Es beginnt mit einer landwirtschaftlichen Investition:
- "Hört mir zu! Ich singe euch das Lied eines Freundes von seinem Weinberg:
Auf fruchtbarem Hügel, da liegt mein Stück Land,
dort hackt ich den Boden mit eigener Hand,
ich mühte mich ab und las Felsbrocken auf,
baute Wachtturm und Kelter, setzte Reben darauf.
Und süße Trauben erhofft ich zu Recht,
doch was dann im Herbst wuchs, war sauer und schlecht. ...
(Quelle: Jesaja 5 1 - 2)
Einen Hinweis auf die Ursache gibt der Text selbst. Es könnte sein, dass der Freund von Jesaja die falsche Traube verwendet hat: Riesling z.B. gedeiht eher auf anspruchslosen Böden. Jesaja singt jedoch davon, der Weinberg läge "auf fruchtbarem Hügel".
Es könnte, wäre der Text nicht gerade 2.700 Jahre alt, auch daran liegen, dass der Investor zu ungeduldig war. Selbt heutzutage dauert es noch einige Jahre, bis ein Weinberg richtig trägt.
Es könnte schließlich auch daran liegen, dass schlechtes Wetter war (was wissen wir schon über das Wetter in Palästina vor 2.700 Jahren) oder dass irgendwelche Ziegen die Reben verbissen haben oder ...
Jeder Winzer würde also in sich gehen und überlegen, was er noch verbessern könnte.
Anders der verhinderte Winzer bei Jesaja, er hadert erst kurz und handelt dann, wie ein Drogensüchtiger handeln würde, dem es die Cannabis-Plantage verhagelt hat:
- "..Die Trauben sind sauer - entscheidet doch ihr:
War die Pflege zu schlecht? Liegt die Schuld denn bei mir?
Ich sage euch, Leute, das tue ich jetzt:
Weg reiß ich die Hecke, als Schutz einst gesetzt;
zum Weiden solln Schafe und Rinder hinein!
Und die Mauer ringsum - die reiße ich ein!
Zertrampelnden Füßen geb ich ihn preis,
schlecht lohnte mein Weinberg mir Arbeit und Schweiß!
Ich will nicht mehr hacken, das Unkraut soll sprießen!
Der Himmel soll ihm den Regen verschließen!
(Quelle: Jesaja 5 3 - 6)
Auf Rendite bei Langzeitinvestitionen zu warten war offenbar schon im Altertum unpopulär.
Varzil erinnert sich an die mißlungene Hochzeit und versucht der Anregung goetzeclans zu folgen, über den Text nachzudenken.
Das macht es aber nicht besser:
Beim Lesen des vorhergehenden Kapitels stolpert man über den Satz:
- "Dann werden sieben Frauen sich an einen Mann klammern und zu ihm sagen: »Wir können selbst für unser Essen sorgen, auch für unsere Kleidung; wir wollen nur als deine Frauen gelten. Heirate uns und nimm die Schande von uns, Witwen und auch noch kinderlos zu sein!«
(Quelle: Jesaja 4,1)
... link (0 Kommentare) ... comment ...bereits 2028 x gelesen
- "§ 16 StVO
(1) Schall- und Leuchtzeichen darf nur geben
- 1. wer außerhalb geschlossener Ortschaften überholt (§ 5 Abs. 5) oder
2. wer sich oder andere gefährdet sieht.
(Quelle: Straßenverkehrsordnung bei Juris)
- um "Hallo" und "Tschüss" zu sagen,
- um sich dem Mädchen an der Haltestelle zu präsentieren
- um den Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen, dass er was falsch macht
- um Kinder von der Straße zu scheuchen
- ...
These:
- Ein Auto, das hupt, ist zu schnell gefahren.
... link (3 Kommentare) ... comment ...bereits 777 x gelesen
Wer am internationalen Frauentag
schreibt nicht das, was er grad mag,
sondern allgemein was über Frauen,
kann man ziemlich gut drauf bauen,
dass dann alle schlauen Frauen
Männer nur noch "eit'le Pfauen"
nennen und sie in die Pfanne hauen.
Wollen all die rauen Pfauen
am Frauentag es nicht versauen,
runzeln sie erst ihre Brauen,
schenken dann all ihren Frauen
rote Rosen - keine blauen!
Bloß kann man die im März nicht klauen,
beginnt’s doch gerade erst zu tauen.
Doch die alten Muttersauen
suhlen sich in deutschen Gauen
friedlich in des Waldes Morgengrauen
Und bei ganz genauem Schauen stauen
sich die Frauen, die schlauen und die flauen,
beim Sauen-Schau’n im Morgengrau’n.
Drum hier der Rat zum Tag der Frauen:
Wenn die Frau’n sich trau’n, Sauen zu schauen,
dann lass’ sie sich beim Trauen hauen,
sofern sie sich zu hauen trauen.
DU kannst Dir Dein Bierchen brauen!
... link (0 Kommentare) ... comment ...bereits 595 x gelesen

