Montag, 2. Januar 2006
Russland und der vernünftige Umgang mit Freunden
Russland - hat jetzt den Vorsitz in der G8-Runde - hat einen Gaskonzern, der seit gestern, also mitten im Winter, der Ukraine das Gas abstellt (Quelle: statt vieler Netzeitung).

Die Argumentation der Russen ist schlüssig:
Die Ukraine hat sich dem Westen zugewendet und damit von Russland distanziert. Damit ist der Grund für billige Energielieferungen (die ehemalige sowjetische Völkerfreundschaft) weggefallen - und es gelten Weltmarktbedingungen.

Das vervierfacht bis verfünffacht die Energiekosten in der Ukraine - und es macht die Russen nicht gerade beliebter, weder bei den Ukrainern noch beim Rest der Welt. Denn wer einem im kontinental kalten Winter das Gas abdreht, aus was für Gründen auch immer, ruft negative Emotionen hervor.

Beunruhigend ist, dass Russland und Ukraine nicht einmal über eine Übergangsregelung ins Gespräch kommen.

Eine zusätzliche Gasleitung, die nicht durch die osteuropäischen Länder, sondern durch die Ostsee nach Deutschland geht, macht es in Zukunft noch einfacher, die Osteuropäer frieren zu lassen (weil Westeuropa dann nicht mehr so betroffen ist).

Was verspricht sich Russland davon? Und was will so ein Verhalten uns sagen?

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Donnerstag, 29. Dezember 2005
Gute Nachricht
Damit hier nicht immer nur das Schwarze, Schlechte und Seltsame betont wird, hier zum Jahresende mal eine gute Nachricht:

Der Dortmund-Ems-Kanal ist wieder befahrbar!
    "Leinen los am Dortmund-Ems-Kanal
    Die ersten Schiffe dürfen von Norden nach Süden durch den Kanal fahren. Damit die wartenden Schiffe möglichst schnell weiterkommen, ist der Dortmund-Ems-Kanal am Anfang eine Einbahnstraße..."
    (Quelle: wdr.de vom 15.12.05)
Zur Erinnerung:
Vor einigen Monaten hatte ein Schiff in einer Kanal-Baustelle eine Spundwand gerammt, das Schiff saß fest und konnte nicht wieder flott gemacht werden und der Kanal war leergelaufen.

Warum allerdings die Schiffe schneller vorwärts kommen, wenn der Kanal "am Anfang eine Einbahnstraße" ist, wissen allerdings wohl allein die Götter (des WDR).

Das kann eigentlich doch nur für die Schiffe gelten, die in Fahrtrichtung der "Einbahnstraße" unterwegs sind.

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Montag, 26. Dezember 2005
Männer und Singen
Viele tun es einfach nicht. Könnte ja unmännlich wirken, wenn man so etwas Persönliches wie seine Stimme von sich gibt.

Viele können es auch nicht mehr, eben weil sie es nicht tun.

Und dann besetzt das andere Geschlecht das Thema und bestimmt unter anderem die Höhe, in der Kirchenlieder angestimmt werden. Wie am 24.12. in der Papierausgabe der Süddeutschen Zeitung zu lesen war, werden Kirchenlieder für die meisten Männer um eine Quart zu hoch angestimmt.

Und dann macht das Singen irgendwann tatsächlich keinen Spaß. Und dann tun sie es einfach nicht. Denn es könnte ja unmännlich wirken, zumal wenn es so hoch klingt.

Männer und Singen:
Varzil meint, wenn die Kerle um den Frauenüberschuss in den Chören wüssten, würden sie häufiger singen und dann auch in einen Chor eintreten. Es gäbe schlechtere Gründe zum Singen.

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