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Sonntag, 18. März 2007
Fahrbericht-Lyrik
varzil, 14:53h
Dieweil (ein Wort, mit dem man eigentlich einen Blog-Eintrag nicht anfängt, wenn man nicht alle Unter-70-Jährigen sofot vergraulen will) ...
Dieweil also (herzlich willkommen alle Opas und Omas und die, die es noch oder nicht werden wollen) man auf das Wechseln der Winterreifen gegen Sommerreifen wartet, liest man alles, was man sonst gelangweilt zum Altpapier gäbe.
Der gelangweilte Autoreifenwechsel-Abwarter liest den Auto-Motor-Sport-Artikel, den Toyota neben den neuen Auris gelegt hat.
Das Bild wird groß, wenn man es anklickt. Was dann man sieht: die Armatur steckt flächig (nicht tief gestaffelt) in einer Art Röhre. Und die Mittelkonsole ist schlicht groß und klobig und schwer im Weg, wenn Mann sich der Beifahrerin widmen will. Gotisch ist da nix. Ein Auto nicht für den Frühling, sondern für den Winter.
Der Reifenwechsel funktioniert schneller als gedacht. Und kaum sind die Sommerreifen auf dem Auto, droht der Wetterbericht mit Schnee und Eis.
Dieweil also (herzlich willkommen alle Opas und Omas und die, die es noch oder nicht werden wollen) man auf das Wechseln der Winterreifen gegen Sommerreifen wartet, liest man alles, was man sonst gelangweilt zum Altpapier gäbe.
Der gelangweilte Autoreifenwechsel-Abwarter liest den Auto-Motor-Sport-Artikel, den Toyota neben den neuen Auris gelegt hat.
".. Die ... Sitzposition vermittelt hinter ...der tief gestaffelten Armaturenfront ein großzügiges Raumgefühl..."Die "tief gestaffelte Armaturenfront" kommt knapp hinter der "tiefer gelegten Nockenwelle" - was an der Armaturenfront "tief gestaffelt" ist, bleibt einem verschlossen. Warum das gut ist, wenn Armaturen tief gestaffelt sind, auch. Aber es kommt noch schlimmer:
(Quelle: Klaus-Ulrich Blumenstock in einem Auto-Motor-und-Sport-Fahrbericht aus Heft 4/2007)
...Die [Mittelkonsole] schwingt sich wie der Strebbogen einer gotischen Kathedrale weit nach hinten ...Das lässt doch daran zweifeln, dass Herr Blumenstock jemals eine gotische Kathedrale sich genauer angesehen hat: die Strebbögen streben dort wie so ziemlich alles in der Gotik nach oben. Die Mittelkonsole des Auris hingegen sieht so aus:
(Quelle: Klaus-Ulrich Blumenstock in einem Auto-Motor-und-Sport-Fahrbericht aus Heft 4/2007)
Das Bild wird groß, wenn man es anklickt. Was dann man sieht: die Armatur steckt flächig (nicht tief gestaffelt) in einer Art Röhre. Und die Mittelkonsole ist schlicht groß und klobig und schwer im Weg, wenn Mann sich der Beifahrerin widmen will. Gotisch ist da nix. Ein Auto nicht für den Frühling, sondern für den Winter.Der Reifenwechsel funktioniert schneller als gedacht. Und kaum sind die Sommerreifen auf dem Auto, droht der Wetterbericht mit Schnee und Eis.
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Freitag, 16. März 2007
Die Todesuhr
varzil, 19:46h
etwas morbide:
Ein Internet-Service, der einem die "Sterbezeit" auf den Tag genau ausrechnet
Sieht man sich den Quellcode in der Ergebnisberechnung an, hat das Javascript auch den Fall vorgesehen, dass das vorausberechnete Datum schon vorbei ist:
Ein Internet-Service, der einem die "Sterbezeit" auf den Tag genau ausrechnet
Your Personal Day of Death is..und dann auch noch sekundengenau herunter rechnet, wieviele Sekunden es bis dahin sind: 1.238.238.977 waren es eben - die sekündlich wechselnde Zahl lässt sich gar nicht so einfach kopieren...
Sunday, July 24, 2039(Quelle: Deathclock.com)
Sieht man sich den Quellcode in der Ergebnisberechnung an, hat das Javascript auch den Fall vorgesehen, dass das vorausberechnete Datum schon vorbei ist:
"...if(TIMELEFT > 0) window.setTimeout("heartBeat()",DURATION);"Have a nice day": Lebst Du noch, oder bist Du schon tot?
else
{
alert("I am sorry, but your time has expired!\n"+
"Have a nice day.");"
...
