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Dienstag, 25. August 2009
Das Welt-Kongress-Zentrum
varzil, 18:13h
Die Geschehnisse um das WCC (Welt-Congress-Centrum) in Bonn versprechen spannend zu werden.
Die Berichterstattung im Generalanzeiger hat sich von "alles Ordnung" inzwischen auf "wir berichten weiter, Teil III" geändert und sieht das Projekt jetzt auch durchaus kritisch. Und auch die Stadt Bonn scheint nervös zu werden:
a) Die Arbeiten an den umliegenden Straßen laufen mit hoher Intensität, teilweise auch samstags. Kein Wunder: Auftraggeber hierfür ist die Stadt.
b) Das Gerüst, das das 16-stöckige Hotel bis vor kurzem nahezu vollständig eingehüllt hat, ist weg. Vermutlich hat der Gerüstebauer es abgeholt. Vielleicht ist aber auch das Hotel von außen einfach fertig und das Gerüst wird nicht mehr gebraucht.
c) Die allmorgendlichen Staus mit anliefernden LKWs, Handwerker-Kleinlastern und Mitarbeitern der umliegenden Büros sind nahezu verschwunden. Das kann an einem faktischen Baustopp liegen, eventuell aber auch nur an einer geänderten Verkehrsführung wegen der Straßenbauarbeiten.
Vermutlich dürfte das Konkurrenzunternehmen am Bonner Bogen schneller fertig sein und so manchen WCC-Interessenten auf die andere Rheinseite locken.
Bonn bleibt Bonn.
Die Berichterstattung im Generalanzeiger hat sich von "alles Ordnung" inzwischen auf "wir berichten weiter, Teil III" geändert und sieht das Projekt jetzt auch durchaus kritisch. Und auch die Stadt Bonn scheint nervös zu werden:
Wenn bis Ende dieser Woche die vom Investor des World Conference Centers Bonn zugesagten 30 Millionen Euro Eigenkapital nicht überwiesen werden, wird die Stadt den Investor Honua abmahnen, sagte am Montag Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann.Da der Autor sozusagen vor Ort wohnt, lässt sich der Baubetrieb am WCC jedenfalls außerhalb der Bürozeiten gut beobachten. Festzustellen ist:
Anschließend werde sie mit dem Rat in einer von allen Fraktionen gewünschten Sondersitzung am Montag Alternativen erörtern.
(Quelle: Generalanzeiger online)
a) Die Arbeiten an den umliegenden Straßen laufen mit hoher Intensität, teilweise auch samstags. Kein Wunder: Auftraggeber hierfür ist die Stadt.
b) Das Gerüst, das das 16-stöckige Hotel bis vor kurzem nahezu vollständig eingehüllt hat, ist weg. Vermutlich hat der Gerüstebauer es abgeholt. Vielleicht ist aber auch das Hotel von außen einfach fertig und das Gerüst wird nicht mehr gebraucht.
c) Die allmorgendlichen Staus mit anliefernden LKWs, Handwerker-Kleinlastern und Mitarbeitern der umliegenden Büros sind nahezu verschwunden. Das kann an einem faktischen Baustopp liegen, eventuell aber auch nur an einer geänderten Verkehrsführung wegen der Straßenbauarbeiten.
Vermutlich dürfte das Konkurrenzunternehmen am Bonner Bogen schneller fertig sein und so manchen WCC-Interessenten auf die andere Rheinseite locken.
Bonn bleibt Bonn.
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Montag, 24. August 2009
Ein bewegtes Wochenende
varzil, 17:49h
Fährt man innerhalb von 24 Stunden die Strecke zwischen Bonn und Lüdinghausen 4 Mal, hat man im Normalfall so um die 7 - 8 Stunden im Auto gesessen. Kommt dann ein Stau hinzu, sind es auch schnell 10 Stunden.
Bemerkenswertes von der A1:
Es sind zu viele Baustellen - besonders unschön ist eine Reduzierung von 3 Fahrspuren auf eine Fahrspur bei hohem Verkehrsaufkommen am Samstag Vormittag.
Die Reduzierung auf eine Fahrspur führt zu einem langen Stau, solange die Fahrbahn noch drei- oder zweispurig ist. Hat man die Phase der Verengung hinter sich, läuft es einspurig aber wieder gut... Erstaunlich eigenartig: da wo es am engsten ist, strömt der Verkehr.
Bemerkenswertes von der A1:
Es sind zu viele Baustellen - besonders unschön ist eine Reduzierung von 3 Fahrspuren auf eine Fahrspur bei hohem Verkehrsaufkommen am Samstag Vormittag.
Die Reduzierung auf eine Fahrspur führt zu einem langen Stau, solange die Fahrbahn noch drei- oder zweispurig ist. Hat man die Phase der Verengung hinter sich, läuft es einspurig aber wieder gut... Erstaunlich eigenartig: da wo es am engsten ist, strömt der Verkehr.
