ippendorf
Ippendorf-Mond
(Bonn am 14.01.2006 17 Uhr: Blick von Ückesdorf nach Ippendorf)

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"Geheim"
Die Medienwelt wundert sich darüber, warum Frau Osthoff nach ihrer Entlassung 3.000 $ in Scheinen bei sich hatte, die aus dem Lösegeld stammen.

Ausgelöst hat die Geschichte wohl ein Bericht im Focus. Die hiesigen Boulevard-Blätter machen daraus heute die Schlagezeilen:
    Express:"Sagen Sie die Wahrheit, Frau Osthof"
    BILD: "Wie kam das Lösegeld in Ihre Kleider?"
Die in der Berichterstattung etwas vertrauenswürdigeren Focus und Süddeutsche schreiben dazu in etwa ähnlich:
    "... Nachdem die im Irak entführte Archäologin freigelassen worden war, fanden sich in ihrer Kleidung angeblich Geldbündel. Außenminister Steinmeier soll darauf absolute Geheimhaltung angeordnet haben.

    Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Bagdad hätten mehrere tausend US-Dollar in ihren Kleidern gefunden, berichtete der Focus. Die mit Gummibändern zu Bündeln zusammengebundenen Scheine seien entdeckt worden, als Osthoff eine Dusche in der Botschaft genommen hätte.

    Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes hätten die Seriennummern auf den Scheinen überprüft und festgestellt, dass sie aus der Lösegeldzahlung stammten. ..."
    (Quelle: Süddeutsche online)
Das ist schon alles etwas rätselhaft - wie schon die Vorgeschichte auch ... (siehe Koriander vom 9.1.2006 mit den Verweisen auf früher).

Und Varzil ist fasziniert: jetzt weiß´alle Welt zwar, dass Frau Osthoff geduscht hat, nachdem sie freigelassen worden war. Wirklich sauberer ist die Geschichte um Frau Osthoff aber nicht geworden.

Neben der Frage, die die Welt bewegt, fällt noch etwas auf: die bisherige Politik so ziemlich aller Bundesregierungen, die Tatsachen,
    a) dass Lösegeld gezahlt wird und
    b) wieviel Lösegeld gezahlt wurde
geheim zu halten, ist offenkundig gründlich in die Hose gegangen.

In diesem Zusammenhang wirkt die Aussage, Außenmnister Steinmeier habe "absolute Geheimhaltung" angeordnet, nahezu irreal.

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Dienstag, 17. Januar 2006
Ibbenbüren, die Bahn und die Hühner
Dafür allein lohnt schon sich das Abo der Zeitung:
    Entgleister Güterzug rauscht in Vorgarten
    "...Wie die Polizei mitteilte, konnte der Lokführer nach einem Rangiermanöver auf abschüssiger Strecke plötzlich nicht mehr bremsen. Die Lokomotive und 16 mit Kohle beladene Waggons rissen einen Prellbock aus der Verankerung, rasten den Bahndamm hinunter, durch einen kleinen Garten und blieben erst im Vorgarten eines Einfamilienhauses stehen. Das Haus verfehlte die Lok nur um zweieinhalb Meter. Auf der Fahrt durch den Garten zerstörte der 1600 Tonnen schwere Zug des nahe gelegenen Steinkohlebergwerks eine kniehohe Gartenmauer und einen Hühnerstall. ..."
    (Quelle siehe unten)
Soweit so gut - journalistisches Handwerk sozusagen; es ist etwas passiert, aber nichts wirklich Schlimmes. Es ist exakt beschrieben und man kann den Schrecken, den ein 1600 Tonnen schwerer Kohlezug auf seiner Irrfahrt in einen Vorgarten anrichtet hat, auch nachvollziehen.

Und dann kommt in der weiteren Beschreibung des entstandenen Schadens das "Sahnehäubchen" auf die Frühstückslektüre:
    Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf etwa 1,5 Millionen Euro. Der Lokführer verletzte sich leicht, als er kurz vor dem Grundstück von der fahrenden Lokomotive sprang. Den Hühnern ist nichts passiert."
    (Quelle: Panorama der Süddeutschen Zeitung vom 17.1.2006; soweit ersichtlich, nur im Bezahl-Inhalt nachzulesen, Hervorhebung vom Autor)

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