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Dienstag, 6. Februar 2007
MS Windows Vista und der Elektronik-Schrott
varzil, 17:43h
Greenpeace war (ist?) eigentlich eine Initiative, der man Sympathie entgegen bringen kann. Nicht etwa, weil sie in jedem Punkt beim Wort zu nehmen wäre; aber die große Richtung stimmte - bislang.
Ist doch nett, oder? Nun liest man dies:
Da runzeln sich die Runzeln und man fragt sich so verschiedenes:
Warum warnt der Greenpeace-Mann? Und: Heißt der "Beau Baconguis" eigentlich wirklich so oder ist das ein Künstlername? Und ist Windows Vista eine neue Art von Umweltverschmutzung - schützt "Windows XP!" statt "Schützt unsere Wale"?
Logisch nachvollziehbar ist die Warnung jedenfalls nicht. Denn nach allem, was man über Windows Vista lesen konnte, gibt es derzeit keinen sachlichen Grund dafür, "umzusteigen". XP ist bereits bezahlt und tut's auch, und meistens sogar gut. Wenn VW, Toyota, Opel oder Ford einen Neuwagen auf den Markt bringt, gibt es ja auch jede Menge ältere Autos. Diese sind aber keineswegs sofort Schrott-Autos. Windows XP funktioniert, wenn es funktioniert, auch dann noch, wenn MS nur noch Windows Vista verkauft. Und auch dann, wenn Microsoft den Support für ein Betriebssystem einstellt, wird die Software dadurch nicht in ihrer Verwendbarkeit eingeschränkt (Gott sei Dank). Windows NT 4.0 läuft hierzulande seit jetzt 11 Jahren - es wird allerdings immer schwieriger, neue Hardware zu finden, die noch von Windows NT unterstützt wird. Auf die Situation von Windows XP übertragen, bedeutet das: Man kann die nächsten Jahre ganz gelassen zusehen, was sich da auf der Hardwareseite entwickelt.
Also noch mal: Warum warnt Greenpeace dann?
Üble Spekulation: Vielleicht sponsort Microsoft Greenpeace. Und Greenpeace revanchiert sich mit einer Pseudo-Kampagne - nach dem Prinzip:
Im Ernst: Greenpeace lässt sich natürlich nicht sponsorn:
Warum also die Warnung?
Varzil meint: Wie der Schuster bei seinem Leisten, sollte Greenpeace bei Walen, Fabrikschornsteinen und den Regenwäldern etc. bleiben.
"Seit 1971 setzt sich Greenpeace für den Schutz der Lebensgrundlagen ein. Gewaltfreiheit ist dabei das oberste Prinzip. ..."
(Quelle: Greenpeace.de)
(Quelle: Greenpeace.de)
Ist doch nett, oder? Nun liest man dies:
"Beau Baconguis von der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Südostasien warnt vor einer gewaltigen Flut von Computerschrott, die als Nebeneffekt durch die Einführung des neuen Betriebssystems Windows Vista von Microsoft entstehen könnte. "Mit Vista", erklärte Baconguis, "könnte Microsoft die Veralterung der Hälfte der PCs auf der Welt beschleunigen." Das sei vor allem aufgrund des Fehlens eines "funktionierenden globalen Rücknahmesystems für PCs" bedenklich. Unternehmen und auch Individuen könnten unter Druck stehen, ihre Computerausstattung schneller zu erneuern."
(Quelle: Heise.de)
(Quelle: Heise.de)
Da runzeln sich die Runzeln und man fragt sich so verschiedenes:
Warum warnt der Greenpeace-Mann? Und: Heißt der "Beau Baconguis" eigentlich wirklich so oder ist das ein Künstlername? Und ist Windows Vista eine neue Art von Umweltverschmutzung - schützt "Windows XP!" statt "Schützt unsere Wale"?
