Montag, 28. August 2006
Schal und Parka und kein Parker
Gestern in den Bonner Kaiserpassagen:

Tochter 1 deutet auf ein Schaufenster und meint, dass sie schon ein Weihnachtsgeschenk für sich wisse: "Den Parka da!" Selbiger ist auf einem Preisschild als "Parker" ausgezeichnet, den man für die Kleinigkeit von 2.134 € erwerben kann.

Der Autor rechnet um, dass er dafür mehr als 15 Tage arbeiten muss und biegt die Diskussion dann ab: Der offensichtliche REchtschreibfehler ist ein Makel, der das Geschenk weihnachtsuntauglich macht:
    "Par|ker, der; -s, -:
    jmd., der ein Auto parkt."
    (Quelle: Duden online)
Hingegen deutlich vom "Parker" zu unterscheiden der "Parka":
    "Ein Parka (oder auch Parker)
      [Anm.: das steht da tatsächlich so - haben die Wikipedianer keinen Duden?])

    ist ein kurzer, oft gefütterter Anorak oder auch Popelinemantel mit Kapuze.
    Das Wort parka stammt aus der Sprache der Inuit, dem Inuktitut; dort bedeutet parqaaq "Hitze" (der Sonne, des Ofens usw.). Es wurde 1836 von Adelbert von Chamisso in die deutsche Sprache eingeführt und bedeutete in Alaska so viel wie Kleidungsstück aus Vogel- oder Seehundhaut. ..."
    (Quelle: wikipedia)
Fazit: Ein Preis von mehr als 2.000 € für ein Kleidungsstück, dessen Schreibweise der Verkäufer nicht beherrscht, disqualifiziert jedes Weihnachtsgeschenk.

Varzil ist der Meinung, dass man eventuell durchaus einmalig 2.200 Euro für jemanden zahlen könnte, wenn der sein Auto - in jeder Situation - zu parken weiß. Letzte Zweifel bleiben, ob ein Textilgeschäft allerdings tatsächlich so einen Parker liefern könnte.


Anderes Thema und Nachtrag zur Kekulé-Statue:
Regen, Sturm oder humorlose Kletterer haben Prof. Kekulé in der letzten Woche den Fußball genommen - der Schal ist noch da.

Gut, dass es so herum gekommen ist: Fußball ist ja vorbei, während der Winter vor der Tür steht.

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