(Quelle: wie oben)
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Budapest und Ungarn
varzil, 18:12h
Freies Assoziieren angesichts einer demnächst bevorstehenden Fahrt nach Budapest:
Was fällt einem zu "Budapest" so alles ein?
Budapest ist die Hauptstadt von Ungarn.
Klar, weiß wohl jeder. Die Älteren vermitteln einem auch noch, dass Budapest eine Stadt ist, die aus zwei Städten "Buda" und "Pest" zusammengefasst wurde. Und wer richtig alt ist, wird vielleicht auch noch den deutschen Namen "Ofen-Pest" für "Budapest" kennen ("heute ungebräuchlich" meint die Wikipedia - ungebräuchlich: wo sie recht, hat sie recht ...).
Gibt es in Budapest ein einziges berühmtes Gebäude, sowas wie den Tower, den Kölner Dom oder den Eiffelturm?
Ungarn wiederum: Da waren mal Attila und die Hunnen, dann die Türken, dann Österreich-Ungarn. Der Plattensee, die "Puszta", das Gulasch und der Tokajer. Die Donau. Der Forint.
Noch was? Literatur vielleicht? Grübeln ist angesagt: es fallen einem auf Anhieb weder namhafte finnische noch estnische noch ungarische Schriftsteller ein. Gibt es überhaupt finno-ugrische Literatur?
"Donauschwaben" hingegen tauchen in der Hirnregion auf, in der auch die Siebenbürger Sachsen sich gegen das Vergessen-Werden wehren - vermutlich alles deutsche Auswanderer nach dem 30-Jährigen Krieg.
Ungarische Musik? Zigeuner-Geigen! Aber auch Ferenc Fricsay als Dirigent sowie Bela Bartok, Zoltan Kodaly und György Ligeti als Komponisten.
(Da kommen irgendwo Akzente auf die Namen, wer sie vermisst, mag die Wikipedia damit beschäftigen - hier ist im Moment jedenfalls freies Assoziieren angesagt - da gibt es keine Akzente).
Noch was? Gibt es auch nur eine ungarische Automarke?
Ungarn wollte 1954 Fußballweltmeister werden - hat aber trotz Favoriten-Rolle nicht geklappt.
1956 gab es einen ziemlich blutigen Aufstand gegen die kommunistische Regierung - das hat auch nicht geklappt, unter anderem wohl, weil der Westen den Aufständischen zunächst Hoffnung auf Unterstützung gemacht hatte, dann aber untätig blieb.
Ja und dann jetzt eine Regierung, die vor der Wahl ihre Wähler belogen hat (was ist daran eigentlich so besonders?) und das nachher auch noch zugibt.
Und dann liest man bei Spiegel-online am 15.3.2007:
Was war da wohl für eine Revolution? Gut, 1848 war wohl so eine ähnliche Zeit wie 1968: allenthalben gärte es in Europa. Aber eine ungarische Revolution?
Spätestens hier schlägt man wieder in der Wikipedia nach:
Was fällt einem zu "Budapest" so alles ein?
Budapest ist die Hauptstadt von Ungarn.
Klar, weiß wohl jeder. Die Älteren vermitteln einem auch noch, dass Budapest eine Stadt ist, die aus zwei Städten "Buda" und "Pest" zusammengefasst wurde. Und wer richtig alt ist, wird vielleicht auch noch den deutschen Namen "Ofen-Pest" für "Budapest" kennen ("heute ungebräuchlich" meint die Wikipedia - ungebräuchlich: wo sie recht, hat sie recht ...).
Gibt es in Budapest ein einziges berühmtes Gebäude, sowas wie den Tower, den Kölner Dom oder den Eiffelturm?
Ungarn wiederum: Da waren mal Attila und die Hunnen, dann die Türken, dann Österreich-Ungarn. Der Plattensee, die "Puszta", das Gulasch und der Tokajer. Die Donau. Der Forint.
Noch was? Literatur vielleicht? Grübeln ist angesagt: es fallen einem auf Anhieb weder namhafte finnische noch estnische noch ungarische Schriftsteller ein. Gibt es überhaupt finno-ugrische Literatur?