Logisch nachvollziehbar ist die Warnung jedenfalls nicht. Denn nach allem, was man über Windows Vista lesen konnte, gibt es derzeit keinen sachlichen Grund dafür, "umzusteigen". XP ist bereits bezahlt und tut's auch, und meistens sogar gut. Wenn VW, Toyota, Opel oder Ford einen Neuwagen auf den Markt bringt, gibt es ja auch jede Menge ältere Autos. Diese sind aber keineswegs sofort Schrott-Autos. Windows XP funktioniert, wenn es funktioniert, auch dann noch, wenn MS nur noch Windows Vista verkauft. Und auch dann, wenn Microsoft den Support für ein Betriebssystem einstellt, wird die Software dadurch nicht in ihrer Verwendbarkeit eingeschränkt (Gott sei Dank). Windows NT 4.0 läuft hierzulande seit jetzt 11 Jahren - es wird allerdings immer schwieriger, neue Hardware zu finden, die noch von Windows NT unterstützt wird. Auf die Situation von Windows XP übertragen, bedeutet das: Man kann die nächsten Jahre ganz gelassen zusehen, was sich da auf der Hardwareseite entwickelt.
Also noch mal: Warum warnt Greenpeace dann?
Üble Spekulation: Vielleicht sponsort Microsoft Greenpeace. Und Greenpeace revanchiert sich mit einer Pseudo-Kampagne - nach dem Prinzip:
"Wenn schon Greenpeace vor den Umweltproblemen durch das Ausmustern von PCs warnt, dann müssen wir jetzt auch ganz schnell neue PCs und natürlich auch das wunderschöne, supertolle, hippe, geile und und und und Windows haben".
Im Ernst: Greenpeace lässt sich natürlich nicht sponsorn:
Greenpeace nimmt keine Gelder von Konzernen, Parteien oder vom Staat. Wir wollen und müssen frei von jeder äußeren Beeinflussung bleiben, um wirklich unabhängig zu agieren.
(Quelle: Greenpeace.de)
(Quelle: Greenpeace.de)
Warum also die Warnung?
Varzil meint: Wie der Schuster bei seinem Leisten, sollte Greenpeace bei Walen, Fabrikschornsteinen und den Regenwäldern etc. bleiben.
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Montag, 5. Februar 2007
"Forschung"?
varzil, 20:23h
Auftragsforschung - war mal was Sinnvolles, damit die "weltfremden" Forscher an den Unis mit den Problemen der Praxis (Wirtschaft) in Berührung kamen. Das geht aber auch ganz anders:
Wer lieber dem "The Guardian" glaubt als der "Netzeitung", lese hier. Da gibt es auch das nette Eisbär-Foto...
Und wer wird jetzt noch glauben, was das AEI über Klima schreibt? Reputation gewinnt man so jedenfalls nicht.
Varzil stellt Waffengleichheit fest: Gut, dass nicht nur die 500 Wissenschaftler im UN-Klimarat sich "dumm" anstellen...
- "10.000 Dollar hat das als konservativ bekannte US-Institut American Enterprise Institute (AEI) denjenigen versprochen, deren Untersuchungen die Ergebnisse der aktuellen UN-Studie zum Klimawandel widerlegen oder zumindest in Zweifel ziehen, wie der «Guardian» berichtet. Reisekosten und Spesen exklusive.
Besonders pikant: Das AEI erhält sein Geld unter anderem von großen Öl-Konzernen. Laut dem Bericht zahlte Exxon-Mobil mehr als 1,6 Millionen Dollar. Zudem gilt das US-Institut als deutlich US-Präsident George W. Bush nahestehend. Laut dem «Guardian» arbeiteten fast zwei Dutzend AEI-Angestellte früher als Berater der Bush-Regierung - die weltweit für ihre distanzierte Haltung gegenüber dem Schutz des Klimas bekannt ist.
