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Freitag, 17. März 2006
Gestern im Kino: Syriana
Seit einigen Wochen mal wieder im Kino gewesen:

Keine leichte Kost: etwa nach der Hälfe der Zeit hat der Autor beschlossen, dass der Film gar keine Geschichte erzählen will, sondern einfach Episoden aneinanderreiht. Danach konnte er dem Film entspannt folgen.

Mit der Erkenntnis ist er nicht allein. Einfach Anke Gröner lesen, dann weiß man das Wesentliche zum Film.

Was einen ärgert:
Jetzt ist es nicht nur in der Oper üblich, sondern auch im Kino offenbar Mode, dass der Besucher sich bitte schön vorher über die Geschichte, die ihm erzählt wird, informieren soll.

Varzil:
Gab es da nicht ein paar Kinos, die sich wunderten, warum immer weniger Leute ins Kino gehen ("Katastrophenjahr")?

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Donnerstag, 16. März 2006
Vogelspinne fährt Straßenbahn
Da war einer mit seinem Einkauf nicht zufrieden und schickte ihn per Straßenbahn zurück:
    (Bild aus dem Bonner Generalanzeiger-online)
    "... Der Stadtbahnfahrer der Kölner Verkehrsbetriebe hatte, bevor er am Dienstagabend an der Haltestelle Stadthalle in Bad Godesberg die Fahrt mit der Linie 16 aufnehmen wollte, beim Kontrollgang auf einem Sitz eine durchsichtige Plastikschachtel entdeckt. Darin krabbelte eine schwarze Spinne umher. Er eilte nach vorn und rief über Funk die Leitstelle der Stadtwerke Bonn (SWB) um Hilfe: "Ich habe hier eine riesige lebende Vogelspinne." ...
    (Quelle: Bonner Generalanzeiger)
Das kann man so machen, muss es aber nicht. Hintergrund ist, dass der Besitzer die Spinne loswerden wollte. Auch das kann man so machen: er hat einen deutlichen Hinweis gegeben, dass die Spinne wieder an den Verkäufer zurückgelangen soll.
    (Bild "Psalmopoeus irminia" aus der wikipedia) Es handelte sich um den Beleg über den Kauf einer Vogelspinne in einem Kleintiergeschäft in Köln. Auf der Rückseite stand: "Bitte bringen Sie die Spinne in den Pet-Shop nach Köln-Niehl zurück." Jetzt ermittelt die Polizei und versucht, den Käufer zu finden.
    (Quelle: Bonner Generalanzeiger
Juristisch korrekt ist diese Art von Wandlung nicht.

Varzil kann sich eine schönere Straßenbahn-Begleitung vorstellen.

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Mittwoch, 15. März 2006
Demographisches (die fünfte)
Das Thema "Kinderlosigkeit" ist hier schon wiederholt (am 31.1.2005, 3.5.2005, 4.5.2005 und am 8.6.2005) thematisiert worden.

Entscheidendes hat sich in der Diskussion nicht getan. Aber es hat sich wieder einmal jemand zu Wort gemeldet - und alle Medien (Süddeutsche in der Paperausgabe, aber auch Spiegel-online u.v.a. mit Bezahl-Content) drucken es:
    "Geburtenrate so niedrig wie seit 1945 nicht mehr"
    (Quelle:Netzeitung, dankenswerter Weise mit dauerhaft funktionierenden Links und ohne Abkassiersperre)
Dabei hat das Bundesamt für Statistik die Geburtenzahlen für 2005 noch gar nicht veröffentlicht. Deren Webseite verlinkt eine Excel-Tabelle mit den Geburtenzahlen bis 2004.

BILD weiß mehr. Die Bildzeitung hat derweil wieder das Menetekel "Die Deutschen sterben aus" an die Wand geschrieben. Wie auch immer sie das ausgerechnet haben: wenn im Jahr 2004 noch 700.00 und derzeit vielleicht nur noch 600.000 Babies pro Jahr geboren werden, sind das immer noch eine ganze Menge.

Derweil hält Don Alphonso in einem sehr persönlich gehaltenen Beitrag eine lesenswerte Philippika gegen die Bevölkerungsrückgangsjammerer.

Und wo er Recht hat, hat er Recht. Es kann keine Pflicht, auch keine moralische Pflicht, geben, sich zu vermehren. Die persönliche Entscheidung eines jeden Einzelnen verdient Respekt. Was nicht hindert, dass man sich, a la Harald Schmidt in einem Zeitinterview, über einzelne Gründe für die Kinderlosigkeit nur amüsieren kann.

Denn es bleibt das eine Problem: irgendwer wird zahlen müssen. Ohne Kinder wird es nicht gehen.
Nachtrag 20:20
Bildblog.de hat die RechenSchätzkünste von Bild überprüft ...

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