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Donnerstag, 19. April 2007
Gelesen: "Quest" von Andreas Eschbach
varzil, 19:15h
Mal so zwischendurch in der Osterzeit wieder etwas aus der SF-Ecke gelesen. Und es ist klassische Science-Fiction, kein bisschen Fantasy, keine Orks, allenfalls etwas Philosophie zum Thema "Ursprung des Lebens" und ein etwas eigenartiger Schlenker auf einen "Unsterblichen" - das erinnert an "es kann nur EINEN geben". (Coverbild links bei www.amazon.de)Eigentlich also alles, was der mit Dominik, Lem u.a. aufgewachsene Leser an SF schätzt. Und Eschbach kann eine Geschichte gut erzählen. Man liest das Buch also gern.
Wenn das Buch ausgelesen und zur Seite gelegt ist, werden allerdings Fragen wach. Vieles (Was ist ein Gyr? Wieso gibt es gerade eine Drei-Klassen-Gesellschaft?) wird nicht erklärt, sondern wirkt so, als ob man den letzten Band einer Fortsetzungsreihe erwischt habe.
Und dann nimmt die Geschichte eine eigenartige Wendung, so als ob der Autor den Leser über viele hundert Seiten gut unterhalten wollte, um ihn dann am Ende auch noch zu verkaufen, dass es eigentlich alles ganz anders war. Man fühlt sich so etwas veräppelt.
Vergleich ist das mit dem "Tod von Bobby Ewing", der sich nach etlichen Dallas-Serien als "alles nur geträumt" herausstellte.
Bei "Dallas" hatte das was mit Gagenforderungen und Zuschauer-Quoten zu tun. Bei einem Buch fragt man sich, wozu das ganze.
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Mittwoch, 18. April 2007
Theater(2): Toner-Staub
varzil, 19:57h
Aus der Serie "kleine Dramen des Alltags" (vgl. auch gestern: USB-Theater"):
Ein (ur-?)alter (analoger) Kopierer, klein, laut, ineffektiv, aber läuft noch, steht in der Ecke. Er macht, was er soll. Manchmal aber auch nicht. Aus der Wartung ist er längst raus, aber er kopiert noch.
Gelegentlich blinkt er, wenn er neuen Toner braucht, oder wenn er meint, die Geräte-Abdeckung sei nicht geschlossen (da half die Fixierung des Magnetverschlusses mit einer Metall-Schraube), oder wenn ihm sonst etwas nicht passt.
Seit 3 Tagen blinkt nun schon seine Anzeige, weil der Tonerstand zu niedrig sei. Eigenartig nur, dass er deshalb nicht etwa blasse Kopien produziert, sondern gar nichts mehr macht.
Der interessierte Laie bemüht sich, ihm auf die Sprünge zu helfen. Beim Anfassen des Tonertanks wird dieser Tank schlagartig hochgradig inkontinent. "Platsch".
Ein Haufen losen Toners ergießt sich in das Gerät, auf den Boden und auf den interessierten Laien.
Also erst einmal Abstand nehmen. Bei der nachfolgenden Grundreinigung (für solche Fälle gibt es extra Staubsauger mit superdichten Staubbeuteln) fängt man am besten erst einmal bei sich selbst an. Solange man nicht reibt, kriegt man den Toner von Kleidung und Haut ganz gut wieder ab. Dann wird das Gerät abgesaugt, schließlich der Boden.
Unangenehm: ständig kriegt man beim Staubsaugen einen "geflitscht". Erst hat man den Staubsauger im Verdacht - der ist ja auch schon bald 10 Jahre im Einsatz. Da kann eine Elektroisolierung schon mal nachlassen.
Dann aber beim Austesten des Geräts stellt man keine Fehl- oder Kriechströme fest. Also nachgedacht: Offenbar lädt sich der Toner beim Staubsaugen statisch auf und gibt die Ladung an den reinigenden Laien ab.
So etwas wie verschütteten Toner muss man einfach einmal erlebt haben, um zu begreifen, wovon die Rede ist, wenn es um Feinstaub geht. "Verhält sich wie Flüssigkeit" verharmlost das Phänomen "verschütteter Toner-Staub". Es gibt vermutlich keine andere Materie, mit der man mit so geringen Mengen eine ähnlich große Sauerei anstellen kann.
Varzil erlaubt sich den Hinweis, dass das Verschütten von Toner bei neuen Geräten (Drucker oder Kopierer) ziemlich schwierig geworden ist. Nur die richtig "alten Hündchen" ermöglichen einem noch solche Elementar-Erfahrungen.
Ein (ur-?)alter (analoger) Kopierer, klein, laut, ineffektiv, aber läuft noch, steht in der Ecke. Er macht, was er soll. Manchmal aber auch nicht. Aus der Wartung ist er längst raus, aber er kopiert noch.