(Quelle: Netzeitung)
Wer lieber dem "The Guardian" glaubt als der "Netzeitung", lese hier. Da gibt es auch das nette Eisbär-Foto... Und wer wird jetzt noch glauben, was das AEI über Klima schreibt? Reputation gewinnt man so jedenfalls nicht.
Varzil stellt Waffengleichheit fest: Gut, dass nicht nur die 500 Wissenschaftler im UN-Klimarat sich "dumm" anstellen...
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Polar-Eis, Wasser und globale Erwärmung
varzil, 17:53h
Da melden die Nachrichten um Mitternacht, dass infolge des Abschmelzens des Polareises der Meeresspiegel um x cm steige.
Man hält das für eine Folge der Müdigkeit (oder hat auch nicht richtig hingehört): Nach einem kurzen Aufschrecken verschiebt man das weitere Nachdenken auf den Morgen danach. Denn das Polareis ist (mit Ausnahme von Grönlandgletschern) Eis, das schwimmt. Und um schwimmen zu können, verdrängt es Wasser.
Meint man.
Am nächsten Morgen steht es allerdings auch in der Zeitung:
Aber das Polareis? Wie gesagt, das Polareis schwimmt. Und wenn es schmilzt, wird es zu Wasser. (Sorry, wenn das so banal klingt - es ist einfach banal; es geht allerdings auch wissenschaftlicher, dann klingt es zwar anders, aber bleibt im Kern banal:)
Und dann nach etwas mehrHerumklicken "Recherchieren" dies:
Und es ist nicht nur die Süddeutsche. Auch andere Zeitungen stellen ausdrücklich oder zumindest dem Kontext nach das Abschmelzen "des Eises am Nordpol" (Kölner Stadtanzeiger) in einen Zusammenhang mit der Erhöhung des Meeresspiegels:
Eigentlich ist das Thema "globale Erwärmung" nämlich ein wichtiges Thema. Und die globale Erwärmung hat sicherlich viele gravierende Auswirkungen, (bis hin zur Vervielfachung der Biergärten in Deutschland). Und jeder Eisbär wird bestätigen, dass das Schmelzen des Polareises für ihn lebensbedrohlich ist.
Eine Auswirkung hat das Schmelzen des Polareises allerdings mitnichten: es führt nicht zu einem Anstieg des Meeresspiegels.
Varzil meint, dass das Läuten von Alarmglocken am besten dann funktioniert, wenn die Gefahr glaubhaft ist und nicht mit Ungenauigkeiten und Fehlmeldungen vermischt wird.
Man hält das für eine Folge der Müdigkeit (oder hat auch nicht richtig hingehört): Nach einem kurzen Aufschrecken verschiebt man das weitere Nachdenken auf den Morgen danach. Denn das Polareis ist (mit Ausnahme von Grönlandgletschern) Eis, das schwimmt. Und um schwimmen zu können, verdrängt es Wasser.
- "...Ein Körper schwimmt, dass heißt er verbleibt auf der Oberfläche einer Flüssigkeit, falls er soviel von ihrer Masse verdrängt, wie er selbst wiegt. ..."
(Quelle: Wikipedia zum Schwimmen)
Meint man.
Am nächsten Morgen steht es allerdings auch in der Zeitung:
- "Das Abschmelzen von Gletschern und Polareis ließ den Meeresspiegel um die Jahrtausendwende herum um 0,77 Millimeter pro Jahr anwachsen...."
(Quelle: sueddeutsche.de, Hervorhebung vom Autor)
Aber das Polareis? Wie gesagt, das Polareis schwimmt. Und wenn es schmilzt, wird es zu Wasser. (Sorry, wenn das so banal klingt - es ist einfach banal; es geht allerdings auch wissenschaftlicher, dann klingt es zwar anders, aber bleibt im Kern banal:)
- "...Eis hat bei 0 Grad eine Dichte von 0,9168 kg/l. Ein Eisberg von einer Tonne Masse hat somit (idealisiert) ein Volumen von 1090,75 Litern. In der Arktis (Salinität=30) schauen deshalb 114,2 Liter, entsprechend 10,47%, aus dem Wasser. In der Antarktis (Salinität=34) sind es 117,3 Liter, entsprechend 10,76 %. ..."