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Freitag, 21. August 2009
Die Moral von Lockerbie
varzil, 14:02h
Am 21. Dezember 1988 stürzte ein Jet der Pan Am über Lockerbie in Schottland ab. Alle Insassen (259) sowie 11 Einwohner aus Lockerbie starben. Ursache des Flugzeugabsturzes war eine Bombenexplosion an Bord.
Wegen des Bombenanschlags wurde ein Geheimdienstoffizier Abdelbaset Ali Mohmed Al Megrahi im Jahr 2001 zu lebenslanger Haft, später zu "mindestens 27 Jahren" Haft verurteilt. Die Prozessgeschichte wirkt allerdings etwas dubios. Insbesondere welchen Tatbeitrag Megrahi konkret geliefert hat, bleibt unklar (mehr in der deutschen Wikipedia zum Lockerbie-Anschlag).
Gestern nun hat Schottland den an Prostata-Krebs erkrankten Megrahi freigelassen, mit der Begründung, er habe nur noch wenige Monate zu leben.
Zu den Protesten aus den USA gegen die Freilassung erwiderte der schottische Justizminister die denkwürdigen Sätze:
Wenn da nicht ein denkwürdiger Kommentar von Wolfgang Koydl in der Süddeutschen Zeitung stünde:
Das hat weh getan.
Varzil hingegen vermutet, dass die schottische Justiz so die Bestattungskosten sparen will.
Wegen des Bombenanschlags wurde ein Geheimdienstoffizier Abdelbaset Ali Mohmed Al Megrahi im Jahr 2001 zu lebenslanger Haft, später zu "mindestens 27 Jahren" Haft verurteilt. Die Prozessgeschichte wirkt allerdings etwas dubios. Insbesondere welchen Tatbeitrag Megrahi konkret geliefert hat, bleibt unklar (mehr in der deutschen Wikipedia zum Lockerbie-Anschlag).
Selbst der UN-Beobachter des Prozesses vermutete Manipulation. Libyens Staatschef Muammar al Ghaddafi stimmte zwar hohen Entschädigungs-Zahlungen zu. Doch Ghaddafis Sohn Saif, als künftiger starker Mann Libyens gehandelt, sagte der BBC im August: "Ja, wir haben einen Brief geschrieben, dass wir verantwortlich sind. Aber das heißt nicht, das wir es wirklich waren."
Mit einem Lächeln fuhr der Ghaddafi-Sohn fort: "Was sollten wir machen. Ohne diesen Brief wären die Sanktionen gegen uns nicht aufgehoben worden." Demnach war der von Libyen ausgelieferte und dann verurteilte Megrahi Bauernopfer in einem politischen Schachspiel. Libyen wollte Sanktionen loswerden, die USA und Großbritannien wollten einen Schuldigen. Megrahi, inzwischen schwer an Krebs erkrankt, hat die Tat immer bestritten.
(Quelle: tagesschau.de vom 21.12.2008)
Gestern nun hat Schottland den an Prostata-Krebs erkrankten Megrahi freigelassen, mit der Begründung, er habe nur noch wenige Monate zu leben.
Zu den Protesten aus den USA gegen die Freilassung erwiderte der schottische Justizminister die denkwürdigen Sätze:
Sicherlich habe der Verurteilte seinen Opfern gegenüber keine Menschlichkeit gezeigt. Dies sei aber kein Grund für die schottische Regierung, dem Schwerkranken dies jetzt zu verweigern, so MacAskill...Dies ist ein der europäischen Rechtstradition wahrhaft würdiger Satz.
(Quelle: tagesschau.de)
Wenn da nicht ein denkwürdiger Kommentar von Wolfgang Koydl in der Süddeutschen Zeitung stünde:
Es geht nicht um Moral oder Mitgefühl - sondern um Investitionen in Multimillionenhöhe: Die Schotten lassen den Lockerbie-Attentäter ziehen, weil sie auf Libyens Öl hoffen.So einfach wird man nach der gestrigen Euphorie wegen der angeblichen moralischen Überlegenheit des alten Europas auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Schottlands Erdgasvorkommen in der Nordsee gehen rapide zur Neige, vor der Küste Libyens aber sind gerade gigantische neue Reserven an Gas und Öl entdeckt worden. Mehr muss man nicht wissen, wenn man die Begnadigung des Lockerbie-Bombers Abdelbasset Ali al-Megrahi durch die Regierung in Edinburgh und den daraus resultierenden transatlantischen Streit mit Washington verstehen will.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)
Das hat weh getan.
Varzil hingegen vermutet, dass die schottische Justiz so die Bestattungskosten sparen will.
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