Gelegentlich blinkt er, wenn er neuen Toner braucht, oder wenn er meint, die Geräte-Abdeckung sei nicht geschlossen (da half die Fixierung des Magnetverschlusses mit einer Metall-Schraube), oder wenn ihm sonst etwas nicht passt.
Seit 3 Tagen blinkt nun schon seine Anzeige, weil der Tonerstand zu niedrig sei. Eigenartig nur, dass er deshalb nicht etwa blasse Kopien produziert, sondern gar nichts mehr macht.
Der interessierte Laie bemüht sich, ihm auf die Sprünge zu helfen. Beim Anfassen des Tonertanks wird dieser Tank schlagartig hochgradig inkontinent. "Platsch".
Ein Haufen losen Toners ergießt sich in das Gerät, auf den Boden und auf den interessierten Laien.
"...Toner besteht aus 5-30 µm großen Teilchen und verhält sich ähnlich einer Flüssigkeit. Er ist zusammengesetzt aus Kunstharz, Pigmenten, magnetisierbaren Metalloxiden und Hilfsstoffen.""... verhält sich ähnlich einer Flüssigkeit" beschreibt das Phänomen nur annähernd. Denn Flüssigkeiten stauben nicht. Toner-Staub hingegen wirbelt fast schon beim Hingucken auf.
(Quelle: Wikipedia zu Toner)
Also erst einmal Abstand nehmen. Bei der nachfolgenden Grundreinigung (für solche Fälle gibt es extra Staubsauger mit superdichten Staubbeuteln) fängt man am besten erst einmal bei sich selbst an. Solange man nicht reibt, kriegt man den Toner von Kleidung und Haut ganz gut wieder ab. Dann wird das Gerät abgesaugt, schließlich der Boden.
Unangenehm: ständig kriegt man beim Staubsaugen einen "geflitscht". Erst hat man den Staubsauger im Verdacht - der ist ja auch schon bald 10 Jahre im Einsatz. Da kann eine Elektroisolierung schon mal nachlassen.
Dann aber beim Austesten des Geräts stellt man keine Fehl- oder Kriechströme fest. Also nachgedacht: Offenbar lädt sich der Toner beim Staubsaugen statisch auf und gibt die Ladung an den reinigenden Laien ab.
So etwas wie verschütteten Toner muss man einfach einmal erlebt haben, um zu begreifen, wovon die Rede ist, wenn es um Feinstaub geht. "Verhält sich wie Flüssigkeit" verharmlost das Phänomen "verschütteter Toner-Staub". Es gibt vermutlich keine andere Materie, mit der man mit so geringen Mengen eine ähnlich große Sauerei anstellen kann.
Varzil erlaubt sich den Hinweis, dass das Verschütten von Toner bei neuen Geräten (Drucker oder Kopierer) ziemlich schwierig geworden ist. Nur die richtig "alten Hündchen" ermöglichen einem noch solche Elementar-Erfahrungen.
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Dienstag, 17. April 2007
USB-Theater
varzil, 23:31h
Man kann sich darüber ärgern, dass Windows XP gerne USB-Massenspeicher wie Sticks oder Card-Reader mit Laufwerksbuchstaben versieht, die eigentlich anderweitig vergeben sind.
Und man kann sich weiter ärgern. Es ist aber wie so vieles im Leben nicht unabänderlich.
Ein kleines Tool namens usbdlm (USB Drive Letter Manager) weist den Massenspeichern definierte Laufwerksbuchstaben zu. Nicht ganz von allein, man muss mit einem Editor in eine ini-Datei hineinschreiben, welche Buchstaben vergeben werden sollen. Das ist dann aber auch schon alles.
Und schon sieht man, was man sehen möchte...
Man könnte sich natürlich fragen, warum Windows das nicht von selber macht. ... (Vielleicht macht Windows es vielleicht sogar, aber keiner weiß, wo man es einstellen könnte - da hat Uwe Sieber offenbar schneller das Tool programmiert ...)
Und wer dann noch etwas mehr über USB-Speichermedien und Windows XP erfahren will, liest ebendort möglicherweise mehr, als er jemals wissen wollte.
Und man kann sich weiter ärgern. Es ist aber wie so vieles im Leben nicht unabänderlich.
Ein kleines Tool namens usbdlm (USB Drive Letter Manager) weist den Massenspeichern definierte Laufwerksbuchstaben zu. Nicht ganz von allein, man muss mit einem Editor in eine ini-Datei hineinschreiben, welche Buchstaben vergeben werden sollen. Das ist dann aber auch schon alles.
Und schon sieht man, was man sehen möchte...
Man könnte sich natürlich fragen, warum Windows das nicht von selber macht. ... (Vielleicht macht Windows es vielleicht sogar, aber keiner weiß, wo man es einstellen könnte - da hat Uwe Sieber offenbar schneller das Tool programmiert ...)
Und wer dann noch etwas mehr über USB-Speichermedien und Windows XP erfahren will, liest ebendort möglicherweise mehr, als er jemals wissen wollte.
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