"Donauschwaben" hingegen tauchen in der Hirnregion auf, in der auch die Siebenbürger Sachsen sich gegen das Vergessen-Werden wehren - vermutlich alles deutsche Auswanderer nach dem 30-Jährigen Krieg.
Ungarische Musik? Zigeuner-Geigen! Aber auch Ferenc Fricsay als Dirigent sowie Bela Bartok, Zoltan Kodaly und György Ligeti als Komponisten.
(Da kommen irgendwo Akzente auf die Namen, wer sie vermisst, mag die Wikipedia damit beschäftigen - hier ist im Moment jedenfalls freies Assoziieren angesagt - da gibt es keine Akzente).
Noch was? Gibt es auch nur eine ungarische Automarke?
Ungarn wollte 1954 Fußballweltmeister werden - hat aber trotz Favoriten-Rolle nicht geklappt.
1956 gab es einen ziemlich blutigen Aufstand gegen die kommunistische Regierung - das hat auch nicht geklappt, unter anderem wohl, weil der Westen den Aufständischen zunächst Hoffnung auf Unterstützung gemacht hatte, dann aber untätig blieb.
Ja und dann jetzt eine Regierung, die vor der Wahl ihre Wähler belogen hat (was ist daran eigentlich so besonders?) und das nachher auch noch zugibt.
Und dann liest man bei Spiegel-online am 15.3.2007:
"...Tausende Menschen haben am Jahrestag der Revolution von 1848 in Ungarn gegen die Mitte-links-Regierung protestiert. Am Abend eskalierte die Lage: Es kam zu Krawallen von Skinheads und Rechtsextremisten, die Polizei griff mit Wasserwerfern und Tränengas an."Am Jahrestag der Revolution von 1848..." ?
...
(Quelle: Spiegel online)
Was war da wohl für eine Revolution? Gut, 1848 war wohl so eine ähnliche Zeit wie 1968: allenthalben gärte es in Europa. Aber eine ungarische Revolution?
Spätestens hier schlägt man wieder in der Wikipedia nach:
"1848/49 kam es zur Revolution gegen die Habsburger unter Führung von Lajos Kossuth, in deren Verlauf am 14. April 1849 in der Großen Reformierten Kirche von Debrecen der ungarische Reichstag zusammentrat und Lajos Kossuth die Entthronung des Hauses Habsburg und die Unabhängigkeit Ungarns verkündete. Nach der blutigen Niederschlagung des ungarischen Freiheitskampfes bis August 1849, mit russischer Unterstützung, und einer Phase der Unterdrückung (u. a. der Hinrichtung des ungarischen Ministerpräsidenten Batthyány sowie 13 weiterer Revolutionsführer am 6. Oktober 1849) kam es 1867 unter Kaiser Franz Joseph I. zum Ausgleich der Habsburger mit Ungarn, um dem Vielvölkerstaat in der modernen Zeit eine größere innere Festigkeit zu verleihen. ..."Abgründe des Nichtwissens tun sich auf. Kossuth, Bathyany: Alles Namen, die man noch nie gehört hat. Aber Reisen bildet - sagt man. Mal sehen.
(Quelle: Wikipedia zur ungarischen Geschichte)
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Donnerstag, 15. März 2007
CO2-Bilanz
varzil, 14:48h
Die viele Rederei wirkt. Tochter 2 fragt, wie sie einen Baum pflanzen kann, und wohin eigentlich man einen Baum pflanzen kann, wenn man nicht gerade zufällig Grundstückseigentümer ist.Und man selbst fragt sich auch immer wieder, was man eigentlich "falsch" macht und was man verbessern könnte. Einen ziemlich umfassenden CO2-Rechner stellt das Bayrische Landesamt für Umwelt bereit. Das persönliche Ergebnis des Autors sieht man rechts.
Anm.:Möglich, dass das Ergebnis besser wird, wenn man mal den Jahresstrom- und -gasverbrauch zur Hand hätte. ...
Nicht uninteressant zum Beispiel, wie sich das Essverhalten auf den CO2-Ausstoß auswirkt. Der Hauptbatzen ist aber offensichtlich der "persönliche Konsum": Bekleidung, Telekommunikation, Druckerzeugnisse, Elektronik-Geräte etc. Das passt schließlich auch zu etwas nerd. Bei den Schweizern heißt die entsprechende Kategorie "diverser Verbrauch".
Interessant schließlich, dass das Bild links ähnlich aussieht. Da hat der Autor einen Schweizer CO2-Rechner (Fa. ecospeed SA) benutzt.
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