(Quelle: wikipedia zu Eis)
...
Wasser hat unter Normaldruck seine größte Dichte von 1000 Kilogramm pro Kubikmeter bei 3,98 °C und zeigt damit eine Dichteanomalie. Diese besteht darin, dass sich Wasser unterhalb von 3,98 °C bei weiterer Temperaturverringerung, auch beim Wechsel zum festen Aggregatzustand, wieder ausdehnt, was man nur von wenigen Stoffen kennt.
(Quelle: Wikipedia Eigenschaften von Wasser)
Und dann nach etwas mehr
- "...Ein schmelzender Nordpol hätte zumindest für den Meeresspiegel nur verschwindend geringe Folgen (und als positive die Öffnung der Nordwestpassage für die Schifffahrt), da dieser komplett aus Eis besteht und Eis eine geringere Dichte als Wasser hat. Somit entspricht das Schmelzwasservolumen eines Eisberges genaue dem Volumen, mit dem er zuvor schwimmend im Wasser lag. ...
(Quelle: Wikipedia zu Folgen der globalen Erwärmung)
Und es ist nicht nur die Süddeutsche. Auch andere Zeitungen stellen ausdrücklich oder zumindest dem Kontext nach das Abschmelzen "des Eises am Nordpol" (Kölner Stadtanzeiger) in einen Zusammenhang mit der Erhöhung des Meeresspiegels:
- "Dann [= Abschmelzen des Grönlandeises] sei zu erwarten, dass der Meeresspiegel um bis zu sieben Meter ansteigt.
...
Vor allem in der Arktis, wo sich die Lufttemperatur in den zurückliegenden hundert Jahren verdoppelt haben soll, wird mit weiteren großen Packeisverlusten gerechnet. ...
(Quelle: faz.net)
- ... "The last time the polar regions were significantly warmer than present for an extended period (about 125,000 years ago), reductions in polar ice volume led to 4 to 6 metres of sea level rise. ...
(Quelle: S. 8 Summary for Policymakers "Climate Change 2007: The Physical Science Basis" - pdf-Dokument, 21 Seiten)
Eigentlich ist das Thema "globale Erwärmung" nämlich ein wichtiges Thema. Und die globale Erwärmung hat sicherlich viele gravierende Auswirkungen, (bis hin zur Vervielfachung der Biergärten in Deutschland). Und jeder Eisbär wird bestätigen, dass das Schmelzen des Polareises für ihn lebensbedrohlich ist.
Eine Auswirkung hat das Schmelzen des Polareises allerdings mitnichten: es führt nicht zu einem Anstieg des Meeresspiegels.
Varzil meint, dass das Läuten von Alarmglocken am besten dann funktioniert, wenn die Gefahr glaubhaft ist und nicht mit Ungenauigkeiten und Fehlmeldungen vermischt wird.
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Sonntag, 4. Februar 2007
Hand versus Fuß
varzil, 23:39h
Wenn man Fuß- mit Handball-WM vergleicht:
Beim Handball ist mehr los:
(Bild bei spiegel-online.de)
Varzil hält entgegen, dass bei einer Fußball-WM das Wetter besser ist.
Beim Handball ist mehr los:
- es fallen mehr Tore,
- es geht häufiger "zur Sache",
- verletzte Spieler bleiben nur liegen, wenn sie wirklich verletzt sind,
- und den Fernsehreportern macht das Kommentieren auch mehr Spaß: jedenfalls ist die Fernseh-Übertragung spannender.
- Handballspieler wirken weniger borniert und blasiert als Fußballer.
- Handballer werden Weltmeister.

(Bild bei spiegel-online.de)
Varzil hält entgegen, dass bei einer Fußball-WM das Wetter besser ist.
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