Montag, 30. Januar 2006
Witz statt Sex
Eine eigenartige Studie zitiert telepolis:
    Lustige Frauen sind nicht sexy

    Humor ja, aber nur wenn sie über meine Witze lacht, eigene sollte sie nicht machen. Mehr als die Hälfte der befragten Männer gaben in einer Untersuchung an, dass sie nicht mit einer Frau zusammen sein wollten, die sich auf geistreiche Witze versteht. Diese Männer fürchten sich vor solchen Frauen.

    ...

    Für nicht-professionelle Witzemacherinnen, die nicht alleine sterben wollen, gilt demnach, dass sie sich am besten in Gesellschaft oder beim Rendezvous jede witzige Bemerkung ersparen. Wer nicht einsam bleiben will, soll möglichst wenig Witze oder gar keinen machen.
    (Quelle: telepolis)
Traurig für mehr als die "Hälfte der befragten Männer": heiraten sie nur ihr "Publikum"? Aber andererseits gut für die andere (kleinere) Hälfte der befragten Männer: sie haben dann bessere Chancen auf eine witzige Frau.

Varzil hat sich die Quelle näher angesehen: Telepolis verweist auf "EVOLUTION AND HUMAN BEHAVIOR", eine Zeitschrift, die bei Elsevier erscheint: Danach liegen die Abo-Preise für diese Zeitschrift zwischen 337 und 916 Dollar für 6 Ausgaben pro Jahr.

Viel Geld. Ob solche Ergebnisse ("die eine Hälfte der Männer hätte es gerne lieber so, die andere Hälfte der Männer lieber anders") das Geld wert sind?

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Donnerstag, 26. Januar 2006
A-Waffen gegen Terror?
Seit Herr Chirac mit einer Wiederholung der Drohung mit der "force de frappe" in der Welt, aber vor allem seinen Wählern Flagge zeigte, beschäftigt den Autor die Frage, wie man Terroristen mit Atomwaffen abschrecken will.

Und dann jetzt das:
    "Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Rupert Scholz hat eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr vorgeschlagen. Mit Hinweis auf den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, der Terror-Staaten mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht hatte, sagte der CDU-Politiker der «Bild»-Zeitung:

    «Ich bin mir völlig darüber im Klaren, dass ich mit dieser Frage ein Tabu anspreche. Aber im Lichte der Gefahr, dass nukleare Massenvernichtungswaffen auch in die Hände von Terroristen geraten könnten, müssen wir diese Frage ernsthaft diskutieren.» ...

    (Quelle:netzeitung)
Was helfen Atomwaffen gegen Terror?
Waren Atomwaffen in irgendeiner Weise hilfreich, die Terroranschläge vom 11.9. auf New York und Washington, die Anschläge auf ein Moskauer Theater, auf die Londoner U-Bahn und eigentlich erst recht auf Israel zu verhindern?

Hallo?

Wer will da wen erschrecken?
O du armer mißverstandenener Politiker:
Sag doch einfach mal, was Du eigentlich meinst! Vielleicht versteht Dich dann auch jemand!

Varzil glaubt, dass es einige Länder schon gar nicht mehr gäbe (z.B. Somalia, Afghanistan), wenn man mit Atomwaffen Terroristen wirksam bekämpfen könnte....

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Mittwoch, 25. Januar 2006
Der Blick zurück auf die eigene Klowand
Der Autor bekennt: er mustert häufig Klowände, vor allem auch "Klowände" des Internets *) .
Hier konkret geht es um das eigene Blog. Dort finden sich beim Blick ins Archiv nicht nur Anzeichen für politische Veränderungen im Land (siehe Eintrag von gestern).

Dort befindet sich auch ein Hinweis, dass den Autor vor ziemlich genau einem Jahr ein ähnlich schwerer Schnupfen wie in den letzten Tagen plagte. (Phänomen:"Hilfe, meine Gehirnflüssigkeit läuft aus!")

Varzil meint, dass sowohl der Schnupfen als auch die Bereitschaft, darüber zu jammern, jahreszeitlich bedingt sind.

Eigentlich gehört sowas noch nicht einmal auf eine Klowand ...

Für denjenigen, der das erst in einem Jahr liest:
*) Klowände des Internets" stammt aus einer internen E-Mail von Jean-Remy von Matt, dem Verantwortlichen für die Kampagne "Du bist Deutschland". In einer Rund-E-Mail an seine Mitarbeiter beklagte er sich über die Miesepetrigkeit:
    "Von den Weblogs, den Klowänden des Internets. (Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab...."
    (Quelle: jensscholz.com)
Die Rundmail an seine Mitarbeiter fand den Weg nach draußen und Herr von Matt, übrigens Schweizer, bezog in Kleinbloggersdorf Klassenkeile (nicht ganz zu Unrecht). Unnachahmlich in Diktion, Kürze und Würze die Reaktion von Udo Vetter:
    ...(Zitat Jean-Remy von Matt, s.o.)...

    Schnösel, liest du hier:
      Art. 5 Grundgesetz (es folgt der Wortlaut Art 5 GG)"
    (Quelle: law blog)
Fazit und vielleicht ein kleiner Trost für Herrn von Matt:
Kleinbloggersdorf, das sich über die Verkennung der Meinungsfreiheit echauffiert, ist auch Deutschland.

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