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Montag, 18. Februar 2008
Kennzeichenmissbrauch
varzil, 15:37h
Wenn man Sonntag morgens von der Polizei angerufen wird, ist das in der Regel ein schlechtes Omen. So auch gestern.
Geistlose Gesellen hatten das Fenster auf der Fahrerseite eingeschlagen und das mobile Navi geklaut. Aufmerksamen Spaziergängern war das Krümelglas auf der Straße aufgefallen, einer hatte die Polizei informiert.
So weit so schlecht.
Während der ca. 60 Minuten, die der Autor auf der Wache zubrachte, damit der Diensthabende die Anzeige aufnehmen konnte, kam ein weiterer Zivilist herein und gab ein Kfz-Kennzeichen ab. Dabei erfuhr der Autor, dass irgendwelche Ungeister an parkenden Autos in der Bonner Altstadt die Kfz-Kennzeichen vertauscht hatte.
Eine Diskussion darüber, was das eigentlich sei, erwies sich (wie fast jede Diskussion mit "der" Polizei) als wenig hilfreich. Der Polizist war davon überzeugt, dass es sich um Diebstahl handelt. Dabei dürfte es - auch für einen Polizisten - offensichtlich sein, dass der Kennzeichenvertauscher keinerlei Zueignungsabsicht hinsichtlich der demontierten Kennzeichen hat. Damit scheidet Diebstahl also aus.
Zuhause angekommen hilft einem juris zu der Erkenntnis, dass es so etwas wie § 22 StVG gibt:
Wäre ja auch zu schön, wenn Schabernack im Straßenverkehr mal nicht strafbewehrt wäre ... jetzt müsste man nur noch wissen, wer der Schabernack ist, und schon könnte die Justiz wieder losschlagen.
Geistlose Gesellen hatten das Fenster auf der Fahrerseite eingeschlagen und das mobile Navi geklaut. Aufmerksamen Spaziergängern war das Krümelglas auf der Straße aufgefallen, einer hatte die Polizei informiert.
So weit so schlecht.
Während der ca. 60 Minuten, die der Autor auf der Wache zubrachte, damit der Diensthabende die Anzeige aufnehmen konnte, kam ein weiterer Zivilist herein und gab ein Kfz-Kennzeichen ab. Dabei erfuhr der Autor, dass irgendwelche Ungeister an parkenden Autos in der Bonner Altstadt die Kfz-Kennzeichen vertauscht hatte.
Eine Diskussion darüber, was das eigentlich sei, erwies sich (wie fast jede Diskussion mit "der" Polizei) als wenig hilfreich. Der Polizist war davon überzeugt, dass es sich um Diebstahl handelt. Dabei dürfte es - auch für einen Polizisten - offensichtlich sein, dass der Kennzeichenvertauscher keinerlei Zueignungsabsicht hinsichtlich der demontierten Kennzeichen hat. Damit scheidet Diebstahl also aus.
Zuhause angekommen hilft einem juris zu der Erkenntnis, dass es so etwas wie § 22 StVG gibt:
§ 22 KennzeichenmissbrauchAha, wieder was gelernt: "Kennzeichenmissbrauch"!
(1) Wer in rechtswidriger Absichtwird, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
- ein Kraftfahrzeug oder einen Kraftfahrzeuganhänger, für die ein amtliches Kennzeichen nicht ausgegeben oder zugelassen worden ist, mit einem Zeichen versieht, das geeignet ist, den Anschein amtlicher Kennzeichnung hervorzurufen,
- ein Kraftfahrzeug oder einen Kraftfahrzeuganhänger mit einer anderen als der amtlich für das Fahrzeug ausgegebenen oder zugelassenen Kennzeichnung versieht,
- das an einem Kraftfahrzeug oder einem Kraftfahrzeuganhänger angebrachte amtliche Kennzeichen verändert, beseitigt, verdeckt oder sonst in seiner Erkennbarkeit beeinträchtigt,
(2) Die gleiche Strafe trifft Personen, welche auf öffentlichen Wegen oder Plätzen von einem Kraftfahrzeug oder einem Kraftfahrzeuganhänger Gebrauch machen, von denen sie wissen, dass die Kennzeichnung in der in Absatz 1 Nr. 1 bis 3 bezeichneten Art gefälscht, verfälscht oder unterdrückt worden ist.
(Quelle: Juris zu § 22 Straßenverkehrsgesetz)
Wäre ja auch zu schön, wenn Schabernack im Straßenverkehr mal nicht strafbewehrt wäre ... jetzt müsste man nur noch wissen, wer der Schabernack ist, und schon könnte die Justiz wieder losschlagen.
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Freitag, 15. Februar 2008
Ewig gestrige
varzil, 12:07h
"Unter Adolf war das alles doch besser" bzw. "... wäre das nicht passiert".
Das hörte man früher gelegentlich, als die Alten noch die Alten waren und man selbst noch nicht Gefahr lief, von den Jungen zu den Alten gerechnet zu werden.
Links wie rechts - Jacke wie Hose. Schade eigentlich, früher gab es wenigstens auf Seiten der Linken noch ein intellektuell den Mindestanforderungen entsprechendes Potential.
Das hörte man früher gelegentlich, als die Alten noch die Alten waren und man selbst noch nicht Gefahr lief, von den Jungen zu den Alten gerechnet zu werden.
... Gegenüber "Panorama" sagte die Kommunistin Wegner, die auf der Liste der Linken in den niedersächsischen Landtag eingezogen war über die Staatssicherheit:Ersetzt man "Adolf" durch "Erich" und/oder "Margot", passt das, was die neugebackene Landtagsabgeordnete aus dem DKP-Vorstand da von sich gegeben haben soll, eins zu eins."Ich denke (...), wenn man eine andere Gesellschaftsform errichtet, dass man da so ein Organ wieder braucht, weil man sich auch davor schützen muss, dass andere Kräfte, reaktionäre Kräfte, die Gelegenheit nutzen und so einen Staat von innen aufweichen."
Weiter sagte sie:"Der Bau der Mauer war in jedem Fall eine Maßnahme um sozusagen zu verhindern, dass weiterhin Westdeutsche in die DDR konnten."
(Quelle: Spiegel online; bei Panorama gibt es dazu leider nichts)
Links wie rechts - Jacke wie Hose. Schade eigentlich, früher gab es wenigstens auf Seiten der Linken noch ein intellektuell den Mindestanforderungen entsprechendes Potential.
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Donnerstag, 14. Februar 2008
Meistgebrauchte "freeware"
varzil, 17:32h
Bei Eneinz gefunden, wahrscheinlich aber auch anderswo:
Ein Aufruf, welche Freeware man einsetzt:
Nachtrag:
Für die erwähnten Shareware-Sachen (früher: Opera, jetzt phase 5 und Total Commander) hat der Autor seinen Obolus entrichtet - gute Software ist ihren Preis wert. (MS Office rechnet er nicht dazu, s.o.)
Ein Aufruf, welche Freeware man einsetzt:
- Betriebssystem:
openSuSE Linux 10.2
Klar ist SuSE nicht mehr das, was es mal war - ein deutsches OpenSource-Vorzeigeprodukt. Es ist eigentlich eine Test- und Bastelversion für Novells SuSE-Enterprise.
Aber seit der Version 10 läuft SuSE beim Autor ziemlich rund - und die Begeisterung, neue Software (z.B. Ubuntu) einzusetzen, die womöglich dann erst doch wieder nicht läuft, hat über die Jahre schwer gelitten. - Text- und Tabellenkalkulation:
OpenOffice - läuft ähnlich gut wie MS Office 2003, und ist billiger.
- E-Mail:
Eigentlich nur noch GMail: immer da, immer gut, immer schnell. Mehr will man eigentlich gar nicht. - E-Mail via Mobiltelefon:
Inzwischen hat Google sogar eine kleine Anwendung fürs Handy geschrieben.
Kostet zwar je nach GPRS-Tarif, aber funktioniert, wenn der häusliche Internet-Anschluss rumzickt (bzw. bei einem Umzug gar nicht funktioniert). - Grafik-Bearbeitung:
Natürlich The Gimp; das hat zwar eine krude Oberfläche, aber da der Autor auch in Photoshop nie verstanden hat, was er da eigentlich gerade macht, liegt das Unverständnis bei "the GIMP" wohl auch eher auf Seiten des Anwenders... - Feed-Reader:
Google-Reader; ähnlich wie GMail schnell und überall verfügbar... und liefert gleichzeitig auch noch eine Blogroll - HTML-Editor:
Ganz klar vorne auf Windows-Maschinen: phase 5. Das ist gestartet, bearbeitet und wieder beendet, bevor andere großmächtige Tools (Dreamweaver und Co.) überhaupt fertig mit Starten sind.
Ok, ist für kommerziellen Einsatz nicht "free" - aber für privat ist es ok.
Phase 5 gibt's leider nicht für Linux; da gibt es was ähnliches, das ist aber nicht gleich, Bluefish. - Browser:
Aus alter Liebe - der Autor hat früher mal dafür gezahlt - steht hier an erster Stelle immer noch Opera: denn kein anderer Browser ist so flink, zumal wenn da 10 oder 20 Seiten gleichzeitig offen sind.
Wenn Internet-Explorer-Kompatibilität gefragt ist, allerdings immer wieder auch gut: der Firefox - MP3-Player:
Auf Windows wäre der Player der Wahl möglicherweise I-Tunes; faktisch ist es, weil man bei der Arbeit keine Musik hört, zuhause Amarok.
Sieht so aus, als ob es auch auf Windows portiert wird. - Datei-Manager:
Schwieriger, hier in der Kategorie "Freeware" sauber zu bleiben:
Unter KDE-Linux ist es einfach, da läuft der Krusader mit "einer zweispaltigen Ansicht für Dateioperationen."
Unter Windows ist der Total Commander das Werkzeug der Wahl, leider aber nicht "free", sondern Shareware, auch für privat. Immerhin funktioniert(e?) die Trial-Version unbegrenzt. - noch was? Z.B. pdf-Viewer?
Auf Hinweise zum Acrobat-Reader wird verzichtet ... wird immer unhandlicher und kommerzieller.
Eventuell eine Alternative: Foxit
Nachtrag:
Für die erwähnten Shareware-Sachen (früher: Opera, jetzt phase 5 und Total Commander) hat der Autor seinen Obolus entrichtet - gute Software ist ihren Preis wert. (MS Office rechnet er nicht dazu, s.o.)
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